Wohin der Wind uns weht...

  • während Boreas sprach hatte er Keona erneut beobachtet, sie wirkte zwar etwas lockerer als am Morgen doch irgendwie hatte er nach wie vor das Gefühl, dass eine gewisse Unruhe und Unsicherheit Ausstrahlte. Doch zumindest schien sie das von Darik entweder nicht gehört zu haben oder sie ignorierte es gekonnt. Sie hatte die Zeit des Aufladens auch genutzt um ihre Haare die sie bis jetzt offen getragen hatte, wieder zu schön geschmückten Zöpfen zu flechten in die nun ähnlich wie bei ihm Federn, Schmuck und Bänder eingeflochten waren. Er schauderte für einen Moment als er sie vor seinem inneren Auge schon rücklings von der Reling fallen sah, doch sie schaffte es sich zu fangen und dabei sogar noch so zu wirken als ob sie nicht gerade das Gleichgewicht für einen kurzen Moment eingebüßt hätte.

    Als sie ihren Vorschlag zu helfen machte und auf ihn zu kam kratzte sich Boreas am Kopf und verschob so ein wenig sein Stirnband. "Nun es würde schon schneller gehen, falls ihr es eilig habt von hier weg zu kommen, allerdings braucht ihr euch keinesfalls gezwungen zu sehen mir zu helfen, schließlich seit ihr Gast hier an Bord und wenn überhaupt war abgemacht das ihr mittels eurer Windmagie ein wenig helft sollten uns die Lufströme nicht gewogen sein." Dann zuckte er mit den Schultern, zog sein Stirnband erneut zu recht und schenkte ihr ein freundliches Lächeln. "Ihr könntet mir die Dinge hinabreichen dann müsste ich nicht immer bis an Deck laufen und wäre deutlich schneller, aber wenn es euch zu viel wird mit nur einem Arm, dann sagt es mir, so viel ist es dann auch wieder nicht und ich bin das be- und abladen ja gewohnt." Damit schnappte sich Boreas auch gleich mal wieder ein Bündel Stoffe.

    Das Meer sei uns Zeuge, kein Mensch wird uns beugen
    Erhobenen Hauptes, gehn wir bis zum Schluss
    In Freiheit geboren und keinem Verschworen
    Als unserer Mannschaft, ein jeder von uns


    Boreas Charakterdaten

  • Der Hafen füllte sich nun langsam wieder mit Menschen, vor allem Matrosen die zuvor angelegt hatten und nun bestrebt waren ihre Heuer in einem Gasthaus zu versaufen oder sie in den kleinen Nebenstraßen zu verwetten. Die Geräuschkulisse schwoll nun zur nachmittäglichen Zeit an nun da die letzten Händler den Markt zu räumen schienen und sich mit mehr oder weniger vollen Geldbeutel auf ihren Weg nach Hause machten. Keona hielt sich nun ein wenig von der Reling fern, um diese Zeit liefen vermehrt Wachen durch die Stadt und sie wollte nicht unbedingt riskieren sich ihnen oder einem Adeligen zu zeigen der sie hätte nun doch noch anschwärzen können.
    Boreas richtete sein schief sitzendes Stirnband wieder gerade als er ihr einen Kompromiss anbot. Es war ihr ohnehin lieber wenn sie nicht ständig die Engen stufen in den Schiffbauch gehen musste. Ein wenig helfen können ist besser als nichts, dachte Keona und erwiederte sein lächeln dankbar.


    "Ich tue was ich kann außerdem bin ich euch etwas schuldig." antwortete sie und strich sich verlegen durch das schwarz glänzende Haar wodurch sich ungewollt eine Strähne löste. Keona folgte Boreas Beispiel und klemmte sich einen verschnürten Bund unter den rechten Arm und stand nun hinter ihm. "Eure Wolkentänzer ist ein wirklich sehr schönes Schiff. Um so größer ist mein Bedauern, dass sie unseretwegen Schaden erlitten hat. " Keonas Stimme klang belegt. " Ipati ist gelegentlich .. nunja .. nennen wir es mal unberechenbar." Keona hatte Angst Boreas würde Ipati für eine Tickende Zeitbombe halten und fügte rasch hinzu " Aber ich glaube nicht das sie etwas tun wird solange wir auf eurem Schiff sind, sie scheint euch zu mögen." Ein schelmisches Grinsen lag auf ihrem Gesicht.

    Weiter zog der Wind in Eile,
    denn es rief die Ferne ihn
    Weiter zog der Wind in Eile
    und das Mädchen folgte ihm
    Wie die Jahre so vergingen
    Wuchs die Freundschaft mit dem Kind
    Und so zogen sie gemeinsam,
    das Mädchen und der Wind

  • Gemeinsam ging es dann doch deutlich schneller. Während Keona ihm immer wieder ein Bündel hinabreichte und Boreas eines nach dem anderen verstaute, wirkte auch Keona gesprächiger und offener. Ja es schien regelrecht so als ob sie mit jedem Bündel, das sie näher an die Abfahrt brachte, an Last verlor und dass was sie schon seit er sie getroffen hatte immer mehr von ihr abzufallen schien. "Ach wie gesagt, vergesst das mit der Schuld, spätestens jetzt arbeitet ihr sie ab, auch wenn ich der Meinung bin das eure Verletzung weit schlimmer ist als die der Wolkentänzer, ihr habt es ihr sozusagen gleich getan mit den Schrammen beim ersten kennenlernen." Während sie über Ipati sprach ließ er seinen Blick schweifen konnte sie aber von hier unten nicht entdecken. "Nun ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht den Grund warum sie das getan hat, aber mir erschien es so als ob es nicht aus Boshaftigkeit geschah." Er genoss das Gespräch und vorallem, Gesellschaft zu haben, die Fahrt hier her ganz alleine auf dem Schiff war sehr seltsam gewesen, schließlich war er es eigentlich gewohnt seine gesamte Familie und zusätzlich noch etwaige weitere Crewmitglieder um sich zu haben solange er auf dem Schiff seines Vaters mitgefahren war.


    Sie hatten gerade das letzte Bündel verstaut, da kam Boreas zurück an Deck und lächelte. "Ihr hattet recht zu zweit geht es deutlich schneller. So dann gebe ich euch jetzt die richtige Führung ehe wir ablegen." Damit deutete er auf die Kapitänskajüte und schritt auch schon voran darauf zu. Doch kaum hatte er die Tür geöffnet und Keona eintreten lassen, als er einen seltsamen Aufruhr am Hafen warnahm. Ein Blick zeigte ihm eine große Gruppe an Stadtwachen begleitet von einem, wie Boreas der Kleidung nach vermutete, Adligen, die sich ihren Weg über durch die immer noch sehr belebten Hafengassen zu bahnen versuchten, was jedoch trotz ihrer offensichtlichen Ausstrahlung bei den ganzen rauen Seemännern gar nicht so einfach war. Was Boreas jedoch weit mehr beunruhigte war, dass mehrere der Wachen und auch der Adlige immer wieder hier in seine Richtung zeigten... Zumindest in Richtung der Wolkentänzer. Natürlich könnte auch ein Schiff davor oder dahinter gemeint sein, aber Boreas wurde das Gefühl nicht los das er gemeint war. Die Wachen waren noch ein Stück weg, aber lange würden sie nicht mehr benötigen um hier zu sein und Zeit zum verschwinden ohne entdeckt zu werden bliebe wohl kaum mehr. Da Keona sich bereits in der Kajüte befand konnte sie nicht sehen was sich am Hafen zusammenbraute. "Müsst ihr die Stadt womöglich aus einem bestimmten Grund so schnell verlassen? Normalerweise würde ich das nicht sonderlich hinterfragen da jeder seine Geheimnisse hat, aber ich fürchte eine Garnison der Stadtwache in Begleitung eines eurer Adligen ist hierher unterwegs, gibt es also etwas das ich wissen sollte?"

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    Boreas Charakterdaten

  • Bündel für Bündel wanderte nun in den Schiffsbauch, Keonas Anspannung sank wie der Haufen an Deck. Boreas hatte etwas beruhigendes und seine unbeschwerte Art färbte auf sie ab. Sogar soweit das sie lachen konnte und ein wenig offener ihm Gegenüber wurde. Die letzte Ware wurde verstaut und Keonas Herz machte einen Kleinen hüpfer als er sie anlächelte und sich offensichtlich über die gewonnene Zeit freute. Keona nahm ihren Rucksack im vorbei gehen, als Boreas ihr eine erneute Führung anbot. Der stolze Windschiffskapitän öffnete nun mit einer ausladenden Armbewegung seine hölzerne Kajütentür und ließ ihr den Vortritt. Die größe der Kapitänskajüte war schon deutlich angenehmer für Keona sie war viel größer als die Manschaftskajüten unter Deck.

    Neugierig lächelnd wartete sie darauf das Boreas ihr etwas zu seinem Zimmer erzählte doch als er so plötzlich und ohne irgendeine Ankündigung auf ihre Hintergründe zu sprechen kam. Drehte sich Keona zu ihm um. Ein unberuhigtes Stirnrunzeln lag auf seiner Stirn.Sie fiel in ein tiefes Loch, Ihr lief es Eiskalt den Rücken runter und panik wallte ihn ihr auf. " Ehm... Stadtwachen?" ein zittern lag auf ihren Lippen und ihre Knie wurden so weich das sie Angst hatte sie würden jeden Moment einknicken. " und ein Adliger sagtet ihr?" Ihr Gesicht wurde kalkweiss als sie zwei kleine Schritte Rückwerts ging. Man ließ nach ihr suchen, schoss es Keona schlagartig durch den Kopf. Woher wussten sie wo sie war? und wenn Boreas sie von seinem Platz vor der Türe sehen konnte, Blieb ihr nicht viel zeit.


