thurbasThurbas Streithammer, hoher König aller Zwerge, ist ein gemeinhin gut gelaunter und für einen Zwergen recht offener Geselle, der einen großen Wert darauf legt, stets bestens über alles informiert zu sein, was sein Volk betreffen könnte.
Der König steht seinen Untertanen sehr nah und liebt nichts mehr als ein abendliches Bierchen im Gasthaus zum Maulwurf in Azad Karûn. Ob dies jedoch eher an der Wirtin, Tarindara Feueraxt, oder an dem guten Bier liegt, ist hierbei die Frage, die offen bleibt.
Thurbas ist ein attraktiver Zwergenmann mit stahlblauen Augen, der einen gepflegten, schwarzen Bart und ebenso schwarzes Lockenhaar sein Eigen nennt. Er ist bisher noch unverheiratet, was sich jedoch bald ändern könnte. Schließlich verlangt sein Volk nach einem kräftigen Nachkommen, der den Zwergenthron nach ihm besteigen kann. Bisher hat sich der Zwerg dagegen gewehrt, eine eigene Familie zu gründen, doch es ist gewiss, dass er nicht mehr allzu lange damit warten kann. Bevor der König den Thron seines Reiches beansprucht hat, war er selbst ein sehr guter Schmied. Er begibt sich aber nur noch eher selten an sein Handwerk und reist dafür lieber über die Insel, um sich selbst ein Bild von der Lage außerhalb seiner Hallen machen zu können. Dies wird von Nichtzwergen für gewöhnlich mit argwöhnischen Blicken quittiert, denn seit wann mögen es Zwerge zu reisen? Doch Thurbas gibt nicht viel auf die Meinung anderer und ist bei allen herrschenden Häusern und in den auswärtigen Tavernen ein oft und zumeist sehr gerne gesehener Gast. Der Zwergenkönig ist für seine Großzügigkeit bekannt und beliebt und man weiß, dass er kaum jemandem einen Wunsch abschlagen kann, der unverschuldet in Not geraten ist. Wenn es sich allerdings um einen Betrüger handelt, sollte dieser besser vorsichtig sein, denn der König weiß mit seinem magischen Streithammer, den er scherzhaft Tarindara nennt, umzugehen. Es gibt selten einen Gegner, den er fürchten muss.
Man kann in Thurbas Streithammer einen bescheiden gebliebenen, gerechten, aber auch zuweilen harten König sehen, der alles zum Schutze seines geliebten Volkes tun würde. Schließlich entstammt er seinen Reihen und hat seine Position erst kurz nach dem Untergang Beleriars erlangt, als es notwendig war, dem Zwergenvolk nach dem Tode seines Königs eine neue Richtung zu weisen. Allerdings ist dies ein zweischneidiges Schwert. So mancher neigt dazu, Thurbas nicht ernst zu nehmen. Er entstammt weder einer alten Zwergendynastie noch hat er sich als großer Kriegsherr erwiesen. Er war seinerzeit schlicht und einfach die beste Wahl, derjenige, der sich nicht davor gescheut hat, eine solche Aufgabe wie die Führung eines Volkes zu übernehmen.
Auch seine Offenheit ist nicht immer hilfreich. Thurbas steht zu sehr für Veränderung und Fortschritt, zu wenig für die Tradition, auf die das Zwergenvolk einen solchen Wert legt.