Posts by Navaron

    Da hatte Elaya wohn nicht ganz unrecht. Navon ließ den Blick für einen Moment an seiner eigenen Kleidung hinabwandern und musste ihr zumindest im Stillen zugestehen, dass unauffällig heute tatsächlich nicht die beste Beschreibung für ihn war. Für das Frühlingsfest hatte er schließlich zu den besten Stücken gegriffen, die seine Truhe hergab. Kleidung, die er sonst besonderen Anlässen vorbehielt oder jenen Gelegenheiten, bei denen es von Vorteil war, einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Im gewöhnlichen Alltag bevorzugte er es deutlich schlichter und vor allem praktischer. Auf seinem Hof hätte er mit silbernen Ornamenten und einem feinen Gehrock vermutlich ohnehin nur dafür gesorgt, dass seine Leute sich fragten, ob er sich den Kopf angeschlagen hatte. „Dann lag der Fehler wohl in meiner Vorbereitung“, stellte er mit einem bedauernden Seufzen fest. „Hätte ich gewusst, dass ich mich heute als Euer Schatten beweisen muss, hätte ich mich selbstverständlich angemessener gekleidet.“ Das Lächeln, das daraufhin über seine Lippen huschte, verriet allerdings, wie wenig ernst er seine eigene Klage nahm. Ohnehin gefiel ihm dieser kleine Schlagabtausch inzwischen viel zu gut. Elaya schien mindestens ebenso viel Vergnügen daran zu haben, seine Bemerkungen aufzugreifen und ihm etwas Passendes entgegenzusetzen. Genau diese Leichtigkeit war es, die Navaron an solchen Abenden mochte. Er kam schließlich nicht auf ein Frühlingsfest, um mit ernster Miene am Rand zu stehen und darauf zu warten, dass die Stunden verstrichen. Davon gab es im gewöhnlichen Leben bereits genug. Und Elaya machte es ihm ausgesprochen einfach, den Alltag für einige Stunden Alltag sein zu lassen.

    Als sie nach seiner vermeintlichen Unterstellung die Hand an ihre Brust legte und ihn ansah, als hätte er sie mit seiner Frage zutiefst in ihrer Ehre verletzt, musste Navaron sich merklich zusammenreißen, nicht unmittelbar zu lachen. Sie verstand es wirklich, etwas darzustellen. Vermutlich kam ihr das auch bei ihren Auftritten zugute. Wie viel davon gerade gespielt war, ließ sich allerdings kaum übersehen. Zumindest glaubte Navaron inzwischen oft genug, dieses amüsierte Funkeln in ihren grünen Augen gesehen zu haben, um es wiederzuerkennen. Was Elaya tatsächlich ernsthaft verärgern konnte, wusste er hingegen nicht. Dafür kannten sie einander noch nicht lange genug. Und auch wenn er gerne mit ihr scherzte, hatte er wenig Interesse daran herauszufinden, wo diese Grenze lag, indem er sie versehentlich überschritt. Bei diesem Thema schien er davon allerdings noch ein gutes Stück entfernt zu sein.

    „Mitnichten würde ich Mylady etwas derartiges unterstellen“, erklärte er daher mit ausgesuchter Ernsthaftigkeit. Navaron stellte sein Glas etwas zur Seite und legte sich eine Hand auf die Brust, während sein Gesicht einen Ausdruck ehrlicher Reue annahm – oder zumindest etwas, das wohl ehrliche Reue hätte darstellen sollen. Das leichte Zucken seiner Mundwinkel machte die Wirkung allerdings ebenso zunichte wie das verräterische Blitzen seiner silbergrauen Augen. „Es war lediglich eine vollkommen harmlose Frage, die sich mir aufgedrängt und meine Zunge bedauerlicherweise schneller verlassen hat, als mein Verstand darüber philosophieren konnte, ob ich Euch damit womöglich zu nahe trete." Seine Stimme nahm mit jedem Wort einen noch bedauernderen Tonfall an, bis er schließlich sogar eine tiefe Verbeugung vor Elaya vollführte. „Mylady wird mir diese unverzeihliche Frechheit hoffentlich dennoch verzeihen und sie mir nicht bis ans Ende meiner Tage nachtragen?“ Noch während er den Kopf wieder hob, begegnete er ihrem Blick und konnte die gespielte Reue endgültig nicht mehr aufrechterhalten. Ein breites Grinsen trat an ihre Stelle, während Navaron sich wieder aufrichtete. „Zumal Ihr natürlich vollkommen recht habt“, fügte er versöhnlich hinzu und griff wieder nach seinem Wein. „Ohne Eure gewissenhafte Prüfung hätte ich womöglich irgendeinen schweren Wein bekommen und wäre nun gezwungen, aus reiner Höflichkeit zu behaupten, dass er mir schmeckt.“ Er hob das Glas anerkennend in ihre Richtung. „Eure Opferbereitschaft soll also nicht unbeachtet bleiben.“