    "Ich,... ehm... " stammelte sie und versuchte die richtigen Worte zu finden. " Es ist gut möglich,dass.." sie brach im Satz ab und Ihr wurde schlecht. Sie konnte nicht fliehen. Weder über den Steg noch durch die Luft, die Wachen würden sie sehen. Gerade wenn sie von einem Adeligen geführt werden ist es absolut sicher das er sie enttarnte. Ihr würde der Prozess gemacht werden und mit ihr auch ihrer Familie. Bei solchen Vorfällen werden alle für das Verhalten einer bestraft, der Adel würde dafür nur zu gerne Sorgen .Es war keine Zeit für Ausreden mehr, sie strich sich in einer Bewegung mit der Hand über die Wange und verweilte auf ihren Lippen " Ich befürchte, sie kommen meinetwegen." gab Keona auf den Boden blickend zu und versuchte stammelnd ihre Situation kurz zusammen zu fassen. "Ich konnte nicht verhindern das sich eine junge Syreniae, sie stand unter meiner Obhut.. nunja sie hat sich schwer verletzt." Keona blickte auf und versuchte seinen Gesichtsausdruck zu deuten. " Ich hatte Angst ihr würdet mich nicht mitnehmen wenn ich es euch sage oder gar die Wachen rufen lassen, ",sagte Keona rasch " aber ich musste schnell aus der Stadt sonst würden sie mir und meiner ganzen Familie den Prozess machen. " Die Sätze hingen Schwer in der Luft. Die Stimme klang zuerst wie ein verzweifelter Hilferuf doch ihr Verstand sagte ihr sie konnte nicht entkommen die Syreniaer Wachen würden sich nicht mit Worten abspeißen lassen. " Sie werden das ganze Schiff nach mir durchsuchen, selbst wenn ich versuche mich bei euch zu verstecken, kommt auch ihr vor Gericht weil ihr mir geholfen haben könntet. Ich kann es euch also nicht verübeln, solltet ihr mich ausliefern wollen." Ihr Blick nahm einen emotionslosen ausdruck an, so wie ihre Mutter es ihr gelehrt hatte. Es gab keinen Ausweg.

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  • Eigentlich hatte er vorgehabt Keona die Kapitänskajüte zu zeigen, immerhin war es sein ganzer stolz vom Schiff als ganzes mal abgesehen, hatte er sich hier sein eigenes Reich geschaffen. Sein bequemes großes Bett das sich rechts vom Eingang befand und das mit vielen bequemen Kissen ausgestattet und mit feinen Stoffen bezogen worden war. Links vom Eingang hinter der Türe befindet sich sein Schreibtisch, meistens nicht sehr ordentlich, auf dem sich sowohl sein Logbuch als auch sein Warenbuch, befindet. In dem direkt daran anschließenden Regal befinden sich mehrere Bücher sowohl über die Seefahrt, als auch einige Abenteuerbücher über Seefahrer. Zusammengerollt findet man mehrere Zeitungsartikel über die Windfalken. In der Mitte des Raums eingelassen befindet sich ein Podest auf dessen oberen Ende eine Kuppel zu sehen ist und wer hingeht findet darin eine Liebevolle wenn auch nicht hunderprozentig akkurate Nachbildung von Beleria von oben. Für korrekte Navigation mag sie vermutlich nicht geeignet sein.


    Dennoch war jetzt einfach nicht die Zeit dafür. Er seufzte kurz als er ihre Ausführung hörte. "Ich verstehe eure Beweggründe warum ihr es mir nicht gleich sagen wolltet, dennoch hättet ihr vielleicht gut daran getan mich dennoch schon früher einzuweihen, dann hätte ich die Abreise vermutlich vorverlegt." Er überlegte kurz. "Nun jetzt ist es nicht mehr zu ändern, die genauen Details könnt ihr mir später erklären..." Damit trat er ebenfalls in die Kapitänskajüte ein und ging an Keona vorbei bis zum anderen Ende des Raumes und deutete ihr. "Schnell kommt her.. Ich hoffe Ipati verhält sich ruhig." Sagte er mehr zu sich selbst als zu Keona und hob den versteckten Lukeneingang hoch, der mit bloßem Auge kaum zu erkennen war und mit dem restlichen Teppich der im hinteren Teil des Raumes verlegt worden war, verschmolz. Er deutete Keona hinab zu steigen. Eigentlich war dieser kleine Raum dafür ausgelegt worden um nicht ganz so legale Waren zu schmuggeln und deßhalb weder bequem noch sonderlich groß, doch für kurze Zeit müsste selbst Keona dort verweilen können. Dann sah er ihr wieder ins Gesicht und konnte ihren emotionslosen und resignierenden Blick sehen. "Hört auf so zu schauen." sagte er dann aufmunternd. "Ich verrate euch schon nicht, ihr habt bei mir für eine Überfahrt angesucht und ich habe zugestimmt, also gilt dieser Vertrag auch." Dann nahm sein Blick einen undefinierbaren Ausdruck an. "Davon abgesehen helfe ich um einiges lieber euch, als dem Adel dabei ihre Macht zu zeigen und zu demonstrieren wie wenig Wert sie auf unsereins legen..."


    Damit deutete er mit einer Geste erneut an das sie hinunter klettern sollte. Er hatte zuvor gzögert als er ihre Geschichte gehört hatte, da es um ein Kind ging, dennoch bezweifelte er das Keona wirklich etwas dafür konnte... Letzlich hätte ihn spätestens ihre Angsterfüllte Reaktion davon überzeugt ihr zu helfen. Er könnte es unmöglich mit seinem Gewissen vereinbaren, sie auszuliefern und dann einfach so Segel zu setzen..

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  • Es schien eine Ewigkeit zu dauern ehe Boreas eine Regung zeigte, er seufzte. Jedoch nicht wie Keona zuerst vermutet hatte weil er genervt war von dieser heiklen Situation. Sondern weil Keona es so lange geheim gehalten hatte, sie hätten diese Zwickmühle umgehen können, wenn sie ihm die wahrheit erzählt hätte. Keona verurteilte sich selbst für ihr Misstrauen Boreas gegenüber. Kapitulierend stand sie da als Boreas schnellen schrittes die Kapitänskajüte durchquerte. Was konnte er schon tun? Er täte gut daran sie den Wachen zu übergeben so konnte er unbehelligt weiter zum nächsten Hafen reisen und hätte keine Schererreien mehr. Er winkte sie zu sich heran und trieb sie zur Eile, ehe er anfing am Teppich im hintersten Eck herum zu friemeln. Keona rührte sich nicht doch plözlich öffnete er eine kleine Luke im Boden. Ein Geheimversteck? die Luke passte sich dem Boden so perfekt an niemand, der nicht wusste das es eine gab, würde sie entdecken. Keona wurde sich ihrer Maske erst wieder wirklich bewusst als Boreas sagte sie solle nicht so schauen.


    Ihre Beine die schwer wie Blei schienen lösten sich vom Boden angespornt durch den kleinen Hoffnungsschimmer der sich nun bot. sie trat einige Schritte näher und spähte in das Dunkle Loch sie sah das ende einer schmalen Holzleiter. Keona konnte es nicht fassen, wieder hatte er ein Ass im Ärmel obwohl die situation so aussichtslos schien hatte er es wieder geschafft sie zu überraschen. Sie kniete sich neben den Eingang und fühlte den weichen kurzfaserigen Teppich zwischen den Fingern. Sie wollte ihm zunicken als sie seinen Gesichtsausdruck sah. Was wohl der grund für seine Abneigung dem Adel gegenüber war? Keona konnte ihren Gedanken nicht zu ende führen sie glaubte das typische Klappern von Metall auf Metall zu hören. Waren das die Wachen? Waren sie schon so nah? Keona ließ ihren Rucksack die schräge Leiter hinunter gleiten und setzte einen Fuß auf die Erste Sprosse. Es war dunkel und vermutlich sehr eng da drinn. Sie holte tief luft legte die Flügel so eng an wie sie konnte und versuchte sich durch das knapp bemessene Loch in das Versteck zu begeben. Es war nicht einfach sie verrengte sich unangenehm und wäre beinahe auf einer der Sprossen ausgerutscht. Als sie den Boden unter den Füßen spürte setzte sie sich hin und Starrte aus der Dunkelheit in Boreas Gesicht. Ein leises" Danke " kam ihr über die Lippen. Keona wartete nur darauf das sich die Luke schließen würde
    Ipati hatte die Wachen zu spät bemerkt um Keona warnen zu können, unsichtbar saß sie im Krähennest und machte sich bereit im Notfall einzuschreiten und sollte es nötig werden den größten Orkan herbei zu beschwören der Beleriar je heimgesucht hat.

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  • Er versuchte ihr noch nach unten zu helfen, und ließ dann die Klappe über ihr wieder einsinken, trat noch einige male über die Ränder und strich sie glatt so dass der übergang wieder so gut wie nicht vorhanden war. Er hörte auch bereits die Schritte der Garnison am Steg. Er trat gerade hinaus aus seiner Kajüte als er eine laute Stimme vernahm die unangenehm seinen Namen rief. "Boreas Phoeniax im Namen der Bürger von Yalindea und den Gesetzen unserer Stadt fordere ich sie auf uns an Deck zu lassen." Er versuchte einen möglichst perplexen Gesichtsausdruck an den Tag zu legen und sah über die Reling hinunter zu der Person von der er vermutete das sie eben gesprochen hatte. "Guten Tag die Herren." sagte er und versuchte seine Stimme möglichst eingeschüchtert wirken zu lassen. "Habe ich ihnen Probleme bereitet? Hat jemand etwas an meinen Stoffen beanstandet?" Er ließ die Planke erneut zum Steg hinunter und kaum das sie dort lag kamen sämtliche Wachen und zuletzt auch noch der Adlige an Bord.

    Die Wache mit den meisten Abzeichen den er auch für den Sprecher gehalten hatte bezog vor ihm Stellung und deutete seinen Männern mit einigen Handbewegungen an das Schiff zu durchsuchen. Er war ein noch recht junger Syreniaer, besonders wenn man all die Abzeichen bedachte und vermutlich auch ebenso engagiert aufzusteigen. Während seine Männer bereits damit begannen in den Laderaum hinunter zu gehen wandte er sich an Boreas. "Am besten wäre sie Händigen uns die Flüchtige aus, wir haben vertrauenswürdige Informationen das sie heute morgen auf ihrem Schiff für eine Überfahrt bezahlt hat. Ihr Name lautet Keona Saldari und sie wird aufgrund eines schwergehenden Verbrechens gesucht... Solltet ihr sie freiwillig übergeben steht euch ein Teil des Kopfgeldes zu das." er deutete auf den Syreniaer neben sich der in edle Stoffe und mit teurem Schmuck ausgestattet war und die Adelswürde regelrecht auszustrahlen schien. "dieser besorgte Vater einer schwer verletzten Tochter ausgesetzt hat, solltet ihr sie jedoch nicht ausliefern, so gilt in eurem Fall, Hilfe zur Flucht einer gesuchten Verbrecherin und ihr werdet auf weiteres sowohl an der Abreise gehindert werden, des weiteren wird ein Gerichtsverfahren auf euch zu kommen. Ich rate euch also möglichst schnell zu kooperieren, damit wir wieder getrennte Wege gehen können."


