Hauptstadt: Corandir
Herrscher: Graf Chaylen Asomar

Die am Rande des Waldes von Arvonar gelegene Grafschaft Valandor ist wohl das Gebiet Beleriars, das am stärksten von elfischen Einflüssen geprägt ist. Dies ist einerseits der Nähe zu Ni’farea geschuldet, rührt allerdings auch daher, dass viele Elfen, die sich nicht hinter die Nebelgrenze zurückgezogen haben, noch immer in dieser Region leben.
So finden sich in Valandor viele Bauwerke, die deutlich von der elfischen Baukunst geprägt sind, viele Bräuche und Traditionen, die man vom Elfenvolk übernommen hat. Es gibt einige elfische Feste, die hier gefeiert werden und die sich das Volk der Grafschaft zu eigen gemacht hat.
Allerdings waren die Elfen nicht das einzig prägende Volk, das auf diese Region eingewirkt hat. In früherer Zeit war Valandor das Zentrum des Faereiches, das einst auf Beleriar existiert hat und so kann man vielerlei Überbleibsel ihrer Herrschaft in dieser Grafschaft finden. Es gibt rätselhafte Monumente, Ruinen einst prachtvoller Städte und viele weitere Hinterlassenschaften, die Valandor zu einem Ort machen, der ebenso zauberhaft wie auch gefährlich sein kann.
Die Bevölkerung dieser Grafschaft ist deutlich naturverbundener als die Bewohner anderer Gebiete der Insel. Man ist mit den Abläufen der Natur in Einklang, weniger an Fortschritt und neuen Erfindungen interessiert, dafür jedoch den Strömen der Magie verbunden, die man in diesem Gebiet stärker zu spüren vermag als anderenorts.
Valandor ist ein in höchstem Maße magischer Platz, der seit jeher Magiekundige angezogen hat und in dem es viele seltsame Phänomene zu entdecken gibt. So wechselt das Wetter hier stärker und schneller als im Rest Beleriars und es gibt mehr Individuen, die mit einer elementaren Berührung oder einem magischen Muster geboren werden.
Eine Vielzahl verschiedener Völker nennt Valandor ihr Zuhause. Die Nähe zur Natur hat viele Nymphen und Satyrn in dieser Grafschaft heimisch werden lassen und nach wie vor gibt es elfische Siedlungen, die im Laufe der Zeit auch andere Völker aufgenommen haben, um mit diesem gemeinsam zu leben.
In den ländlichen Gebieten lebt man häufig von diversen Holzarbeiten. Edle Möbel mit feinen Schnitzereien werden hergestellt und finden viele begeisterte Abnehmer. Zudem stammen viele namhafte Heiler und Kräuterkundige aus Valandor oder sind dort ausgebildet worden.
Man liebt Musik und Tanz, verehrt Zaubersänger und ihre Künste, hält Barden in hohen Ehren. Die Bevölkerung gilt als leichtlebig, vielleicht etwas zu freizügig und feinsinnig, weniger ernsthaft oder an Profit interessiert. Es ist ein angenehmer, schöner, blühender Flecken mit einer abwechslungsreichen Landschaft und gastfreundlichen Dörfchen, nur wenigen Städten, die keineswegs groß zu nennen sind.
Der Rest Beleriars empfindet die Bevölkerung der Waldgrafschaft oftmals als zügellos, manchmal sogar als hinterwäldlerisch. Es mag eine Spur von Neid in diesem Denken enthalten sein, wirkt Valandor doch so überaus harmonisch und hält die persönliche Freiheit für eines der wichtigsten Elemente im Leben jedes Individuums.
Trotzdem ist Valandor nicht frei von Rivalitäten. So neidet Baron Elovis von Danmea es dem Grafen Chaylen Asomar, die Macht über die Grafschaft zu besitzen und spinnt vielerlei Intrigen, um diesen zu entehren und selbst seinen Platz einzunehmen. Elovis, in dessen Adern elfisches Blut fließt, kann sich nur schwerlich damit abfinden, dass er von einem Satyrn ohne edle Abstammung verdrängt worden ist und dass seine schöne Stadt nicht die Hauptstadt von Valandor ist.