    Als Elaya allerdings erklärte, über die genaue Anzahl ihrer bisherigen Empfehlungen lieber schweigen zu wollen, hob Navaron vielsagend die Augenbrauen. Einen Augenblick betrachtete er sie schweigend, ehe ein leises Lachen aus seiner Kehle drang. „Natürlich“, versicherte er ihr. „Ich verstehe vollkommen. Manche Geheimnisse sollten schließlich wohlbehütet bleiben.“ Er würde ohnehin nicht weiter nachhaken. Wie viele Gläser Wein Elaya an diesem Abend bereits getrunken hatte, ging ihn schließlich nichts an. Solange sie noch derart schlagfertig vor ihm stand, schien zumindest kein Grund zu bestehen, sich darüber Gedanken zu machen. Ihre nächste Frage brachte ihn allerdings selbst dazu, kurz innezuhalten. Navaron sah auf sein Glas hinab, als könnte der helle Wein darin ihm eine verlässliche Antwort liefern. „Das ist eine ausgesprochen gute Frage.“ Wie viel brauchte es eigentlich, bis aus einem unauffälligen Schatten ein ausgesprochen auffälliger wurde? Er trank einen weiteren Schluck und zuckte schließlich mit den Schultern. „Vermutlich reichen dafür bereits drei Gläser“, gestand er ohne große Scham. „Vielleicht vier, wenn ich vorher etwas Vernünftiges esse.“ Er grinste. Navaron hatte nie einen besonderen Ehrgeiz darin entwickelt, große Mengen Alkohol vertragen zu können. Natürlich trank er gelegentlich Wein oder Bier, aber sich gezielt bis zur Besinnungslosigkeit zu betrinken, hatte für ihn wenig Reiz. Er mochte es, Herr seiner eigenen Sinne zu bleiben. Außerdem hatte er oft genug erlebt, wie schnell aus einem ausgesprochen angenehmen Menschen nach zu viel Alkohol ein ziemlich anstrengender werden konnte.

    „Keine Sorge, den Weg nach Hause würde ich vermutlich trotzdem noch finden“, erklärte er und warf Elaya einen belustigten Seitenblick zu. „Allerdings dürfte meine Kleidung dann das Einzige an mir sein, das noch irgendeinen Anspruch auf Eleganz erheben kann.“ Für einen Moment stellte er sich diesen Anblick tatsächlich vor und schüttelte amüsiert den Kopf. Vielleicht war es besser, wenn es bei der Vorstellung blieb. „Ich fürchte also, mein Dasein als würdevoller Schatten wäre spätestens dann beendet.“ Navaron hob das Glas erneut an die Lippen, hielt jedoch kurz davor inne. Langsam wanderte sein Blick zurück zu Elaya. Das Grinsen auf seinem Gesicht bekam wieder etwas Herausforderndes. „Aber nachdem Ihr offenbar über deutlich mehr Erfahrung mit diesen gewissenhaften Qualitätsprüfungen verfügt als ich…“ Er ließ die Worte einen Augenblick wirken. „Wie steht es denn mit Euch?“ Seine Brauen hoben sich leicht. „Muss ich damit rechnen, dass Ihr mich ohne jede Mühe unter den Tisch trinkt? Oder gehört das ebenfalls zu jenen Geheimnissen, über die Ihr lieber schweigt?“