    Boreas dachte bereits das der Mann vor ihm unendlich Atem haben könnte, denn er hatte seine komplette Litanei aufgesagt ohne auch nur ein einziges Mal Luft zu holen. Etwas verwirrt sah er den Männern nach die sein Schiff durchsuchten ehe er wieder zurück zu den beiden Männern vor ihm blickte. "Nun ich hätte nichts gegen das Kopfgeld einzuwenden, auch wenn mir nicht behagt, dass ihre Männer einfach ohne jegliche Erlaubnis mein Schiff durchstöbern, ich hoffe ihre Männer wissen mit teurer Ware umzugehen..." Eigentlich hatte Boreas vorgehabt auf jung und eingeschüchtert zu setzen, doch die Art wie diese Männer sich schlichtweg über jede Art von Erlaubnis hinwegsetzten ließ die Wut in ihm aufsteigen. "Leider muss ich euch jedoch sagen das sich die Frau die ihr sucht nicht mehr an Bord befindet wie ihr bestimmt in kürze auch von euren Leuten bestätigt bekommen werdet, nachdem sie vermutlich meinen eben erst gründlich verstauten Lagerraum in unordnung gebracht haben, sodass ich anschließend erneut alles Reisetauglich vertäuen werde müssen." Er ließ einen Teil seines Unmuts durchauß mitklingen was einen warnenden Blick der Wache vor ihm zur Folge hatte. "Nichts desto trotz wie bereits eben erwähnt befindet sich diese Keona, so nanntet ihr sie doch? Nicht mehr hier an Bord. Falls es sich tatsächlich bei der Frau die heute Morgen bei mir für eine Überfahrt angesucht hat, um jene Frau
    handelt die sie suchen so hat sie sich mir unter einem falschen Namen vorgestellt, mir gegenüber nannte sie den Namen Kera.. Davon abgesehen hat sie zwar nach einer Überfahrt nach Chadira gefragt. Da mein nächstes Reiseziel allerdings Rosandrie heißt vermeinte sie lediglich, das sie es sich noch überlegen würde. Schließlich wartete sie dann als ich heute vom Markt zurück kam bereits hier am Steg, wollte erst mitreisen entschied sich jedoch vor nicht einmal einer Stunde dagegen, da sie, so sagte sie mir lieber doch eine Kutsche nehmen wolle."

    Er merkte regelrecht wie die beiden Männer ihn musterten und jedes Wort auf eine Waagschale legten. Boreas hingegen trat wieder auf seine Kapitänskajüte zu bei der noch keine der anderen Wachen sich zu schaffen gemacht hatten und öffnete die Tür. "Bitte ihr könnt euch auch gerne in meinen privaten Räumen umsehen, insofern ihr jedoch kein großes Interesse an Seemannslektüre hegt werdet ihr wohl kaum etwas interessantes finden..." In diesem Moment kamen auch die ersten Männer wieder zurück an Deck und erstatteten Bericht. "Wir haben sowohl die Kajüten als auch den Laderaum abgesucht, es deutet nichts darauf hin das sich jemand an Bord befindet. Die Kombüse ist gut mit Lebensmitteln ausgestattet aber auch nicht übermäßig und da es sich um Hauptsächlich lange haltbare Lebensmittel handelt könnte es auch für eine Person gedacht sein. Ansonst deutet nichts darauf hin das sich jemand hier an Bord befindet außer diesem Mann." Damit deutete er auf Boreas.


    Boreas hingegen nickte nur und deutete dem Adligen und dem Hauptmann einzutreten. "Fühlen sie sich wie zu Hause." er konnte nicht umhin die Bemerkung ein wenig sarkastisch klingen zu lassen. "Wie sie sehen befindet sich auch hier niemand." Damit setzte sich Boreas auf seinen Stuhl und ließ die beiden Männer sein Reich betrachten. Etwas unbehaglich wurde Boreas als der Hauptmann versuchte den Teppich zu verschieben. Die Jahrelange erfahrung seines Vaters machte sich hier bezahlt, welcher ihm dazu geraten hatte den kompletten Teppich direkt am Boden zu befestigen und auch jenen Teil der mit der Luke zusammen hing. "Weßhalb ist der Teppich am Boden befestigt?" Boreas erhob sich und versuchte sich seine doch leicht aufkeimende Unruhe nicht anmerken zu lassen. "Nun, das hier ist ein Wolkenschiff... Die Luftströme auf denen ich segle können durchauß tückisch sein, deßhalb ist hier alles so gut wie möglich befestigt... Auch der Teppich." Noch ein paar mal suchte er den Teppich ab konnte die Geheimtüre jedoch nicht entdecken und gab schließlich auf. Doch ehe er erneut die Sprache erheben konnte wendete sich der Adlige nun zum ersten mal direkt an mich. "Mir scheint ihr habt die Wahrheit gesprochen, als ihr uns über den Verbleib der Flüchtigen aufgeklärt habt. Ich bedaure eure Zeit und eure Gastfreundschaft derart auf die Probe gestellt zu haben. Ich wünsche ihnen noch eine gute Reise." Damit machte er am Absatz kehrt und ging durch die Tür. "Last uns bei den Kutschen weitersuchen Crayn, hier ist sie nicht, sie scheint klüger zu sein als ich ihr zugestehen wollte." Ohne ein weiteres Wort verließ auch der Hauptmann die Kapitänskajüte und kurz darauf waren alle Wachen und auch der Adlige wieder von Bord und verschwanden über den Hafen in Richtung der Kutschen.


    Erst jetzt bemerkte Boreas das er seit deren auftauchen zum ersten mal wieder richtig Luft holte und die Abspannung von ihm abfiel. Er war zwar von seinem Vater darin geschult worde, allerdings hatte er selbst noch nie eine Schiffsdurchsuchung gehabt und erst recht war für ihn noch nie so viel auf dem Spiel gestanden. Er zog die Planke erneut nach oben und ging dann nochmal in die Kajüte nachdem er sich vergewissert hatte das auch tatsächlich keine der Wachen zurück geblieben war. Er öffnete die Luke einen Spalt weit. "Sie sind weg und suchen euch nun bei den Kutschen, ich denke allerdings das es besser wäre wenn ihr bis nach Fahrtantritt hier verweilen würdet. Nicht das euch doch noch jemand am Hafen sieht und die Wachen noch einmal vorbei schickt. Haltet ihr es noch ein wenig dort unten aus? Ich weiß es ist nicht gerade sehr bequem..."

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  • Als Boreas die Luke schloss wurde es für Keona mehr als unbehaglich, es war eng und stockfinster. Angespannt saß sie in einer unbequemen Position auf dem gebogenen Holz der gerade einmal einem Meter breiten Schmugglerkammer. Sie hörte ein dumpfes Reiben direkt über der Luke gefolgt von leichten Schritten über Teppich die sich auf Holz verloren. Hoffentlich verliert Ipati nicht die Nerven, dachte Keona nervös. Als die Tür der Kapitänskajüte ins Schloss fiel, hörte Keona auch schon den lauten Ausruf der Wachen die Ihren Zutritt zum Schiff verlangten. Boreas Antwort fiel durchaus Respektvoll aus doch seine Stimme klang tonlos und Ablehnend. Holz schrammte über Holz und ein leichtes Beben verlohr sich in den Wänden als sich die Wachen tampelnd auf dem Schiff zu verteilen schienen. Überall hörte sie Leder auf Holz .


    Keona versuchte angestrengt zu lauschen doch es schienen sich alle Geräusche in diesem kleinen Holzverschlag zu sammeln, das knarzen der Seile das ächzen und quietschen des Holzes und nicht zu letzt das Wasser das gegen das Schiff schappte vereinten sich zu einer nervtötenden Geräuschkulisse so, dass sie nur schwer ein paar Gesprächsfetzen aufschnappen konnte. Würde Boreas sie Aufgrund möglicher Bedrohungen oder sogar Belohnungen für seine Kooperation verraten? Die Angst wallte sich erneut in ihr auf an den Gedanken daran was ihr bevorstehen würde sollten sie sie finden. Keona versuchte sich keinen milimeter zu bewegen sie vermiet es sogar zu atmen und hoffte inständig nicht entdeckt zu werden. Links und rechts von ihr wurden knallend Türen geöffnet gefolgt von poltern und scheppern. Rechts von sich hörte sie wie sie die Kombüse zu durchsuchen schienen . Schränke wurden rücksichtslos aufgerissen, dann zerbarst Geschirr gefolgt von splitterndem Holz. Links von ihr erklangen metallisches Klappern und Schwere Sachen wurden verschoben. Unter sich hörte Keona nur das Gepolter der Lagerraum Durchsuchung.


    Die einfache Tür zur Kapitänskajüte wurde geöffnet. Boreas ausdrucksstark klingende Stimme konnte sie nun deutlich hören "Bitte ihr könnt euch auch gerne in meinen privaten Räumen umsehen, insofern ihr jedoch kein großes Interesse an Seemannslektüre hegt werdet ihr wohl kaum etwas interessantes finden..." mehrere Paar füße schritten über das Holz. Keonas Beine wurden taub, doch lieber würden sie ihr abfaulen als, dass sie sich jetzt in eine bequemere Position begeben würde. Einer der Wachen erstattete seinen Bericht. Eine Sarkastische Bemerkung von Boreas ließ Keona, trotz der misslichen Lage schmunzeln. Stuhlbeine kratzten leicht über den Boden. Sie konnte die Wachen durch die Kapitänskajüte gehen hören. Jemand bewegte sich über den Teppich die weichen Fasern eben dieses, dämpfte die Schritte.
    "Weßhalb ist der Teppich am Boden befestigt?" erklang forsch eine Stimme direkt über ihr, sie klang autoritär aber furchtbar arrogant. Keona hielt den Atem an und schloss verzweifelt die Augen. Jetzt würden sie sie finden. Mit sicherer einschüchternderen Stimme nannte Boreas ihm seine Erklärung und es machte für Keona wohl durchaus Sinn das Mobiliar so auf einem Schiff handzuhaben. Leise versuchte Keona die angehaltene Luft wieder auszuatmen, Dann sprach eine garstige Stimme die ihr bekannt vorkam doch sie wusste nicht woher, es dauerte die ganze zeit die er gesprochen hatte, bis es ihr ein fiel. Arndell Varin. Das Oberhaupt der Familie Varin. der Vater des Mädchens das Ipati aus ihrem Groll heraus aus der Flugbahn brachte. Er suchte nach Vergeltung, also nach ihr. Jedoch schien er den Braten den Boreas ihm auftischte zu schlucken.


