Kein Reich unter den Wellen des Sternenmeeres könnte jemals fantastischer sein als Zesshin Doraz, das Reich der Yassalar. Es ist ein grausamer und gefährlicher Ort, aber trotzdem steckt er voller Schönheit. Beinahe unglaublich ist es, dass seine Bewohner ein solch dunkles Herz besitzen sollen, wenn man die Wunder ihrer Baukunst erblickt.
Zesshin Doraz wird von der Hohepriesterin Ashiana regiert, die ihr Volk mit ihrem angeborenen Charme und ihren vielfachen Talenten zu immer größeren Taten und Eroberungen führt. Oft täuscht Ashiana ihre Feinde und wiegt sie in Sicherheit, bevor die grausame Königin der Yassalar schließlich zuschlägt und ihrem Reich wieder neues Land hinzufügt. Sie ist der Kopf hinter den gefürchteten Taten der Yassalar, die Stimme Zi’llails, der ein ganzes Volk zu Füßen liegt.
Zesshin Doraz besteht aus einer Vielzahl von Städten und Siedlungen, die sich rund um die Hauptstadt Zarasshin aufreihen, und zu denen mittlerweile einige Siedlungen anderer Meeresvölker gehören, die erobert worden sind.
Das Grundgebiet der Yassalar, das einst vergleichsweise klein gewesen sein muss, erkennt man an ihrem einzigartigen Baustil. Die Städte, die dem Reich durch Eroberungen angefügt worden sind, stechen deutlich davon ab und lassen häufig noch die Hand derer erkennen, die sie einst errichtet haben. Aus Zesshin Doraz ist heute ein riesiges Reich gewordenen, das allein von dem Korallenreich der Tritonen übertroffen wird.
Es verfügt über starke Verteidigungsanlagen, die das Reich der Yassalar vor ihren Feinden schützen und so sind an seinen Grenzen in regelmäßigen Abständen große, miteinander auf magische Weise verbundene Wachtürme aufgestellt, die es nach außen abriegeln und die von perfekt ausgebildeten Soldaten und Magiern besetzt werden.
Die Yassalar bewahren, was sie sich erobert haben. Ihre Gier nach Macht ist so unendlich wie ihr Hass auf die Meereselfen, nach deren Lebensraum sie trachten und so ist gewiss, dass Zesshin Doraz immer weiterwachsen wird, wenn man ihnen keinen Einhalt gebietet.

Zarasshin

Die sagenhafte Stadt Zarasshin, Schauplatz unendlicher Geschichten über grausame Taten, aber auch über tapfere Helden, die für Gerechtigkeit und Frieden gekämpft haben, ob sie letztlich überlebten, um davon zu berichten oder auch nicht.
Schon von Weitem sichtbar recken sich die saphirblau glühenden Türme der Yassalar Hauptstadt empor. Ihre Höhe erscheint beinahe unglaublich. Es ist ein Rätsel, wie sie so filigran und doch so stark sein können, dass sie sich allen Angriffen widersetzen.
Die Yassalar nutzen ihre starke Magie, um ihre Architektur zu vervollkommnen. Sie stärken sie mit ihrer Zauberkraft und erschaffen damit Wunder, die unmöglich scheinen. Spinnwebenartige Röhren aus dem glühenden, blauen Material, das Zarasshin dominiert, verbindet die Bauwerke miteinander und schaffen geschlossene Überwege von einem Gebäude in das nächste. Sie verwandeln Zarasshin in ein wahres Netz aus transparenten Gängen, das komplizierte Muster bildet, die für einen Fremden nur schwer zu durchschauen sind. Sie erinnern an Straßen, wo keine Straßen notwendig sind, erlauben es aber, zu überwachen, wer sich innerhalb ihrer Grenzen bewegt.
Die Röhren münden in runde Eingänge oder vereinen sich an Plätzen, sich unter glasartigen Kuppeln ausbreiten. Dort findet das öffentliche Leben statt, das aber nur jenen offensteht, die sich innerhalb der Grenzen der Stadt bewegen dürfen. Die Yassalar kontrollieren genau, wer in ihrem Lebensraum kommt und geht. Es ist das natürliche Verhalten eines Volkes, das nur zu gut weiß, dass man ihm keine Freundschaft entgegenbringt.
Zwar verfügen ihre Bauwerke über bogenförmige Fenster, doch diese werden von dem gleichen glasartigen Material verschlossen, das auch für den Bau der Kuppelplätze Verwendung findet. Man kann sie nur von innen öffnen, wenn man die komplexen magischen Gesten beherrscht, die den Zutritt zu einem speziellen Gebäude erlauben und die für gewöhnlich nicht allgemein bekannt sind.
An jedem Morgen ertönt ein lang gezogener Ton, der in Schallwellen durch die Stadt dringt. Wenn er verklungen ist, öffnet auf einer Empore inmitten des Zi’llail Tempels eine große Muschel und die Hohepriesterin Ashiana kommt darin zum Vorschein, sitzt gleich einer schwarzen Perle mit ihren langen Beinen auf dem prachtvollen Muschelthron der Yassalar und lässt die Augen über ihre Stadt schweifen. Zu dieser Zeit können sich die Yassalar auf dem großzügigen Platz vor dem Tempel versammeln, um Gesuche und Beschweren an die Herrin von Zarasshin zu richten oder um ihren Segen zu bitten.
Der Tempel ist das wohl größte Bauwerk der Stadt und wird von einer geschlossenen Kuppel umgeben, die von seinen Türmen durchbrochen wird. Alle Wege Zarasshins führen auf die eine oder andere Weise an diesen Ort, dessen Eingänge so stark bewacht werden wie kein anderer Flecken der Stadt. Nichts strahlt ein solch helles Licht aus wie der Tempel mit den acht Türmen, die in einem Kreis um die Empore mit dem Muschelthron angeordnet sind, der im Zentrum des großen, freien Platzes steht, auf dem Ashiana Hof hält.
Natürlich lebt Ashiana nicht in diesem Gebäude. Sie residiert in ihrem eigenen Palast, nicht weit von dem Tempel entfernt. Hier lebt sie umgeben von ihren männlichen Sklaven, die ihr auf Schritt und Tritt folgen und ihrer wunderschönen Herrin ihre Bewunderung zollen. Stets sind auch ihre beiden Leibdienerinnen und Vertrauten anwesend, die ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen.
Aber auch andere Orte der Stadt verdienen eine Erwähnung, seien es der Marktplatz, auf dem die Stände in einer Spirale, die einer Seeschnecke gleicht, angeordnet sind und auf dem das Handelsleben der Yassalar stattfindet oder auch der fantastische Festplatz, der hoch über der Stadt zu schweben scheint, nur von den Röhren gehalten, die zu ihm hinführen.
Zarasshin verfügt über einige Unterwasserparks und Gärten, die im Freien, außerhalb der Stadtstrukturen angelegt worden sind. Man sollte jedoch niemals zu unvorsichtig über ihre Wege wandeln, denn die Yassalar ziehen mit Vorliebe farbenprächtige, aber ebenso giftige Pflanzen, die sie zum Mischen ihrer Gifte benutzen.