    „Wollt Ihr mir damit etwa zu verstehen geben, dass ich nicht besonders unauffällig aussehe?“, fragte Navaron, nachdem ihm weder Elayas prüfender Blick noch der skeptische Unterton entgangen waren. Sein Blick folgte ihrem, als dieser einmal an seiner Gestalt hinab und anschließend wieder hinaufwanderte, ehe sich ein belustigtes Lächeln auf seine Lippen schlich. Zugegeben, sonderlich überzeugend war seine Behauptung wohl wirklich nicht gewesen. Dafür war er vermutlich ein wenig zu groß geraten und spätestens seine Kleidung machte es ihm auf einem Frühlingsfest nicht unbedingt leichter, mit seiner Umgebung zu verschmelzen. Aber darum war es ihm schließlich auch gar nicht gegangen. Als Elaya erklärte, sie sei gespannt, wie gut sein Vorhaben funktionieren würde, nickte Navaron mit ernster Miene, die so gar nicht zu dem verräterischen Funkeln in seinen Augen passen wollte. „Ich auch“, gestand er schließlich. „Vielleicht entdeckt Ihr ja ein bislang vollkommen verborgenes Talent an mir.“

    Ihre angedeutete Verbeugung beantwortete er ebenfalls mit einem leichten Neigen des Kopfes. Dann ließ er ihr wie versprochen die Führung und setzte sich hinter ihr in Bewegung. Natürlich bemühte er sich dabei mit einem gewissen Augenzwinkern, seinen eigenen Worten gerecht zu werden. Statt direkt neben Elaya zu gehen, hielt er sich tatsächlich ein wenig hinter ihr und folgte ihr durch die Menge in Richtung des Pavillons. Wirklich unsichtbar machte ihn das erwartungsgemäß nicht. Als Elaya nach einigen Schritten über ihre Schulter zurückblickte, als müsse sie sich persönlich davon überzeugen, dass ihr neuer Schatten noch vorhanden war, begegnete sie daher unmittelbar seinem Blick. Navaron hob lediglich fragend eine Augenbraue. Ihr vielsagendes Grinsen beantwortete er mit einem mindestens ebenso amüsierten, sagte jedoch kein Wort dazu. Immerhin hatte ein guter Schatten vermutlich auch die Eigenschaft, nicht ununterbrochen mit der Person zu sprechen, der er folgte. Erst als sie den Silberquell-Pavillon erreichten und Elaya einen freien Platz am Ausschank gefunden hatte, gab Navaron seine Rolle auf und trat neben sie. Bei ihren verschwörerisch geflüsterten Worten musste er lachen. „Aus dem Nichts?“, wiederholte er leise und warf einen kurzen Blick hinter sich, als wolle er selbst überprüfen, woher er gerade gekommen war. Dann beugte er sich ein kleines Stück zu ihr hinüber. „Ich bin gerade erst aus Eurem Schatten getreten. Genau wie prophezeit.“ Das amüsierte Schnauben Elayas ließ sein Grinsen nur noch etwas breiter werden. Während sie anschließend zwei Gläser des hellen Weines bestellte, ließ Navaron den Blick kurz über den Pavillon und die umstehenden Gäste schweifen. Erst als Elaya nach den Münzen griff, wandte sich seine Aufmerksamkeit wieder ihr zu. Dabei entging ihm auch der überraschte Blick der Person hinter dem Ausschank nicht. Erst das Geld, dann Elaya und schließlich er. Für einen Moment hob Navaron leicht eine Augenbraue. Er kannte derartige Blicke. Vielleicht nicht aus genau diesem Grund, doch neugierige Menschen gab es überall und manche waren erstaunlich schnell darin, sich aus wenigen Beobachtungen eine ganze Geschichte zusammenzureimen. Was genau sich ihr Gegenüber gerade dachte, wusste Navaron nicht und es interessierte ihn auch nicht sonderlich. Elaya schien den Blick ohnehin nicht weiter zu beachten, also sah auch er keinen Grund, ihm mehr Bedeutung zukommen zu lassen. Stattdessen nahm er das angebotene Glas mit einem dankbaren Nicken entgegen. „Süße Beeren und Frühling“, wiederholte er Elayas Beschreibung und betrachtete den hellen Wein für einen Augenblick. „Nun habt Ihr die Erwartungen allerdings ziemlich hoch gesetzt.“ Mit einem Schmunzeln hob er sein Glas und ließ es leicht gegen ihres klingen. „Auf einen sorglosen Abend“, stimmte er ihr zu. Einen kurzen Moment blieb sein Blick dabei an ihren grünen Augen hängen. „Der uns hoffentlich noch ein wenig länger in Erinnerung bleibt.“ Dann setzte er das Glas an die Lippen und nahm einen ersten Schluck. Navaron ließ sich einen Moment Zeit, bevor er den Wein hinunterschluckte. Tatsächlich hatte Elaya mit ihrer Beschreibung nicht übertrieben. Der Wein war angenehm leicht und besaß eine Süße, die deutlich genug hervortrat, ohne dabei unangenehm zu werden. Vor allem aber fehlte ihm jene Schwere, wegen der Navaron bei Wein manchmal schon nach dem ersten Glas genug hatte. Seine anfängliche Überraschung darüber ließ sich durchaus an seinem Gesicht ablesen. Anerkennend hob er die Brauen und betrachtete anschließend noch einmal den Inhalt seines Glases. „Der ist wirklich gut“, urteilte er schließlich und nahm gleich noch einen kleinen Schluck, als müsse er sich seines ersten Eindrucks vergewissern. „Und ich muss Euch recht geben. Irgendwie schmeckt er tatsächlich nach Frühling.“ Wie genau Frühling nun eigentlich schmecken sollte, hätte er vermutlich nicht erklären können. Dennoch passte die Beschreibung erstaunlich gut. Vielleicht waren es die Beeren, vielleicht die leichte Süße oder schlicht die Tatsache, dass sie diesen Wein gerade inmitten eines Frühlingsfestes tranken. Navaron wandte sich wieder Elaya zu und hob sein Glas ein wenig in ihre Richtung. „Eine ausgezeichnete Wahl. Damit habt Ihr Eure Schuld mehr als beglichen“, versicherte er ihr mit einem Lächeln. Dann musterte er sie für einen Augenblick, ehe sich erneut jener schelmische Ausdruck auf sein Gesicht stahl. „Allerdings beschleicht mich der Verdacht, dass dies heute nicht Eure erste Kostprobe davon gewesen ist.“ Sein Blick wanderte demonstrativ zu ihrem Glas und anschließend wieder zu ihr. „Wie viele Empfehlungen dieser Art habt Ihr denn bereits gründlich auf ihre Qualität geprüft?“