    Überraschend schnell löste sich der Tumult an Bord und Keona atmete nun tief die Luft ein, Erleichterung durchfloss sie und lies sie ihre unbequeme Lage vergessen. Ein dünner Lichtstrahl erhellte Keonas kleine Zuflucht Keona blinzelte nach ihrem Ursprung und sah eine Hand im Spalt und hörte Boreas beruhigende aber ebenso erleichterte Stimme. Keona nickte und auf ein leises "Ok" ihrerseits schloss er wieder vorsichtig die Falltür. So verschwand Boreas aus der Kajüte und schien sich ans ablegen zu machen. Keona hörte Schwere Taue gegen das Schiff schlagen und ein Ruck ging durch das Schiff als der Anker gelichtet wurde. Dann schien es so als würde sich das Schiff bewegen, doch es war schwer im Dunkeln und nach Gefühl zu erraten in welche Richtung das Schiff manövrierte, leichte Übelkeit bahnte sich den weg durch den Magen. Als das Schiff mit einem konstanten Zug fahrt aufnahm, drückte es Keona leicht in den Boden und die Geräusche des schwappenden Wassers verschwanden.
    Keona wartete nun noch einige Minuten um sich ganz sicher zu sein das sie weit genug vom Hafen wegwaren ehe sie sich aufrappelte und auf tauben Füßen stand. Sie tastete nach der Leiter und nach der sich direkt über ihr befindenden Luke, diese ließ sich mit leichtem Druck öffnen. Licht blendete Keona. Es dauerte eine Weile bis sich ihre Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten. Erschöpft kletterte Keona aus dem Loch, was sich als überaus mühsam erwies ihre blutleeren Beine wollten sie erst nicht tragen, so zog sie sich mehr mit den Armen die Leiter hoch und zwängte ihre Flügel heraus und lag bäuchlings auf dem Teppich. Ein tiefes durchatmen erweckte ihre Lebensgeister. Das Blut kehrte mit starken Schmerzen zurück bis in ihre Zehenspitzen. So verharrte sie mit schmerz verzerrtem Gesicht über geraume Zeit in dieser Lage. Nun war die Erste Hürde geschafft, sie war raus aus Yelindea und Keona fühlte sich zum ersten mal in ihrem Leben frei.


    Der Windgeist saß die ganze Prozedur über am höchsten Platz des Schiffes und nervös hatte sie die umherwuselnden Wachen beobachtet. Boreas baute sich vor der Garnison auf und sein bestimmtes Auftreten erhobenen Hauptes ließ ihn wahrlich einem Kapitän alle Ehre machen. Doch als er sie in die Kapitänskajüte führte erwartete sie das jede Sekunde Keona in Handschellen aus der Kapitänskajüte geführt werden würde und Boreas sie nun letztendlich doch ausliefern würde. Doch zu Ipatis Überraschung traten sie nach einer geraumen Weile wieder durch die Tür, doch ohne Keona. Ipatis Augen wurden groß als sich die Wachen in ihren Schmucken Rüstungen wieder vom Schiff trollten. Und sich Boreas eilig daran machte das Schiff bereit machte zum Auslaufen. Sie ließen Yalindea hinter sich und Ipati traute sich ihre Tarnung aufzugeben und flog hinunter zu dem jungen Kapitän. "Was habt ihr gemacht sie bestochen??" Ipatis weit geöffnete Augen nahmen einen aberwitzigen Ausdruck an. " Wie habt ihr das angestellt? Wo ist sie ? Yalindeas Stadtwache ist normalerweise überaus gründlich! " neugierig mit leuchtenden Augen sah sie ihn erwartungsvoll an, dann sie ließ ihren Blick schweifen ob sie nicht just in dem Moment die Treppe herauf treten würde.

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  • Die interaktion mit den Wachen war besser und vor allem schneller über die Bühne gegangen als er selbst gedacht hätte. Offenbar war er ihnen schlichtweg noch zu unbedeutend als das sie davon ausgingen das er eine solch hohe Strafe riskieren würde nur um eine Fremde zu beschützen, deren bezahlung für die Überfahrt vermutlich geringer war als das Kopfgeld. Tja so konnte man sich täuschen. Aber Boreas konnte das Adelssystem schon von Grund auf nicht leiden. Es beschnitt die Freiheit gleich in vielerlei Hinsicht, indem es einem vorschrieb was man in seinem Leben zu tun hatte und auch was man überhaupt erreichen konnte. War man von niederem Stand geboren waren die Möglichkeiten des Aufstiegs schon Eingeschränkt und man konnte kaum etwas anderes als den Beruf der Eltern ergreifen. War man jedoch von Adel ging es einem zwar vom Stand und Alltagsleben her besser, man wurde jedoch durch Anstandsregeln, Pflichten und Vorgaben genauso eingeschränkt wie die vom Adel unterdrückte Unterschicht. Also egal wie man es sah, es war kein gutes System, zumindest nicht in seinen Augen. Ihm war zwar klar das auch das System des Windvolks im Moment nicht so funktionierte wie es einst gedacht gewesen war, aber dennoch im vergleich zum Adelssystem, beschränkte es zumindest nicht per Gesetz bereits die Freiheit und den Aufstieg jedes einzelnen Bürgers.

    Während er so vor sich hinsinierte war er unter Deck gegangen und hatte sich das Chaos angesehen welches die Durchsuchung hinterlassen hatte. Zum Glück war der Laderaum relativ gut vertäut geblieben, ein Paar Bündel musste er wieder besser verstauen aber dort war Grundsätzlich alles heil geblieben. Ganz anders sah es in der Kombüse aus. Die Wachen die hier durchsucht hatten, schienen regelrecht mit Absicht zerstörerisch vorgegangen zu sein. Ein Fass war umgeworfen worden in dem sich Trockenfleisch befunden hatte, alle Regale standen offen, aus seinem Regal mit Gewürzen waren zwei Tonkrüge heraußgefallen oder geworfen worden in denen getrocknete Kräuter zur Aufbewahrung gelegen hatten... Als ob eine Syreniae von Keonas Größe sich in einem Gewürzregal verstecken könnte. Er hob die Scherben auf und sammelte sie in einem leeren Behälter. Dann stellte er das Fass wieder auf und sammelte das Trockenfleisch wieder ein über das die Wachen nicht getrampelt waren, den Rest warf er zu den Scherben in den Behälter. Dann seufzte er und schüttelte nur den Kopf. Bei solchen Aktionen konnte er nur zu gut verstehen weßhalb es Leute wie die Windfalken gab, die sich über das Gesetz stellten und versuchten Ungerechtigkeit mit Ungesetzlichkeit zu bekämpfen.

    Es sah zwar in der Kombüse immer noch chaotisch aus, aber er wollte nicht mehr Zeit als nötig hier verlieren, es wäre einfach zu riskant noch länger mit der Abfahrt zu warten. Also verließ er die Kombüse ging zurück an Deck und begann damit die Taue zu lösen die das Schiff am Hafen hielten. Er stellte die Segel ein ging zum Steuerrad und begann kurz darauf damit das Schiff aus dem Hafen zu manövrieren. Kaum zehn Minuten später setzte die Wolkentänzer vom Wasser ab und Boreas fühlte sich endlich wieder frei. Auch wenn die Durchsuchung eigentlich nicht ihm gegolten hatte, so hatte die Art wie sie durchgeführt wurde, ihm nur wieder einmal vor Augen geführt wie wenig Macht er außerhalb seines Schiffes besaß. Nur weil es "ihr" Land war konnten sie einfach so auf sein Schiff gehen und sich verhalten wie Plünderer, ohne das er auch nur das recht gehabt hätte sich zu wehren. Im Gegenteil hätte er sie auch nur zu sehr Beleidigt oder ihre Geduld zu sehr auf die Probe gestellt hätten sie ihm womöglich sogar sein Schiff, zumindest zeitweilig, abgenommen und ihn in gewahrsam genommen...

    Boreas war so in Gedanken versunken gewesen das er Ipate erst bemerkte als sie ihn Ansprach. Er schreckte aus seinen Gedanken hoch und betrachtete den kleinen Windgeist der auf ihn einquaselte. "Nein, nein sie haben Keona gar nicht erst entdeckt, ich sagte ihnen ihr wäret nicht mehr an Bord des Schiffes und würdet nach einer Kutsche suchen die euch nach Chadira bringt. Sie werden euch also eine Weile an der falschen Stelle suchen." sagte er lächelnd. Dann blickte er gespielt böse. "Trotzdem hättet ihr beide mich durchauß etwas früher warnen können, dass die Stadtwache nach euch sucht..." er war jetzt da die Sache gut ausgegangne war keineswegs mehr böse darüber das sie ihm nicht gleich die Wahrheit gesagt hatten. Es hätte ja auch gut sein können, dass er sie für das Kopfgeld tatsächlich lieber ausgeliefert hätte. Dann sah er wieder freundlich zu Ipati. "Die Stadtwache war auch übergründlich.... Sie haben sogar im Gewürzregal nach euch beiden gesucht..." fügte er sarkastisch hinzu. "Aber ich bin eben noch ein wenig gewitzter als die Stadtwache von Yalindea." sagte er dann fröhlich während sie immer weiter die Stadt hinter sich ließen. "Aber vielleicht sollten wir Keona bescheid geben das sie nun aus ihrem versteck kommen kann.. Wäret ihr so freundlich? Ich kann das Steurrad gerade schwer verlassen."

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    Erhobenen Hauptes, gehn wir bis zum Schluss
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    Boreas Charakterdaten

  • Ipati war erleichtert, nun da sie außer Gefahr waren lauschte sie entspannt seinen Worten.
    Er hatte sie also verstecken können? Aber wo? Jedenfalls nicht unterm Bett, da war sich Ipati sicher. Sie schwebte direkt neben Boreas, der am Steuerrad der Wolkentänzer stand seinen Blick in Richtung Bug gewandt, wehten seine weissen Haare im Flugwind und er erklärte ihr wie er die Syreniaeischen Stadtwachen an der Nase herumgeführt hatte. Seine Laune hatte sich deutlich gebessert als er sie spielerisch tadelte, dann sah Ipati mit einer leicht bedröppelten Miene zu Boden. Er hatte es nicht ernsthaft erzürnt gemeint doch es bewirkte das Ipati die ganze Sache nocheinmal in Gedanken überwarf. Es hätte wirklich enorme Konsequenzen haben können, wäre auch nur einen Moment nur ein kleines Detail anders gelaufen wäre, doch zum Glück war Ipati auf Boreas gestoßen und ihr erster Eindruck von ihm hatte sie nicht getäuscht. Er hatte sie nicht verraten. Ipati war sich des Risikos durchaus bewusst gewesen doch mit klarer Stimme versuchte sie sich vor ihm für ihre Taten zu rechtfertigen ehe sie Keona holen würde. "Ihr solltet wissen, das ich nichts von dem bereue was ich getan habe. Ich musste es tun, Keona wäre unter den Fuchteln ihrer Familie zu Grunde gegangen. Ich musste sie daraus holen, es war nicht gut für sie so zu leben." ihr durchsichtiger Körper hatte sich für einen Moment dunkel gefärbt ehe sie versuchte Boreas in die Augen zu sehen. " Wir hätten euch tatsächlich unsere wahren Gründe nennen sollen, doch mit soetwas geht man ungern Hausieren." sie lächelte ihn verlegen an ehe sie hastig hinzufügte " Aber ich danke Euch für eure Hilfe!" Von Dankbarkeit überschemmt flog sie plötzlich auf Boreas zu und umarmte stürmisch, mit Händen und Füßen umklammernt, seinen Oberarm. Ehe sie ihn nach einem kurzem Moment, mit hochrotem Kopf losließ und peinlich berührt hinzufügte. " Also ich hätte mich vermutlich bei den Gewürzen versteckt." sie lachte laut prustend los um der peinlichen Situation Luft zu machen.


