destiny_askalarAskalar, der Spieler. Gott der Diebe und Glücksritter, von all jenen verehrt, die sich vor ehrlicher Arbeit scheuen und seinen Segen für ihre Unternehmungen erbitten. Träger der tausend Masken, Meister der Verkleidung, nicht selten auch als der verrückte Gott oder der Launenhafte bezeichnet.
Und tatsächlich macht Askalar all diesen Namen Ehre. Er liebt jene, die wagemutig sind und sich vor keinem Risiko scheuen. Belohnt denjenigen, der verrückt genug ist, ihm nachzueifern und dabei Taten vollbringt, die seine Aufmerksamkeit erregen. Er hat keine Geduld mit Feiglingen oder jenen, die zögerlich und unentschlossen sind, legt ihnen Steine in den Weg, die sie scheitern lassen. Doch wer seinen Weg unbeirrbar geht und dabei den Mut besitzt, die Welt aus den Angeln zu heben, um ein Ziel zu erreichen, kann sich seiner Gunst sicher sein.
Der Gott der Diebe mischt sich selbst häufig unter der Sterblichen, wandelt in einer seiner zahlreichen Verkleidungen unter ihnen und beeinflusst ihr Schicksal in die eine oder andere Richtung, stürzt ins Unglück, wer sein Missfallen erregt hat und begünstigt, wer ihm gefallen hat.
Oft zieht er aus, um die Gottheiten Niel’Anors oder andere mächtige Wesen der elementaren Ebenen um ihren wertvollsten Besitz zu erleichtern und sein Geschick auf die Probe zu stellen. Seine Schatzkammern sind unermesslich groß, doch es ist nicht der Reichtum, der Askalar zu seinen Taten verführt. Es ist der Ruhm, der Beweis seines Könnens, die vollendete Täuschung, die ihn in Erregung versetzt.
Eine gelungene Verkleidung, die selbst die Augen eines Gottes zu täuschen vermag, ist das, was er anstrebt und tatsächlich gibt es unzählige Geschichten über Askalars Treiben, seine perfekten Imitationen eines anderen Wesens, seine unglaublichen Raubzüge und geschickten Pläne. Kaum eine andere Gottheit hat eine solch große Vielzahl amüsanter Anekdoten inspiriert wie Askalar. Und tatsächlich lässt er es darin selten an Humor fehlen.
Der Gott der Diebe ist keine Gottheit, die sich einer großen Anhängerschaft erfreut. Doch er ist stets in aller Munde, stiftet Chaos und Unfrieden, wo auch immer er auftauchen mag, um eine neue Legende zu begründen.
Meist wird Askalar nur als unbestimmter, dunkler Schemen dargestellt, denn beinahe niemand weiß, wie der Gott der Diebe tatsächlich aussehen mag. Hat man jedoch das Glück, ihn in leibhaftiger Gestalt erblicken zu dürfen, so nimmt er das Aussehen eines schlanken, drahtigen Mannes an, der sich in dunkles Leder kleidet und der schwarze Augen und schwarzes Haar besitzt. Seine Züge sind dabei stets hinter einer Maske verborgen, die die Hälfte seines Gesichtes versteckt.
Allerdings ist Vorsicht geboten, wenn Askalar sein Gesicht offenbart. Der Gott der Diebe zeigt sich nie ohne Bedacht und er ist niemals unvorsichtig. Gibt er sich zu erkennen, so liegt nahe, dass eine Absicht dahinter stecken mag, die unangenehme Folgen nach sich ziehen könnte.
Das Symbol des Askalar ist eine schwarze Halbmaske, die jener gleicht, die der Gott selbst trägt. Seine Priesterschaft verbirgt ihr Gesicht dahinter und genießt dadurch eine gewisse Anonymität, die nicht unklug ist, wenn man dem Gott der Diebe dient. Denn eine heilige Maske des Askalar lässt die Züge des Gesichtes ihres Trägers im Gedächtnis verschwimmen, und nimmt die Erinnerung an das, was man zuvor gesehen hat. Sie verschmelzen darin zu etwas Durchschnittlichem, das keine besonders bemerkenswerten Kennzeichen aufgewiesen hat und schwer zu beschreiben ist.
Anhänger des Askalar, die außerhalb seiner Priesterschaft stehen, tragen für gewöhnlich kein sichtbares Symbol des Gottes mit sich. Niemand offenbart sich gerne freiwillig als Diener des Meisters der Verkleidung.
Seine Priesterschaft ist klein und normalerweise nicht in organisierter Form als solche zu erkennen, da sie nicht öffentlich in Erscheinung tritt. Wer Askalar dient, gehört häufig selbst zu jenen, die das Licht scheuen. Oft sind es Wesen, die durch seine Gunst zu Wohlstand gelangt sind und sich nun zur Ruhe gesetzt haben, um ihm nun auf andere Weise zu Diensten zu sein und ihre Dankbarkeit zu zeigen.
Meist wird er im Stillen verehrt und kaum jemand würde sich offen als Anhänger des Diebesgottes zu erkennen geben, indem er einen Tempel aufsucht und dort seine Gebete spricht. Zu schnell hätten die Stadtwachen ein Auge auf ein solches Individuum.
Entsprechend bezeugt man ihm im Verborgenen seinen Respekt, sucht geheime Orte auf, die Askalar geweiht sind und von seinen Priestern gehütet und geheim gehalten werden. Es gibt keine Tempel des Askalar, die bereits aufgrund ihrer Bauart zu erkennen sind. Doch wer seine Gebete zum Gott der Diebe spricht, weiß, wo er dies tun kann und auf welchem Alter er Opfergaben hinterlassen darf, um ihn gnädig zu stimmen. Und er kann sich gewiss sein, dass diese Gaben am nächsten Tag verschwunden sein werden. Viele Diebe oder Glücksritter geben stets einen kleinen Teil ihrer Beute in einem Haus des Askalar ab, um sich für ihre nächste Tat oder ihren nächsten Plan seines Wohlwollens zu versichern.