    Als Elaya ihn schließlich grinsend darum bat, sie mit weiteren Drehungen zu verschonen, konnte Navaron ein leises Lachen nicht unterdrücken. „Wie Ihr wünscht“, erwiderte er mit gespielter Folgsamkeit und verzichtete tatsächlich darauf, sie noch einmal schwungvoll herumzuführen. Schließlich wollte er nicht riskieren, dass sie am Ende doch noch Bekanntschaft mit einem der anderen Tanzpaare machte – oder ihm nach dem Tanz erklärte, dass er es mit seinem Übermut ein wenig übertrieben hatte. Stattdessen ließ er ihre gemeinsamen Bewegungen allmählich ruhiger werden und passte sich wieder stärker dem Takt der Musik an. Ganz vorbei war das Stück ohnehin noch nicht und auch wenn Elaya bereits nach etwas zu trinken verlangte, schien sie ebenso wenig wie er mitten im Tanz aufhören zu wollen. Das gefiel ihm. Angefangene Dinge brachte Navaron für gewöhnlich lieber ordentlich zu Ende, anstatt sie auf halbem Wege liegen zu lassen. Also führte er sie noch durch die letzten Takte, diesmal ohne weitere Experimente. Dabei behielt er nicht nur Elaya, sondern auch die anderen Tanzenden um sie herum im Blick. Er hatte keine besondere Lust, ausgerechnet zum Ende des Stückes doch noch mit jemandem zusammenzustoßen. Als schließlich die letzten Töne verklangen, hielt auch Navaron inne und ließ Elaya wieder vollständig frei.