    Als Keona ihre Beine wieder spüren konnte, rappelte sie sich auf und zog umständlich ihren Rucksack aus dem dunklen Loch in dem sie nur kurz zuvor noch um ihre Zukunft bangend gekauert hatte. Hoffentlich würde sie nicht noch einmal dort hinunter müssen, dachte sie schaudernd. Ihre schmerzenden Oberschenkel reibend sah sie sich nun in der großzügigen Kapitänskajüte um. Das große Bett war zerwühlt und die schön bezogenen Kissen lagen teilweise auf dem hölzernen Boden ebenso waren die Schränke und die große Truhe aufgerissen worden und lagen nun weit in den Angeln. Keona überkam für einen Moment ein schlechtes Gewissen. Was hatte er alles für sie eine Wildfremde riskiert oder vielmehr warum? War er sich im klaren wie ernst die Sache gewesen war? Ihr schoss das Bild Boreas` durch den Kopf wie er selbstbewusst lächelte. Nein er wusste genau was er tat. Wusste genau,dass für ihn viel auf dem Spiel stand als er ihr Asyl auf seinem Schiff gewährte. Doch das neu gewonnene Freiheitsgefühl durchfloss sie wie ein Warmer Sommerwind und ließ sie einen Großteil der Sorgen vergessen die sie hatte. Ihr ganzes Leben hatte sich innerhalb eines Lichts so drastisch geändert sie konnte es kaum glauben. Euphorisch durchschritt sie das Zimmer und legte ihre Hand auf die Türklinke, doch etwas ließ sie zögern. Wie sollte sie sich nun ihm gegenüber treten? Was sollte sie ihm nun sagen?


    Tief einatmend, drückte sie die metallene Klinke nach unten, fasste dabei neuen Mut und die Tür schwang auf wie die Pforte in ein neues Leben. Sie trat ihren ersten Schritt in die neu gewonnene Freiheit. Das rötliche Abendlicht durchmischte sich mit dem tiefdunkel der Meereskuppel und leutete die Nacht ein. Der kühle Fahrtwind verfing sich in Keonas Haaren und umschmeichelte sie gab ihr neue Hoffnung. Überwältigt von dem Anblick das sich ihr vor dem Bug der Wolkentänzer bot, drehte sie sich mit einem erleichtertem Lächeln um und sah hinauf zum Steuerrad an dem Boreas stand. Eine Gänsehaut kroch ihr die Arme hoch. Wie stolz er da am Steuer seines Windschiffes aussah und Ipati aus vollem Hals lachte.

    Weiter zog der Wind in Eile,
    denn es rief die Ferne ihn
    Weiter zog der Wind in Eile
    und das Mädchen folgte ihm
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    Und so zogen sie gemeinsam,
    das Mädchen und der Wind

  • Er hätte nicht mit einem so plötzlichen Gefühlsausbruch bei einem Elementargeist gerechnet, irgendwie hatte Boreas immer Gedacht sie seien mehr Diener und wegen eigenständig, doch Ipati belehrte ihn diesbezüglich, bereits nach der kurzen Zeit die er sie nun kannte eines vollkommen anderen. Sie schien vollkommen unabhängig von Keona zu sein und auch nicht wirklich auf diese zu hören. Während sie ihm davon erzählte das sie die Dinge die sie getan hatte, tun musste um Keona vor einem schlimmen Schicksal zu bewahren, klang es für Boreas eher so wie eine große Schwester die über ihre kleine Schwester sprach und absolut gar nicht nach einem Diener Wesen welches Befehle entgegennahm. Er war erstaunt als das kleine Wesen plötzlich zu ihm flog und seinen Oberarm umklammerte. Er wusste nicht so genau wie er reagieren sollte, sah aber dann wie sie wieder ihre ganze Gestalt zu verändern schien als sie rot anlief. Anstatt sie noch mehr in Verlegenheit zu bringen lachte er lediglich mit. "Da hätten sie, sicher Augen gemacht wenn du ihnen mit einer Windböe Pfeffer ins Gesicht geschleudert hättest, diese Taktik sollten wir uns fürs nächste mal in der Hinterhand behalten, sollte mal wieder jemand das Schiff durchsuchen."

    Wie Automatisch wanderten seine Hände über die verschiedenen, Hebel, Seile und das Steuerrad, wovon die meisten hier bei seinem Steuerrad zusammenliefen, so das dass Schiff auch nur vom Kapitän gesteuert werden konnte. Sie hatten guten Wind und er hatte vor noch einen großteil der Nacht durch zu fliegen um das schöne Wetter auszunutzen. Dann wandte er sich nochmal an Ipati als diese sich gerade dazu aufmachen wollte Keona bescheid zu geben. "Im übrigen können wir auch gerne das Ihr und Sie und so weglassen. Immerhin sind wir jetzt ja gemeinsam auf der Flucht und den Adel haben wir ja zum Glück hinter uns gelassen." fügte er noch immer grinsend hinzu. In dem Moment hörte er wie unten die Türe zur Kapitänskajüte aufging und nur wenige Augenblicke später sah er wie Keona heraustrat, sie schien noch etwas wackelig auf den Beinen zu sein, aber ähnlich wie bei ihm erfasste der Wind sofort ihr Haar und begann es durcheinander zu bringen. Es war wohl eins der liebsten Spiele Selurians. Doch andererseits bot sie einen wirklich schönen Anblick als sie noch ein paar Schritte nach vorne trat und zu ihm hochsah. Ihre schwarzen Flügel und ihr schwarzes Haar im Kontrast zu ihrer hellen Haut, umflutet von dem Licht der schwindenden Lichtsäule welche, jetzt da das Schiff seinem Namen alle Ehre machte und sie nur geringfügig über der Wolkendecke flogen, so das man wirklich meinen köntte das Schiff tanzte auf den Wolken, in ihrem ganzen Glanz erstrahlte. Er war fasziniert von dem Anblick, dass ihm gar nicht auffiel das er sie sicherlich eine Minute oder länger einfach nur ansah, während seine Hände wie von selbst das Schiff auf Kurs hielten.

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  • Ipati amüsierte sich wie schon lange nicht mehr, die Syreniae waren ein furchtbar langweiliges und humorloses Volk, es machte ihr große Freude wie er mit ihr scherzte und Boreas` klangvolles offenherziges Lachen trotz des Gegenwindes das ganze Schiff erfüllte. Noch etwas das es bei den Syreniae in Yalindea selten gab. Ipati nahm überschwänglich nickend sein Angebot an, es entsprach mehr ihrer Natur, dass jedes Wesen dem anderen ebenbürtig war, doch nur wenige Völker sahen es gerne wenn jemand ohne die nötigen Benimmregeln angesprochen wurde. " Ich bin gleich wieder da, ich bin schon gespannt darauf wie du Keona erfolgreich verstecken konntest!" rief sie als sie sich flügelflatternt aufmachte. Doch sie dann sah sie das Keona schon an Deck stand und zeigte nur schulterzuckend auf als sie in ihre Richtung sah.

    Keona stand einfach nur da und genoss wenige Sekunden mit geschlossenen Augen den Wind auf ihrer Haut. Als sie die Augen öffnete, dachte sie zuerst das Boreas über sie hinweg sah, den Blick geradewegs auf den Kurs gerichtet, doch so war es nicht. Er sah sie an, ganz direkt ohne es zu verbergen er lenkte das Schiff sicher und mit einer beeindruckenden Routine. Es begann in ihrem Bauch zu kribbeln das sich über den Rücken und ihre Arme ebenfalls auszubreiten schien und Keona konnte sich ein lächeln schwer verkneifen. Als sich ihre Blicke trafen, verlohr sie sich darin und konnte ihre Augen nichtmehr abwenden. Dieses kribbelnde und ziehende Gefühl kannte sie nicht, es verwirrte sie ebenso sehr wie sie es fazinierte. Eine Weile sahen sie sich so an wie lange konnte sie nicht sagen.
    Ein nur allzu bekanntes alltägliches Gefühl riss sie aus der Trance, in der sie gefangen gewesen zu sein schien. Ihr Magen knurrte entsetzlich.
    Den ganzen Tag über hatte sie nicht einen Bissen gegessen, das Frühstück hatte dir der Kater versaut und seitdem war für sie nicht an essen zu denken gewesen. So stieg sie dann noch unsicheren Schrittes und mit einem muskelkaterartigen Gefühl in den Beinen die Stufen hinauf zum Steuerrad. Sie stand nun neben Boreas der das Schiff sicher durch die Windströmungen lenkte. " Ich hoffe die Wachen haben nicht allzuviel Verwüstung angerichtet?" begann sie unsicher. " Ich habe einigen Lärm gehört als sie das Schiff durchsuchten.." sie wusste nicht ob er schon wieder die Entschuldigungen hören wollte, die ihr auf der Zunge lagen.. also begann sie: " Habt ihr heute schon etwas gegessen? Dürfte ich in der Kombüse nachsehen ob ich uns ein Abendessen herrichten kann?"

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  • Erst als sich ihre Blicke trafen, realisierte Boreas wie lange er sie einfach nur angesehen hatte. Doch es schien ihr nicht unangenehm zu sein denn, sie erwiederte seinen Blick einfach nur eine Weile ehe sie etwas aus dieser Starre zurück zu holen schien. Kurz darauf kam sie dann auch schon zu ihm hochgeschritten. Das lange eingeengte sitzen hatte ihren Beinen offensichltich nicht gefallen, denn sie wirkte immer noch recht unsicher als sie die Treppe hinauf kam. Ob ihrer Aussage zuckte er nur mit den Schultern. "Nicht mehr als ich erwartet habe und auch nicht mehr als sie, auch getan hätten selbst wenn ich euch ausgeliefert hätte." sagte er dann abwinkend als woltle er die Sache einfach nur hinter sich lassen. Dann grinste er wieder. "Aber Ipati und ich haben bereits einen Racheplan entwickelt." Sagte er verschwörerisch und mit einem schelmischen Funkeln in den Augen. "Beim nächsten Mal wenn Wachen das Schiff durchsuchen versteckt sie sich im Gewürzregal und bläst ihnen allen Pfeffer ins Gesicht." sagte er breit grinsend und von der Art her wie er es sagte war schwer zu erkennen ob er es nur im Scherz meinte oder es tatsächlich in erwägung zog.

