destiny_kharadKharad, der Gott der Schmiedekunst, des Handwerks und des Wettkampfes, der kleinwüchsige Gott, der das Zwergenvolk nach seinem Vorbild erschaffen hat. Er lebt auf seiner Burg, hoch oben auf dem Gipfel des Berges Karandor und wacht von dort aus über seine Kinder.
Kharad verbirgt sein gutes, mitleidiges Herz oftmals hinter einer Fassade aus Grimmigkeit und Ernst. Er ist brummig und streng, perfektionistisch und zuweilen launenhaft.
Allerdings ist dies nur eine Facette seiner Persönlichkeit. Der Gott der Schmiedekunst ist einem sauberen Wettkampf niemals abgeneigt und besitzt eine spitzbübische Ader, die ihn Spaß daran haben lässt, diejenigen seiner Kinder, die sich allzu sehr selbst überschätzen, zu einem solchen herauszufordern, um sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen.
In seiner Burg fließt der Alkohol an manchen Abenden in Strömen und es hält sich das hartnäckige Gerücht unter den Zwergen, dass es dort einen Wasserfall aus Bier gibt, der in einen Teich hinab fließt und in dem der Gott zu baden beliebt. Wer in diesem Bierteich gebadet hat, soll angeblich für alle Zeiten trinken können, soviel er möchte, ohne jemals betrunken zu werden. Natürlich sind viele junge Zwerge und auch einige andere Vieltrinker wahrhaft besessen davon, diesen Wasserfall zu finden und darin ein ausgiebiges Bad zu nehmen.
Kharad hat der Welt die Schmiedekunst gebracht und er erfreut sich daran, wenn es eines seiner Kinder darin zu wahrer Meisterschaft bringt. Oftmals mischt er sich in Gestalt eines wandernden Schmiedes unter die Sterblichen, gibt sein Können an vielversprechende Wesen weiter und fungiert als Lehrer.
Kharad zeigt sich normalerweise in Zwergenform. Seine Haut ist bronzefarben und sein langes Haar besitzt einen tiefen, warmen Braunton, der sich auch in seinem Bart wiederfindet. Intelligenz und Weisheit leuchten aus bernsteinfarbenen Augen und weisen auf seine übernatürliche Natur hin.
Sehr oft trägt er ein spitzbübisches Grinsen auf den Lippen und er führt stets seine Streitaxt mit sich, auf der magische Runen eingeritzt worden sind und die Blitze ausstoßen kann, die sogar einen Berg in der Mitte zu spalten vermögen. Er kleidet sich wie ein einfacher Wanderer in schlichtes, braunes Leder, verbirgt sich gerne unter der Kapuze seines weiten Umhanges
Kharads Symbol ist eine Streitaxt, über deren Schneide ein silberner Blitz gezogen worden ist und die man oftmals aus Silber formt und in eine runde Holzscheibe einfasst. Ebenso wie seine eigene Streitaxt, vermag es dieses Symbol, einen kleinen, schmerzhaften Blitz auszustoßen, der denjenigen trifft, der seinem Träger Schaden zufügen möchte. Einige Priester des Schmiedegottes tragen anstelle eines einfachen Anhängers Waffen mit sich, die von diesem Zeichen geziert werden. Es muss nicht dazu gesagt werden, dass es nicht ratsam ist, diese ohne Erlaubnis zu berühren.
Man holt die Priesterschaft des Kharad oft herbei, wenn es darum geht, über den Ausgang eines Wettkampfes zu entscheiden und dessen korrekten Verlauf zu gewährleisten. Viele Handwerker fühlen sich dem Gott verbunden und so verwundert es nicht, dass auch viele seiner Priester ein Handwerk beherrschen und es ausüben. Oft ziehen sie über das Land und bieten ihre Dienste dort an, wo sie gebraucht werden. Andere fühlen sich in den Reihen eines Heeres heimisch oder sind nach dem Vorbild ihres Gottes als Lehrer tätig.
Sie sind nicht an einer bestimmten Art der Kleidung zu erkennen, bevorzugen es, sich schlicht und praktisch zu kleiden, ohne sonderlich aufzufallen. Allein das heilige Symbol ihres Gottes weist sie als Priester aus.
Die Tempel zu Kharads Ehren werden normalerweise aus dunklem Stein erbaut und sind mit Runensymbolen und Bildern des Gottes auf seinen Wanderschaften verziert. Es sind schlichte Hallen, in denen man ein einfaches Leben führt. Es gibt keinen unnötigen Prunk, keine große Prachtentfaltung. Dafür sind häufig Werkstätten in ihrem Inneren untergebracht und es ist selten still in ihrer Umgebung.
Viele Tempel des Kharad nehmen Schüler auf, um ihnen das Handwerk beizubringen, von dem die ansässigen Priester leben. Meist ist dies die Schmiedekunst, allerdings ist nahezu jeder Tempel auf eine bestimmte Art des Handwerks spezialisiert. Dies kann sogar die Braukunst sein, die häufig das beste Bier der ganzen Gegend hervorbringt.
Ohnehin spielt der Gerstensaft in der Religion des Kharad eine gewisse Rolle. Traditionell wird vor jedem Gottesdienst ein Krug Bier zur Stärkung gereicht, der zu Ehren des Gottes geleert wird.