destiny_emularEmular, der Herr der Münzen. Gott des Geldes und des Handels, der jenen Reichtum und Glück in ihren Geschäften schenkt, die seine Gunst erlangt haben. Der Bruder des Gottes Askalar, sein ewiger Konkurrent, der mit Geschick erlangt, was dieser unrechtmäßig an sich bringt.
Emular wird von all jenen in hohen Ehren gehalten, die sich volle Kassen ersehnen. Als Gott des Handels ruft man ihn bei Geschäftsabschlüssen jeglicher Art an und erbittet seinen Segen vor wichtigen Unternehmungen, bei denen finanzielle Angelegenheiten im Vordergrund stehen.
Der Herr der Münzen ist ein gieriges Wesen, dessen Schatzkammern unermesslich groß sind und der es niemals müde wird, das funkelnde Gold und die Juwelen darin zu mehren. Er liebt seinen Reichtum und hält ihn eisern beisammen, wacht aufmerksam über jede Münze und jeden Edelstein, der sich in seinem Besitz befindet.
Emular ist listig und verschlagen. Er weiß genau, wie er die Dinge zu seinem Vorteil beeinflussen muss, kennt alle Winkelzüge, von denen er am Ende profitieren kann. Allerdings ist er ebenso geradlinig und hat nichts für jene übrig, die sich mithilfe von unlauteren Mitteln bereichern.
Wer dem Vorbild des Gottes folgt und mit harter Arbeit und Geschick sein Schicksal zum Guten wendet, kann sich Emulars Aufmerksamkeit sicher sein. Er begünstigt diejenigen, die es vermögen, ihren Profit stetig aus eigener Kraft zu mehren, verachtet jedoch Diebe und dunkles Gesindel, das versucht, sich an anderer Wesen Arbeit zu bereichern, ohne dafür etwas zu leisten.
Emular wird als gut genährter Mann mit dunklem Haar und einem dunklen Bart dargestellt, der sich stets in die feinsten Stoffe kleidet. Gerne zeigt man ihn auf seinem Thron inmitten der Schatzkammern, die die Fantasie vieler Individuen anregt. Im Gegenzug zu seinem drahtigen Bruder Askalar sind seine Züge aufgedunsen und von Genuss und einem guten Leben gezeichnet.
Sein Symbol ist eine goldene Münze, auf die man das Antlitz des Gottes geprägt hat. Normalerweise trägt man sie um den Hals und glaubt fest daran, dass sie die Taschen ihres Trägers niemals leer werden lässt, solange dieser sich redlich bemüht und seine Arbeit mit Eifer verrichtet.
Die Priester des Herrn der Münzen werden meist aufgesucht, um einem Geschäftsabschluss beizuwohnen und um Emulars Segen für geschäftliche Vorhaben zu bitten. Wer Verträge abschließt, tut dies gerne in Anwesenheit eines Priesters, der ein Auge darauf hat, dass alles mit rechten Dingen zugeht, oder begibt sich in einen Tempel des Emular, um auf neutralem Terrain zu verhandeln. Eine Abschrift der geschäftlichen Vereinbarungen wird danach häufig in den Kammern des Tempels verwahrt und kann im Zweifelsfall dort eingesehen werden.
Auch bei Streitfällen sucht man die Priesterschaft des Emular auf, lässt sie als neutrale Schlichter wirken oder als Richter zugunsten einer Partei entscheiden. Dabei würde niemand das Wort eines Emular Priesters anzweifeln. Sie gelten als integer und unbestechlich, wenngleich sie nicht darüber erhaben sind, den Wohlstand des Tempels auf ihre eigene Weise zu mehren.
Es kann niemals schaden, dem Tempel des Emular ordentliche Spenden zukommen zu lassen, wenn man kurz vor wichtigen geschäftlichen Unternehmungen steht und einen seiner Priester um Fürsprache bei dem Gott des Geldes zu bitten. Emular hat stets ein offenes Ohr für jene, die ihre Errungenschaften mit ihm teilen möchten.
Manchmal treten Emulars Diener auch als Förderer auf, leihen ein Startkapitel für die Gründung eines Geschäftes und lassen sich daran beteiligen, um dieses schließlich mit Gewinn zurückzuerhalten. Die Tempel Emulars sind niemals ärmlich und wissen gut, wie sie ihre finanzielle Sicherheit gewährleisten.
Diener des Emular stammen oft aus reichen Elternhäusern, die einen ihrer Sprösslinge als Dank für Emulars Gunst in die Reihen seiner Priesterschaft entsenden. Sie kleiden sich in seidene, goldbraune Gewänder, die im Winter mit wärmenden Pelzen versehen werden.
Emulars Tempel sind prächtige Bauwerke aus feinstem Marmor. Juwelen werden in die Fassade eingelassen und begleiten die goldenen Dekorationen. Manchmal ziert man sie sogar mit strahlenden Münzen, lässt teure Statuen fertigen, die den Herren der Münzen darstellen und mit Gold überzogen werden. Oftmals wirken sie weniger wie ein Tempel, eher wie ein Palast, in dem Bittsteller ein und aus gehen oder Händler ihre Termine unter Aufsicht eines Priesters wahrnehmen.
Legendär sind die gut bewachten und gesicherten Schatzkammern dieser Tempel, die so manchem Dieb das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Allerdings ist es bisher keinem gelungen, in ein solches Gebäude einzudringen und sich an Emulars Schätzen zu laben.