    Doch kaum hatte er das gesagt da hörte er neben sich auch das Magengrummeln von Keona. Und als sie nach der kombüse fragte merkte auch er, jetzt erst wie lange er eigentlich shcon nichts vernünftiges mehr gegessen hatte. Während er am Markt gewesen war hatte er sich eine kleinigkeit besorgt, aber das war auch schon weider einige Stunden her und eine ordentliche Mahlzeit hatte er heute noch gar nicht gehabt. Wobei das bei ihm ohnehin ab und an mal vorkam...

    "Natürlich ihr könnt euch frei bedienen von dem was, da ist und wenn ihr gewillt seit für mich auch ein wenig mit vorzubereiten wäre ich sehr erfreut darüber, aber ihr müsst natürlich nicht." In dem Moment machte auch sein Magen ihm einen Strich durch die Rechnung, denn das Reden über Essen löste jetzt auch bei ihm ein Magenknurren aus. Er lächelte etwas verlegen und versuchte dann davon abzulenken. "Ich bin allerdings leider noch nicht wirklich zum Aufräumen gekommen also, schreckt euch bitte nicht, normalerweise sieht die Kombüse nicht so chaotisch aus, aber die Wachen hatten offenbar vermutet das ihr euch gerne zwischen Trockenfleisch und Gewürzen verstecken würdet."

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  • Ipati hatte sich nun überraschend höflich zurückgezogen und saß auf der Heckreling und verfolgte wie Yalindea in der Ferne immer kleiner wurde. Keona konnte auch nach seiner Antwort nicht genau deuten ob er nun eine Entschuldigung ihrerseits erwartete. Aber sie hätten nicht sein ganzes Schiff auf den Kopf gestellt, wenn sie nicht gewesen wäre, kam es Keona in den Sinn. Als er begann von ihren Racheplänen zu erzählen, reichte allein die Vorstellung wie Ipati eingeklemmt zwischen Kräuterbündeln und Tontigeln saß mit einer handvoll Pfeffer wartend auf einen ungebetenen Gast um ihr ein melodisches Lachen zu entlocken und als er zuerst versuchte höflich ihr Angebot als nicht nötig abzutun, verriet ihn dennoch sein Magen, Er knurrte mit ihrem um die Wette. Keona musste grinsen als er versuchte sein verlegenes Lächeln zu verbergen. " Euer Magen verrät euch aber nur zu deutlich.", stellte sie fest und ignorierte sein Bedenken über das Aussehen der Küche. Es war schließlich ihr Verschulden, dass es dort so aussah. Im hinabsteigen der Treppen drehte sie sich noch einmal zu Boreas um und meinte, " Ich bin zwar keine Köchin, aber ich werde schon etwas finden das euer Magenknurren zu bändigen weiss" damit ging sie nun mit nicht mehr ganz so wackeligen Beinen auf die Lagerluke zu und öffnete die schwere Tür.


    Die Wachen hatten wirklich ganze Arbeit geleistet. Boreas musste schon versucht haben Ordnung in der Kombüse zu machen, doch auf der Arbeitsplatte und dem Boden lagen noch verschiedene Kräuter und kleinere Scherben verstreut. Ein Teil der Schränke war noch halb geöffnet und jetzt verstand Keona die andeutung auf das Trockenfleisch. Die Stadtwache hatte beim Durchsuchen stümperhaft das Fass aufgebrochen und einen Teil des getrockneten und gewürzten Fleisches über den Boden verteilt. auch die Fäser an der Wand vor der Kombüse waren aufgebrochen worden in den meisten befand sich trinkwasser. Doch auch etwas Knollengemüse, Getreide und Trockenobst konnte sie ausmachen. Sie machte sich während sie die Kombüse nach essbaren durchforstete daran weiter Ordnung zu machen. schließlich war die einfache aber praktisch eingerichtete Kombüse fein säuberlich ausgekehrt und ein kleiner Korb den sie in den schränken gefunden hatte war vollgepackt mit einem dunklem Brotlaib, Einer handvoll trocken Obst, etwas Trockenfleisch, einem Stückchen Hartkäse und einer der vielen Weinflaschen die fein säuberlich in einer Kiste aufbewahrt wurden. Sie wusste nicht ob er Wein oder Wasser bevorzugte also füllte sie auch zwei große Krüge mit Trinkwasser. Sie hätte gern versucht etwas zu Kochen doch ihr Magen quälte sie mit jeder Minute mehr also hatte sie sich so entschieden. Es wurde langsam zu dunkel unter Deck, so hatte sie noch schnell zwei Becher und ein scharfes kleines Messer mit hinauf an Deck genommen.


    Sie stellte präsentierend den Korb neben das Steuerrad. " Dürfte ich euch am Steuer ablösen? Wenn ihr die Muße hättet und mir zeigt wie man gerade aus steuert dann könntet ihr in Ruhe essen?" bot sie Boreas nervös aber durchaus ernst gemeint an. Sie wusste nicht ob es anmaßend war, ihm das anzubieten. Aber sie entschied sich es einfach darauf ankommen zu lassen. er konnte schließlich nicht den ganzen Weg bis nach Rosendrie ununterbrochen am Steuer stehen.

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  • Das Lächeln der Syreniae war wirklich einzigartig stellte er fest, es klang beinahe so als würden sie sogar während dem Lachen singen. Natürlich kannte Boreas die wunderbaren Singstimmen und auch wenn er sie nicht Sprach so kannte er doch auch ihre Sprache vom hören die selbst auch beinahe wie ein Melodischer Singsang Klang. Dennoch war es vielleicht auch etwas besonderes weil Keona zum ersten mal seit er sie getroffen hatte, nicht angespannt zu sein schien. Generell konnte er sich nicht daran erinnern Syreniae sonderlich oft herzhaft lachen zu hören. Eigentlich ein Frevel bei einem solch schön klingenden Lachen dachte er sich. "Dann Danke ich euch schon mal, aber macht euch keine großen Umstände."

    Damit verschwand sie auch so schnell wie sie gekommen war wieder unter Deck, mit immer sicherer werdenden Schritten. Während sie Weg war wandte er seinen Blick wieder zu Ipati. "Ich weiß es geht mich eigentlich nichts an... Aber du sagtest du musstst die Dinge die du tun musstest um Keona von ihrer Familie zu befreien? Was ist denn vorgefallen und warst du das dann mit der Syreniae die sich verletzt hat?" dann deutete er aufs Segel. "Und vermutlich auch das mit dem Segel?" er sah sie freundlich an es, lag keine Spur von tadel mehr darin wie noch am Vormittag als sie sich begegnet waren, er wollte lediglich wissen warum sie es getan hatte. Es war mittlerweile klar das sie dafür gute Gründe gehabt haben musste. Er wartete gespannt ob Ipati ihm mehr erzählen würde. Es war schließlich doch noch recht früh für solch heikle Themen.

    Es dauerte schließlich eine ganze Weile bis Keona wieder an Bord kam. Sie Trug einen Korb in der Hand und marschierte zielstrebig zu ihnen nach oben. Ihre Frage erstaunte ihn und brachte ihn ein wenig aus dem Konzept. Er hatte sich ja eig. genau dafür Crew Mitglieder gewunschen, dennoch fiel es ihm für einen Moment schwer, seine Wolkentänzer jemand anderem in die Hände zu legen und sei es auch nur fürs gerade ausfahren. Er betrachtete sie einen Moment und besann sich dann eines besseren. Sie hatte ihm mehr oder weniger ihr Leben anvertraut, zwar mehr oder weniger weil ihr nicht viel anderes übrig blieb und dennoch hatte sie beschlossen ihm zu vertrauen, also wäre es auch an ihm ihr sein Vertrauen zu zeigen und da die Wolkentänzer beinahe gleich zu setzen war wie sein Leben könnte man das durchauß beinahe gleichsetzen. Also trat er nach kurzem überlegen einen Schritt zur Seite das Steuerrad immer noch haltend und deutete ihr an einen Schritt näher zu kommen und sich vor das Steuerrad zu stellen. "Im Grunde müsstet ihr vorerst lediglich das Steuerrad festhalten. Aber haltet es gut fest ab und an kann durchauß eine kleine Windänderung stattfinden die dann am Segel zerrt und das Ruder verzieht dann müsst ihr dem am Steuerrad gut gegenhalten um auf Kurs zu bleiben." Damit wartete er bis sie Davor stand und wie sein Vater einst bei ihm als Kind blieb er vorerst dennoch mit einer Hand am Steuerrad um zu sehen wie sie das Steuerrad anpacken und damit zurecht kommen würde. Er wusste nicht ob für eine Erdgebundene, selbst wenn sie fliegen konnte, klar sein würde welch ein Vertrauensbeweis dies hier war, aber im Grunde freute sich Boreas ja auch über ihr Interesse, schließlich würde das vielleicht bedeuten das sie nicht so oft Ankern müssten am Weg nach Rosandrie wenn sie sich gut anstellte. Außerdem wäre es dann schon fast so als hätte er ein Crewmitglied, auch wenn es nur für eine Überfahrt war.

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    Boreas Charakterdaten

  • Ipati flog zurück zum Steuerrad und grinste Keona vielwissend hinterher wie sie die Stufen hinunter wankte. Als sie Boreas Frage vernahm. Begann sie ohne zu zögern, " Stell dir einmal vor, du wirst geboren und dein Leben steht in Stein gemeißelt, Es steht alles fest, noch bevor du überhaupt weisst was es bedeutet ein Jemand zu sein. Dein Leben, dein Titel, deine Komplette Zukunft sogar dein Ehemann." sie untermalte ihre erklärung mit ausladenden Gesten." Bei der Bindung, damals in der Akademie.. hab ich sofort gespürt das der Wind in ihrem Inneren dagegen rebellierte. Es ist untypisch für die Syreniae das sie so ein Wildes Inneres haben. Also ließ ich mich an sie binden." sie wechselte die Seite und stand nun rechts von Boreas, flatterte wie wild herum als wollte sie den Wirbelsturm imitieren. " Ich wollte das sie ihre Zwänge hinter sich lässt, das ganze Gekatzbuckel, dieses elende höfische Getue. Verbeugung hier, Ansprachen dort." Ipati verzog das Gesicht. "Meine Worte konnten über Monate hinweg nicht viel ausrichten, also .. nunja. " Ipati zuckte mit den Achseln. " Ich habe klein angefangen. Spielte Streiche und verleidete ihrer Mutter so einige Bankette, und die junge Adelstochter wollte ich eigentlich nur leicht von der Klippe fegen, ist doch nicht meine Schuld, wenn sie ihre Flügel nicht zum fliegen benutzt..." Ihr Blick sah schweifend in die Vergangenheit, ihre Augen wurden schmal. " Der einzige der in Ordnung ist.. ist ihr Bruder Hyram." fügte sie noch nickend hinzu ehe sie Boreas ansah und weniger Auf eine Beurteilung angewiesen war, denn es einfach nur interessant fand ob er sie dafür Verurteilte. " Sie will und wollte dieses Leben nicht, doch was einem eingetrichtert wird bleibt einem ein Leben lang."


