Hauptstadt: Azad Karûn
Herrscher: König Thurbas Streithammer

Wenn Alizar für eines bekannt ist, dann ist dies die Bodenständigkeit der hier ansässigen Bevölkerung, gleichsam jedoch auch ihre unübertroffene Sturheit. Jahrhunderte der zwergischen Herrschaft und ihres Einflusses haben deutliche Spuren hinterlassen. Und so kann man hier wenig mit Prunk und Eitelkeit anfangen, bevorzugt ein schlichteres Leben und sieht auf die dekadenten, leichtlebigen Nachbarn aus Silvriar und Vakris hinab.
Wer in Alizar aufwächst, besitzt klare Wertvorstellungen und einen Hang zu Traditionen. Man schätzt ehrliche Arbeit und deren Resultate, lässt sich niemals von Gold oder Juwelen und einem großen Auftritt blenden.
Ein Alizarer ist geradlinig und direkt, hat für Blender und Lügner wenig übrig. Der Rest Beleriars interpretiert dies natürlich eine wenig anders, hält die Alizarer für altmodisch, verschlossen und wenig freundlich. Schließlich mag man hier keine Fremden um sich herum und ist überaus misstrauisch, bis der Wert eines Individuums bewiesen ist.
Die Landschaft dieser Region ist von einer rauen, wilden Schönheit. Sie ist hügelig und grün, von eisigen Gebirgsbächen mit klarem Wasser durchzogen, die ihren Ursprung in den Wolkenspitzen nehmen.
Die Weinberge rund um Vintar sind ein malerischer Anblick und produzieren außergewöhnlich gute Tropfen. Ohnehin ist Alizar für seine alkoholischen Kreationen beliebt. Man brennt köstliche Schnäpse, fertigt raffinierte Liköre und braut gutes Bier.
Diese Getränke werden gerne während der vielzähligen Geselligkeiten und Wettkämpfe konsumiert, die sich durch den ganzen Jahreslauf ziehen. Untereinander sind die Alizarer überaus gesellig, feiern gerne, oft und sehr ausgedehnt, besitzen eine Vielzahl von Traditionen, die mit Eifer begangen werden.
Man liebt es, sich miteinander auf sportlichem Gebiet zu messen und überschüssige Energien in einem gerechten Wettstreit abzubauen. In manchen Gegenden hat dies skurrile Blüten getrieben und man begeht sehr ungewöhnliche Festtage, bei denen die Bevölkerung in exotisch anmutenden Wettkämpfen gegeneinander antritt.
Manchmal ringen sogar komplette Dörfer miteinander um die Krone des Besten. Zu anderen Zeiten sucht ein Vater auch nur die beste Partie für seine Tochter und unterzieht die Bewerber einer genauen Prüfung. Die Alizarer sind in dieser Hinsicht findig und kreativ. Für viele ist es ein amüsantes Spiel, andere auf die Probe zu stellen oder auf den Ausgang einer Auseinandersetzung zu wetten.
In der Nähe der Wolkenspitzen wird Bergbau betrieben. Überaus schöne Metallarbeiten und gute Waffen sind in den umliegenden Städten und Dörfern zu erwerben und wer meint, dass die flachen Bereiche Alizars von starrsinnigen Individuen bevölkert werden, wird dort eines Besseren belehrt. Es dauert viele Generationen lang, bis eine Familie aus einem anderen Teil Beleriars in den Gebirgsregionen auch nur ansatzweise akzeptiert wird und ein gewisser Makel bleibt stets bestehen.
In Alizar züchtet man die wohl besten und edelsten Pferde Beleriars. Diese Tiere erzielen hohe Preise, insbesondere dann, wenn sie einen Sieg bei einem der Pferderennen verzeichnen können, die in einigen Städten Alizars veranstaltet werden und sich dabei durch das ganze Stadtgebiet ziehen. Solche Spektakel locken viele kaufwillige Fremde in die Region und ein Sieg ist ein sicherer Weg für eine Züchterfamilie oder einen geschickten Reiter, um zu Ruhm und Ehre zu gelangen.