khorasKhoras Wolfsblut, der König von Syranas. Weithin bekannt für sein kriegerisches Geschick und die Erbarmungslosigkeit, die er gegenüber seinen Feinden an den Tag legt.
Das lange, schwarze Haar und das markante Gesicht haben schon viele Frauenherzen höher schlagen lassen, ebenso wie sein gestählter Körper. Aber Khoras scheint immun gegen ihre Avancen, wenngleich er körperlichen Freuden nicht abgeneigt ist. Der König von Syranas hat jedoch keinen Sinn für die Liebe, weiß er doch nur zu gut, dass jegliche nähere Bindung einen Schwachpunkt darstellt, den seine Feinde gnadenlos gegen ihn ausnutzen würden.
Khoras‘ Position ist keineswegs so sicher, wie es scheint. Sein Bruder Haras hat es niemals verwunden, dass er Khoras im Kampf um die Krone unterlegen ist und was er mit kriegerischem Geschick nicht zu erreichen vermocht hat, versucht er nun mit Hinterlist und Intrigen zu erringen.
Zudem gibt es noch immer das hartnäckige Gerücht, dass der König nicht seines Vaters Sohn ist und seine Mutter das Bett mit dem ersten Heerführer von Syranas geteilt hat. Tatsächlich ist die Ähnlichkeit zu seinem Bruder Haras und seiner Schwester Ophrea gering, die beide das helle Haar und die blauen Augen ihres Vaters besitzen, während Khoras‘ Erscheinungsbild dunkel ist.
Das ewige Ankämpfen gegen die bösen Zungen hat den jungen König hart werden lassen und verleiht ihm ein grimmiges Auftreten. Selten sieht man ihn lachen oder scherzen. Der Blick seiner dunklen Augen ist stets finster und unheilvoll.
Khoras ist verschlossen und schenkt sein Vertrauen nur wenigen engen Freunden und seiner Schwester, die seine sanfte Seite und seinen Humor zum Vorschein bringen kann. Diese bleiben der restlichen Welt jedoch gut verborgen. Der König weiß, dass das Zeigen von Schwäche fatal wäre. Haras und seine Getreuen würden sich ohne zu zögern auf ihn stürzen, um ihm das kleine Nordreich zu entreißen.
Und so bleibt das Schwert Khoras‘ Religion. Unermüdlich schult er seine Reflexe und seine Fähigkeiten, geht bis über seine Grenzen, um in den Augen seines Volkes zu Khoras Wolfsblut, dem unbezwingbaren, unbezähmbaren König von Syranas zu werden, der keine Herausforderung scheut. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass man das kleine Nordreich für eine Gefahr hält, wo doch der König alle Hände voll damit zu tun hat, seinen Thron zu halten und seinen Bruder in die Schranken zu weisen.
Und Khoras weiß nur zu gut, dass er nicht offen gegen Haras vorgehen kann, der seine Ambitionen gut verbirgt. Es käme einem Eingeständnis gleich, dass die Gerüchte um die Umstände seiner Geburt der Wahrheit entsprechen.