    Die Bewegung hatte ihm gutgetan. Zwar war er körperliche Arbeit gewohnt und verbrachte einen beträchtlichen Teil seiner Tage auf den Beinen oder im Sattel, doch Tanzen beanspruchte den Körper auf eine andere Weise. Unwillkürlich verlagerte er sein Gewicht für einen kurzen Moment etwas stärker auf sein gesundes Bein. Eine alte Gewohnheit, die sich besonders nach größerer Belastung bemerkbar machte, selbst wenn von seiner einstigen Verletzung im gewöhnlichen Alltag kaum noch etwas zu erkennen war. Heute würde es vermutlich ohnehin niemandem auffallen.

    Sein Blick folgte Elayas Hand, als diese auf den Silberquell-Pavillon deutete. Wein also. Navaron hob leicht die Brauen, ehe er zustimmend nickte. „Solange er nicht zu schwer ist“, meinte er und ein Lächeln umspielte seine Lippen. Gegen einen guten Wein hatte er gewiss nichts einzuwenden. Dafür war ein Fest schließlich auch da. Allerdings hatte er ebenso wenig vor, den restlichen Abend damit zu verbringen, einen Becher nach dem anderen zu leeren. Er kannte seine Grenzen und verspürte wenig Bedürfnis herauszufinden, ob reichlich Wein diese vielleicht verschieben konnte. Dafür gefiel ihm der Abend bislang viel zu gut. Außerdem hatte er schon genügend Männer erlebt, die nach einigen Bechern plötzlich glaubten, besonders unterhaltsam zu sein, während sämtliche nüchternen Anwesenden dazu vermutlich eine andere Meinung gehabt hatten. Zu dieser Sorte wollte Navaron gewiss nicht gehören. Viel interessanter fand er ohnehin, dass Elaya offenbar bereits wusste, wohin sie wollte. Ein wenig neugierig betrachtete er den Pavillon. Wenn sie ihm den dortigen Wein schon ausdrücklich empfahl, durfte sie ihm schließlich auch zeigen, welcher davon ihrer Meinung nach einen Versuch wert war.

    Mit einer einladenden Bewegung bedeutete er ihr daher, voranzugehen, wobei sich erneut ein schelmisches Grinsen auf sein Gesicht schlich. „Wenn Ihr nun die Führung übernehmen wollt, überlasse ich sie Euch ausnahmsweise gerne“, erklärte er und trat ein kleines Stück zur Seite, damit Elaya an ihm vorbei konnte. „Dann folge ich Euch wie ein unauffälliger Schatten.“ Für einen Augenblick hielt er inne und sah sie mit unverkennbarer Belustigung an. Vermutlich war unauffällig angesichts seiner Größe und ihrer beiden Erscheinungen auf einem gut besuchten Frühlingsfest nicht unbedingt die passendste Beschreibung. „Oder zumindest bemühe ich mich darum.“