    Keona dachte für einen Moment sie hatte etwas falsches Gesagt, er sah aus als hadere er mit sich selbst. War es doch unverschämt gewesen ihn darum zu ersuchen? Kaum merklich schüttelte er sich aus seinen Gedanken frei und löste zögernd eine Hand von dem großen Hölzernen Steuerrad. Erstaund über das Vertrauen das er ihr entgegenbrachte, legte sie sichtlich aufgeregt eine Hand erfurchtsvoll auf einen der Streben und stellte sich direkt neben Boreas auf die Position die er die ganze Zeit eingenommen hatte. Seine rechte Hand hielt noch immer das Steuerrad bereit im Notfall einzugreifen, was Keona dankend annahm. Sie spürte wie der Wind an an dem Schiff zerrte und versuchte in andere Bahnen zu lenken. Keona hielt das Steuer so gut sie konnte fest, bestrebt darin einen guten Eindruck zu machen, lauschte sie seinen Anweisungen und führte sie so präzise wie ihr möglich aus. Es war wirklich nicht einfach, wie Keona feststellte. Selurian schien es just in diesem Moment besonders lustig zu finden, ihr eine Böe gegens Schiff zu wehen so, dass sie mit Körpereinsatz dagegenlenken musste. Ihr Arm striff dabei den seinen doch diesmal ließ sie sich nicht davon ablenken. Sie konnte verstehen was ihm daran Gefiel. Es war die Freiheit selbst, er konnte fliegen wohin er immer wollte. Zum ersten mal konnte sie spüren welche Macht der Wind wirklich hatte, obwohl dies nur eine kleine Boe gewesen war, die sich sofort durch die Segel auf das Steuerrad zu übertragen schien. Auf keiner Akademie und in keinem Buch hätte sie das lernen können, was Boreas ihr nur in wenigen Minuten offenbarte. " Ich kann es gut nachvollziehen, das euer Volk so lebt." sagte sie und stellte mehr fest als das es eine Frage war, " ihr seid doch vom Windvolk oder? Ich weiss nicht allzuviel über eure Lebensweise, ich wüsste gern mehr darüber." letzteres Klang weniger wie eine Frage eher wie eine Aussage. Sie blickte ihn nur kurz an, konzentriert versuchte sie den Kurs zu halten.

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  • Aufmerksam hörte Boreas Ipati zu. Während ihrer Erzählung begann sich in ihm selbst ebenfalls ein Sturm des Widerwillens aufzubauen und er begann immer mehr zu verstehen, warum Ipati diese Dinge getan hatte. Was sie so erzählte paste exakt in das Bild das er von den Syreniae Adligen gehabt hatte. Allerdings fragte er sich auch ob er demzufolge womöglich eine Adlige an Bord hatte. Nun es spielte eigentlich keine Rolle mehr selbst wenn sie eine wäre, so wäre sie gleichermaßen gesuchte Verbrecherin wenn auch ohne ihre eigene Schuld. "Das muss wirklich ein langweiliges Leben sein. Ich wusste zwar auch von klein auf das ich mein eigenes Schiff haben wollen, würde aber es war meine Entscheidung... Ich werde nie verstehen weßhalb sich die Erdgebundenen solchen Zwängen unterwerfen." sagte er lediglich dazu. Er hätte vermutlich ähnlich wie Ipati reagiert wenn jemand der ihm wichtig wäre in so untedrückt würde. Er hätte vermutlich einen Weg geweählt bei dem nicht gerade ein Kind zu schaden gekommen wäre, aber Grundsätzlich verstand er nur zu gut das Ipati sich einfach nicht mehr zu helfen wusste als zu drastischen Maßnahmen zu greifen. Dann kam Keona jedoch bereits wieder nach oben.

    Sie nahm das Steuerrad mit festem Griff nahm seine Worte also ernst und es schien ihm als versuchte sie möglichst ein gutes Bild zu machen. Er musste unweigerlich grinsen, es erinnerte ihn einfach so sehr an sich selbst als er als Kind zum ersten Mal das Steuerrad halten durfte, doch vor ihm Stand eine ausgewachsene Frau, aber es war nur gut wenn sie es ernst nahm. Er wollte sie gerade loben und ihr sagen das sie nicht so angespannt stehen müsse, da fühlte er einen Wechsel in den Luftströmungen, hatte jedoch nicht vor Keona zu warnen. Im Gegenteil ließ er das Steuerrad sogar vollkommen ihrer Kraft über. Seine Hand lag zwar zur Sicherheit noch daran doch sie würde die ganze Kraft des sich verändernden Windstroms gegenhalten müssen. Er hatte eigentlich damit gerechnet das sie Überrascht davon nicht richtig reagieren würde, doch sie stemmte sich trotz verletztem Arm gegen den liebevoll gemeinten Schwung Selurians und löste es mit Bravur während ihre zarte Hand die seine striff. Es war nur eine kurze Berührung aber es hatte etwas seltsam aufregendes wie er fand. Er hatte zwar schon öfters mit schönen Frauen zu tun gehabt und auch den einen oder anderen Flirt, aber es war irgendwie nie mehr darauß geworden, dafür war ihm seine Freiheit und sein Ziel ein eigenes Schiff zu bekommen einfach stets zu wichtig gewesen. Außerdem waren ihm die meisten Windvolk Damen einfach zu "bekannt" gewesen. Ihn reizten andere Völker und nicht das bekannte. Als der Wind sich wieder normalisiert löste er schließlich seine Hand gänzlich vom Steuerrad und ihre Stimme holte ihn aus seinen Gedanken zurück. Er fand ihre rhethorische Frage verwunderlich. Er hätte nicht gedacht das man ihm seine Abstammung nicht sofort Ansehen würde. Wenn schon nicht sein Haar so müssten ihn doch seine Augen längst verraten, kannte er schließlich kein anderes Volk mit solch unsteten Augenwirbeln wie sie dem seinen eigen waren.

    Er nickte aber lächelnd. "Ja ich gehöre dem Windvolk an." sagte er dann und er konnte den Stolz über diese Tatsache nicht ganz verbergen. "Nun es ist gar nicht so einfach zu Beschreiben was mein Volk ausmacht." sagte er immer noch lächlend. "Man muss es viel mehr erfahren, er deutete gen Horizont. "Das hier beschreibt uns eigentlich am allerbesten, wir lieben unsere Freiheit, wir brauchen sie wie die Luft zum Atmen." Dann sah er sieh nochmal an und bemerkte wie konzentriert sie auf das Steuern war. "Ihr habt vorhin sehr gut reagiert. Vertraut eurem Bauchgefühl, lasst ein wenig lockerer, versucht nicht jeden Moment auf alles gefasst zu sein, sondern versucht ein Gefühl für den Wind zu bekommen." Es war natürlich noch recht früh für soetwas und schließlich würde sie ja auch kein Schiff steuern lernen müssen. Aber dennoch hatte er irgendwie das Bedürfnis ihr mehr von der Freiheit des Windes zu zeigen und solange sie sich nur gegen den Wind stemmte anstatt ihn zu fühlen würde sie seine volle Freiheit nicht kennenlernen. "Wenn ihr eure Flügel benutzt um zu fliegen, müsst ihr doch sicherlich auch die Windströme erahnen? Vielleicht habt ihr deßhalb zuvor schon richtig reagiert, verlasst euch darauf, die Wolkentänzer mag euch nicht so vertraut wie eure Flügel sein, aber der Wind ist der selbe. Er ist jener Vertraute der mein Volk immer begleitet egal wohin es geht." Er ging schließlich um sie herum und versuchte ihr so zu zeigen das er ihrem Gefühll vertraute. Er wäre immer noch nah genug um jederzeit das Steuer wieder übernehmen zu können aber sie würde nicht mehr das Gefühl haben von ihm eingeschränkt zu werden. Er warf auch einen Neugierigen Blick zu Ipati. Er würde nur zu gerne ihre Reaktion darauf sehen, Keona am Steuerrad zu sehen. Schließlich gab es in Boreas Augen kaum ein freieres Gefühl und das war es doch was Ipati Keona geben wollte.

    Er bückte sich nach dem Korb, riss sich ein Stück aus dem Brotlaib und nahm sich ein wenig vom Trockenfleisch ehe er sich wieder neben Keona stellte und damit begann seinen Hunger zu stillen. Dann viel ihm etwas ein. "Habt ihr denn überhaupt schon gegessen?" Da der Brotlaib noch unangetastet gewesen war wohl eher nicht.

