Hauptstadt: Essyr
Herrscher: Graf Tamir Dalsir

Yarsai, die geteilte Grafschaft. Ein großer Teil dieses Gebiets wird vom Wald von Arvonar eingenommen und obliegt der Herrschaft von Königin Sheelai Sommerwind. Dies ist eine Tatsache, die dem jetzigen Grafen Tamir Dalsir keineswegs gefällt und zu vielerlei Spannungen zwischen den Parteien führt.
Der Graf von Yarsai kann niemals allein über die Geschicke seiner Grafschaft entscheiden. Stets mischen sich die Tua’Tanai in die Belange Yarsais, sobald ihre Interessen nicht ausreichend gewahrt werden und der Graf hegt einen stillen Groll gegen den Fürsten von Beleriar, der diesen Zustand duldet und den Tua’Tanai für seinen Geschmack zu viele Rechte einräumt.
Das nördlich gelegene Yarsai ist ein grüner Landstrich mit weitläufigen Wiesenflächen und felsigen Gebieten. Es ist vergleichsweise windig und kühl, das Wetter neigt dazu, regnerisch zu sein und Nebel ist keine Seltenheit.
In den ländlichen Bereichen widmet man sich lieber der Viehzucht, als dem kargen Land eine spärliche Ernte abzutrotzen. Dies weist bereits auf eine besondere Eigenschaft der Bewohner dieser Grafschaft hin, denn die Bevölkerung Yarsais ist pragmatisch und nüchtern, anpassungsfähig und neigt nicht dazu, nach den Sternen zu greifen.
In den Städten ist man fortschrittlich und sehr stark an neuen Erfindungen interessiert, die das Leben erleichtern. Magier dagegen sind nicht gern gesehen. In Yarsai reagiert man mit Misstrauen auf Individuen, die die Sinne eines anderen Wesens verwirren können. Man verlässt sich lieber auf das, was die eigenen Augen zu sehen vermögen und lehnt jegliche Art von Hokuspokus ab. Dies hat dazu geführt, dass sich viele Gnome in dieser Gegend angesiedelt haben, wo man ihre Errungenschaften zu schätzen weiß. Entsprechend gibt es hier einige erstaunliche Entwicklungen, die Fremde in diesen Teil Beleriars locken, und die voller Stolz in der Hauptstadt Essyr vorgestellt werden.
Dies geschieht normalerweise im Rahmen des Tedoris Festes, das zu Ehren des großen Gnomengelehrten veranstaltet wird, der die Stadt am Silberfluss sein Heim genannt hat. Tedoris gilt als Schutzpatron der Erfinder, eines jener genialen Individuen, die der Gott Aranus aufgrund großer Errungenschaften in seine Bibliothek geholt hat.
Einzigartig auf ganz Beleriar ist ein Gesetz, das von jedem Magier verlangt, bei der Einreise zu melden, dass er der Magie kundig ist. Gleiches gilt für Zaubersänger, die man innerhalb der Grenzen der Grafschaft keineswegs begrüßt. Ein solcher kann sich gewiss sein, dass er keine guten Geschäfte verzeichnen wird.
Magiekundige werden mit einem Armband versehen, das auf den ersten Blick preisgibt, dass es sich um einen solchen handelt. Dieses Armband hemmt den Fluss der magischen Energien und hindert einen Magier effektiv daran, seine Kräfte zu gebrauchen. Natürlich gefällt dieser Umstand keinem Zauberkundigen. Gibt man sich aber nicht als der Magie mächtig zu erkennen und wird als Magier entlarvt, sind hohe Strafen zu erwarten.
Zaubern darf zudem nur, wer eine offizielle Lizenz dazu besitzt. Dabei handelt es sich meist um Magier, die auf irgendeine Weise ein Amt in Yarsai bekleiden oder für ihre Dienste angeheuert und bezahlt werden. Eine solche Lizenz muss bei dem zuständigen Amt für Magie in der jeweils nächstgrößeren Stadt beantragt werden, das die Magier in Yarsai überwacht.
Die Wurzeln all dessen gehen auf die Zeit des Deron Arieth zurück, als eine Gruppe mächtiger Magier die Gedanken und Taten vieler wichtiger Persönlichkeiten Yarsais kontrolliert hat. Der resultierende Schaden für die Grafschaft war beträchtlich und schmerzhaft. Seither ist ein solches Vergehen im höchsten Maße verpönt und man versucht sicherzustellen, dass sich ein Geschehnis dieser Art niemals wiederholen kann.