Hauptstadt: Lysielle
Herrscher: Graf Eryan Fenomir

Seit noch nicht allzu langer Zeit ist Vakris eine eigenständige, wenn auch kleine Grafschaft. Zuvor hat dieser Landstrich zu Silvriar gehört. Dies änderte sich erst kurz nach der Zeit des Untergangs, als Graf Delornis Varaskar sein Land teilte, um das kleinere Stück in die Hände seiner geliebten Tochter Direine zu legen, während sein Sohn Talorean Silvriar erhielt.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Blut der Varaskar in Vakris immer schwächer, bis sie letztlich von den Fenomir ersetzt wurden. Bis zum heutigen Tage schmerzt dies die mächtigen Varaskar, die sich das Land nur zu gerne wieder einverleiben würden.
Vakris ist ein wenig rauer als das schöne Silvriar. Die Lage zwischen der Stammgrafschaft und Alizar zeigt sich auch in der Landschaft, die deutlich hügeliger ist. Der Schneekristall schlängelt sich durch die ganze Grafschaft und schenkt dem Gebiet Fruchtbarkeit. An seiner Mündung wird er von den smaragdfarbenen Weinbergen umgeben, in denen feinster Rotwein produziert wird. Viele Adelige Beleriars besitzen dort ein Weingut und nutzen die guten Lagen, um ihre feinen Tropfen herzustellen.
Ji San verleiht Vakris eine exotische Note, die sich auch optisch bemerkbar macht. Rund um diese Stadt leben viele Menschen, die die Züge des Volkes von Huan-Wei erkennen lassen.
In Vakris liebt man die Jagd. Edle Pferde und abgerichtete Jagdhunde sind hier geschätzt und man findet viele Züchter der edlen Tiere, die die Jagdgesellschaften versorgen. Das Haus Fenomir bevorzugt darüber hinaus die Falkenjagd und der Graf von Vakris besitzt viele außergewöhnliche Tiere, von denen eines, ein weißer, weiblicher Falke namens Deleia, sein liebstes ist. Er unterhält eine kleine, aber sehr erlesene Falkenzucht, die einen sehr guten Ruf ihr Eigen nennt.
Außerdem ist die Grafschaft ein beliebtes Ziel für Schatzsucher, denn es heißt, dass es im Kristallfluss den riesigen Schatz eines Drachen zu entdecken gibt. Hier und da schwemmt der Fluss zuweilen Juwelen oder Münzen an, die diese Gerüchte bekräftigen.
Die Bevölkerung dieses Landstriches ist in den ländlichen Gebieten bodenständig und fleißig. Inden Städten ist man jedoch sehr bemüht, zu demonstrieren, dass man Silvriar in nichts nachsteht. Der Bedarf an Luxusgütern ist groß. Das Interesse an der Mode ebenso. Und darunter verbirgt sich stets ein gewisser Drang, sich zu beweisen und sicherzustellen, dass man der größeren Grafschaft nicht unterlegen ist.
Das Volk von Vakris ist stolz und unnachgiebig, es duldet keine Beleidigung und lässt eine solche niemals unbeantwortet. Allerdings ist das Gefälle zwischen Arm und Reich wohl nirgends größer als in dieser Grafschaft.