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    Als unserer Mannschaft, ein jeder von uns


    Boreas Charakterdaten

  • Als Boreas das Steuer losließ erschrak sie für einen Moment, doch hielt sie standhaft, wenn such leicht verkrampft den Kurs. Ihr Wissen über das Windvolk war äußerst dürftig gesäht, was sie ihrer Mutter vorwerfen konnte, denn die Leute des Windvolks an sich verkehrte selten an Hofe. Also messte sie ihnen keinen Deut Aufmerksam bei. Mit stolzer Stimme bestätigte er ihre Vermutung und als er zum vor ihnen liegenden Horizont zeigte, versuchte er ihr lächelnd zu vermitteln was einen Windvolkler auszeichnete. Die ganzen Adelsleute, mochten sich für etwas so erhabenes Halten und glauben das sie frei seien, doch wie sein Volk lebte , zeichnete wohl wahre Freiheit aus. Sie wurde ob des ungewohnten Lobes hochrot im Gesicht. Er hatte recht.. es war tatsächlich wie fliegen zumindest beinahe. Das leichte Vibrieren des Schiffes lies sie grob erahnen wie die Luftströme sich unter den beiden seitlichen Quersegeln verhielten.Bestärkt durch die neu gewonnene Sicherheit lockerte sie ihre Haltung, Dann verschwand er kurz aus ihrem Blickfeld der noch immer starr Schiffslängs gerichtet war. Aus einem Instinkt heraus öffnete sie leicht ihre pechschwarzen glänzenden Flügel, nicht weit, nur in etwa so das der Wind hindurchziehen konnte, und tatsächlich sie spürte eine Leichte Veränderung im Wind und drehte genau zum Rechten Zeitpunkt am Steuerrad. Sie glaubte zu verstehen was er meinte, auch wenn es ihr schleierhaft war wie er das ohne Federn die ihm die Windrichtung wiesen anstellte, vermutlich eine seinem Volk innewohnende Gabe, sie waren schließlich nicht umsonnst nach diesem unberechenbarem Element benannt. Keona grübelte weiter über das ihr noch so fremde Volk dem Boreas angehörte das sie ihn erst wieder bemerkte als er ihr eine Frage stellte, doch vor lauter Euphorie und die Überschwemmung der ihr Unbekannten neuen Freiheit, hatte sie ihr Hunger Gefühl schon wieder über den Haufen geworfen. "Esst ihr nur, so eilig habe ich es noch nicht." Antwortete sie überwältigt. Sie bekamm langsam ein Gefühl dafür, und wollte noch nicht den Platz räumen außerdem hatte er gerade erst einmal von seinem Brot abgebissen
    Ipati beobachtete etwas Stolz ihre Magierin, sie schlug sich in ihren Augen gut. Mit Triumphiert verschränkten Armen flog sie neben Boreas und warf ihm dankbar ein lächeln zu. " Deine Gesellschaft tut ihr gut, es ist schön sie so offen lachen zu sehen." Gab ipati zu Boreas gewandt zu.

    Weiter zog der Wind in Eile,
    denn es rief die Ferne ihn
    Weiter zog der Wind in Eile
    und das Mädchen folgte ihm
    Wie die Jahre so vergingen
    Wuchs die Freundschaft mit dem Kind
    Und so zogen sie gemeinsam,
    das Mädchen und der Wind

  • Zufrieden beobachtete er wie schnell sie seinen Worten folge leistete und sich entspannte. Ja es entging ihm auch nicht das sie ihre Flügel ein Stück weit öffnete um den Wind so wie er es ihr gesagt hatte, offenbar besser fühlen zu können. Er beneidete sie ein wenig um ihre Flügel, ohne jegliche Hilfsmittel in den Himmel aufzusteigen war sogar seinem Volk, den Kindern Selurians denen das Element sogar inne wohnte, nicht möglich. Um so mehr erschien ihm die sesshaftigkeit der Syreniae beinahe als Frevel an ihrem von Geburt an gegebenen Geschenk. Doch wenn er Ipati glauben schenken konnte und das tat er, dann war Keona nicht wie der großteil ihres Volkes. In ihr brauste ein Funke Selurians und man musste ihr lediglich die Freiheit zeigen. Doch das schien nur wenig Mühevoll zu werden wie er zufrieden feststellte. Denn noch während er den letzten Bissen hinunter schluckte verneinte sie bereits seine Frage und es war klar das sie, zwar Hunger haben musste aber schlichtweg das Gefühl genoss das ihr das Wlkenschiff bot.

    Wer konnte es ihr schließlich auch verübeln, dachte er grinsend und da er somit noch ein wenig mehr Zeit hatte nahm er sich noch etwas von dem Essen und trank anschließend vom Wasserkrug. Wein wäre zwar besser, aber er wollte vorerst noch einen kühlen Kopf bewahren. Wenn sie das nächste mal ankerten hätte er sicherlich die Möglichkeit das eine oder andere Glas mit ihr zu trinken und auf die gelungene Flucht anzustoßen. Ipait kam währenddessen wieder zu ihm geflogen und zufrieden stellte er fest das er offensichtlich auch genau in ihrem Interesse gehandelt hatte. Sie hatten offensichtlich beide eine Ähnliche Einstellung wenn es darum ging Keona die Freiheit näher zu bringen. Schon seltsam, das man solch ähnliche Gedanken mit einem Elementargeist teilen konnte. Aber andererseits verkörperte sie ja auch das Element Selurians, also war es dann wohl auch wieder weniger verwunderlich.

    Als er schließlich das Gefühl hatte das sie das Steuer gut unter Kontrolle und er fertig gegessen hatte ging er wieder näher zu ihr hin und deutete auf zwei Hebel. "Mit diesen beiden steuert ihr." Er zeigte auf die beiden Auftriebssegel. "Steuert ihr diese beiden Segel und könnt mit ihnen sowohl die Höhe ändern als auch das Schiff besser in den Wind setzen ohne das Hauptsegel verändern zu müssen." Er bewegte einen der beiden nur ein kleines Stück was das Schiff auf der Backbordseite nur um ein kleinwenig absenken ließ und wodurch sich der Wind plötzlich mit ganzer Kraft im Hauptsegel fing und in nur wenigen Moment die Geschwindigkeit des Schiffes noch einmal um ein gutes Stück zunahm. Der Wind zerrte nun regelrecht an Kleidung und Haaren bließ ihnen ins Gesicht, bis Boreas schließlich beide Hebel ergriff und die Auftriebssegel ihre Stellung veränderten und die Wolkentänzer durch die Wolkendecke nach unten sank so das sich unter ihnen weithin sowohl das Meer als auch in einiger Entfernung das Land erstreckte und sie im schwindenden Licht einen wundervollen Blick auf die weite unter ihnen hatten. Schließlich stellte er die Hebel wieder auf Waagrecht und die Segel folgtem diesem wodurch das Schiff wieder mit dem sachten Sinkflug stoppte und weiter auf Kurs blieb jetzt jedoch unterhalb der wenigen Wolken die am Himmel waren. Da die beiden Hebel so gesetzt worden waren das man sie ohne das Steuerrad zu verlassen betätigen konnte stand Boreas nun leicht schräg hinter Keona, so nahe das sie sich beide beinahe berührten. Er war so in die Erklärungen vertieft das ihm erst gar nicht aufgefallen war wie nahe er ihr gekommen war und wie sehr er den Höflichkeitsabstand durchschritten hatte. Erst als er den Geruch wahrnahm der von ihr Ausging, eine Mischung aus Kräutern und Zitrone wie er einordenen würde, wurde ihm gewahr wie nahe er ihr Stand.

    Das Meer sei uns Zeuge, kein Mensch wird uns beugen
    Erhobenen Hauptes, gehn wir bis zum Schluss
    In Freiheit geboren und keinem Verschworen
    Als unserer Mannschaft, ein jeder von uns


    Boreas Charakterdaten

    Edited once, last by Boreas (April 30, 2017 at 6:35 PM).

  • Keona freute sich darüber, das er ihr schon soweit die Steuerung der Wolkentänzer überließ, dass er sich erneut am Korb bediente um seinen Hunger zu stillen. Sie spürte zwar seinen Blick auf sich ruhen, stand aber sonst soweit sie einschätzen konnte völlig entspannt in ihrer Nähe und überließ es ihr selbstständig zu steuern. Nach einem Schluck Wasser kam er wieder auf sie zu und zeigte auf zwei Hebel die sich rechts vom Steuerrad befanden. Er deutete eine Betätigung eben dieser an und zeigte abwechselnd auf die Hebel und die zwei dazugehörigen Segel. Im Anschluss betätigte er letzteren, worauf hin das Schiff ein wenig kippte und sofort an Fahrt aufnahm. Der starke Fahrtwind zwang sie ihre Flügel in eine andere Position zu legen so das sich darin kein Aufwind darin fangen konnte, sonnst hätte sie wohl abgehoben, wie ein Falke im Sturzflug hatte sie sie nach hinten gelegt ohne Boreas in seiner Bewegung einzuschränken. Ihre Haare umwirbelten, obwohl sie zusammengebunden waren, ihre Schultern und der leichte flatternde Stoff ihrer Tunika betonte nun ihren athletischen Körper.
    Überrascht stellte Keona fest das das Wolkenschiff plötzlich absank, es tauchte geschmeidig hinab in die Weissen Wolken und hüllte daraufhin für wenige Augenblicke das ganze Schiff in einen dichten kühlen Nebel.


    Als sich dieser lichtete, bot sich ihnen ein erstaunliches Bild wie sie es Keona nie hätte erträumen können, kleine Tautropfen die sich auf das gesammte Schiff gelegt hatten glitzerten im letzten Licht des Tages das nun schwach über Beleriars nordöstliche Küste lag und bot einen bezaubernden Kontrast zur tiefdunklen Kuppel . Sie genoss diesen Ausblick für einen Moment, doch als sie nichtmehr weiter sanken, suchte sie nach dem Grund dafür, sie sah Boreas rechte Hand auf dem Hebel für das Auftriebssegel ruhen, mit dem er eben das Schiff aus dem Sinkflug gelöst hatte. Seine Stimme erklang nun direkt neben ihrem Ohr als er weiter die Hebelpositionen erklärte. Ein warmes Prickeln an der Schulter, verriet ihr wie nah er nun an sie herangetreten sein musste um dieses Manöver ausführen zu können. Ihr wurde warm und kalt gleichzeitig, eine Gänsehaut zierte nun ihre Alabasterfarbene Haut. Wie in einer Starre stand sie da und traute sich nicht sich zu rühren ihr Herz schlug immer Schneller, so sehr das es Boreas wohl hätte hören müssen wie sie meinte. Doch er redete ungerührt weiter und Keona war sich nicht sicher ob ihm das überhaupt auffiel das sie sich bereits fast berührten. Keona war von dieser Situation so abgelenkt das sie vergaß auf das Schiff zu achten und just in diesem Moment kam leichter Seitenwind auf nicht viel doch gerade genug das ihr für einen Moment das Steuer auskam und die Wolkentänzer einen starken Schlenker nach links machte. Erschrocken davon wie sehr sie sich hatte ablenken lassen, versuchte sie das sich wild drehende Steuerad zu abzufangen, doch dann spürte sie deutlich Boreas warmen Oberkörper an ihrer Seite als sie das Gewicht nach rechts verlagern musste um gegenzulenken und das Schiff wieder auf den Ursprünglichen Kurs zu bringen. Erschrocken atmend löste sie sich aus dieser intimen Berührung und begann peinlich berührt: " Entschuldigt.. ich war ehm ... abgelenkt... ich hätte nicht in der Konzentration nachlassen sollen. Vielleicht wollt ihr lieber wieder ans Steuer ?"

    Weiter zog der Wind in Eile,
    denn es rief die Ferne ihn
    Weiter zog der Wind in Eile
    und das Mädchen folgte ihm
    Wie die Jahre so vergingen
    Wuchs die Freundschaft mit dem Kind
    Und so zogen sie gemeinsam,
    das Mädchen und der Wind

    Edited once, last by Keona Saldari (April 30, 2017 at 10:43 PM).

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