    Also war Elaya wohl schon öfter im Seeviertel unterwegs gewesen. Nun, immerhin ließen ihre Worte dies vermuten. Aber Navaron glaubte fest daran, dass diese besondere junge Frau gut auf sich aufpassen konnte. Ob es nun geschickte und schnelle Füße waren, oder eine geschickte Zunge kombiniert mit einem klugen Verstand, die sie aus dem ein oder anderen sicherlich ebenso retten konnten. Er nickte daher zu ihrer Anmerkung. Sie schienen auch darin übereinzustimmen, dass man sich solche Begegnungen aber nicht unbedingt freiwillig anlachte. Als seine Tanzpartnerin dann aber überrascht die Augenbrauen hob, musste er etwas lachen. Ja, sein Hof lag nicht direkt neben der Stadtmauer. Die Tiere brauchten Platz und er mochte es etwas außerhalb des Trubels auch gern leiden. Nicht, dass er das muntere Treiben der Stadt nicht mochte, aber so konnte er sich aussuchen, was er suchte, ohne ständig mittendrin zu stecken. Für einen Augenblick fragte sich Navaron sogar, ob die junge Frau mit den grünen Katzenaugen sich nun vielleicht doch umentscheiden würde, und sich das Pferd bringen lassen würde, aber nein, sie bestand darauf, den Weg auf sich zu nehmen. Hätte er wetten müssen, hätte er auch darauf gewettet. Elaya, so elegant sie auch war und wirkte, war keine von diesen Frauen, die sich alles nachtragen ließen. Sie wusste, was sie wollte und war auch breit, eine Stundenkerze Fußmarsch auf sich zu nehmen, um dies zu erreichen. Aber vielleicht würde sich auch ein Karren finden lassen, der die junge Frau zumindest einen Teil des Weges mit sich nahm. Er war fest davon überzeugt, dass Elaya die richtigen Worte finden würde, um eine solche Gelegenheit zu ergattern. “Ich hatte mit nichts anderem gerechnet”, lächelte er sie sonnig an. “Und natürlich dürft Ihr das Pferd dann selbst wählen. Wie vereinbart.” Er drehte sich mit Elaya so lange, bis ihm fast schwindelig davon wurde und lachte dann leise, ehe er wieder in reguläre Schritte überging. “Ein bisschen Planung muss schon sein. Sonst läuft der Laden nicht.” Er grinste belustigt. “Wie wäre es damit: In drei Tagen? Außer es juckt Euch schon so viel früher in den Fingern, dass Ihr es kaum noch aushalten könnt, dann könnt Ihr gern auch spontan vorbeikommen. Die nächsten Tage werde ich die meiste Zeit auf dem Hof sein.” Er konnte sich die Spontanität seiner Begleitung nur zu gut vorstellen. Aber er war auch nicht unbedingt unspontan. “Solltet Ihr nicht sicher sein, ob der Weg noch der richtige ist, fragt die Nachbarn einfach nach dem Hof mit den Pferden aus Alizar, die wissen dann, wohin sie Euch schicken müssen. Nur für den Fall des Falles.” Er lächelte und auch in seinen Augen funkelte Vorfreude auf diesen Tag und die Herausforderungen, denen sie sich stellen würden. Sein Atem ging etwas schwerer. Nicht viel, nur ein bisschen. Aber sie tanzten nun auch bereits eine Weile. “Wie sieht es aus? Hat Euch das Tanzen durstig werden lassen, oder soll ich Euch noch so lange drehen, bis Euch schwindelig ist?”

    “Wie Ihr sehen könnt, bin ich noch ganz und sogar in der Lage, mit Euch zu tanzen und das Fest zu genießen”, grinste Navaron seine Begleitung unbekümmert an. “Aber selbst Mann sollte sich dort an der einen oder anderen Ecke besonders in acht nehmen. Vor allem dann, wenn man nicht auf Ärger oder Prügel aus ist. Ich bin dem zum Glück entgangen, aber ich habe ein paar Leute gesehen, die ganz schön malträtiert worden waren. Arm in der Schlinge, hinkend an einem Stock, dazu noch Veilchen und andere Blutergüsse”, erzählte er frei von der Leber weg. “Vermutlich sind diese sogar noch jene, die leicht davongekommen sind. Da will man lieber nicht darüber nachdenken, wie es anderen so ergeht.” Zu dem Künstlerviertel nickte er. Er sollte sich vielleicht wirklich die Zeit nehmen, sich dieses und nicht nur dieses anzusehen. Die Stadt war groß und hatte doch einiges zu bieten. “Ich werde es mir sehr fest vornehmen”, stimmte er den bekräftigen Worten der Künstlerin zu.

    “Einverstanden”, nickte Navaron. “Mein Hof liegt fast die länge einer Stundenkerze außerhalb der Stadt. Das bedeutet dann leider etwas Fußmarsch für Euch. Aber ich verspreche, ich werde es auf anderer Seite wieder gut machen, auch wenn ich noch nicht weiß wie.” Er lächelte sonnig. “Ich würde eh vorschlagen, dass wir uns nicht vor dem späten Vormittag treffen, so könnt Ihr gelassen in den Morgen starten und ich kann die erste Arbeit erledigen, ehe wir unsere Kräfte miteinander messen?” Er wartete ein paar Tanzschritte und Drehungen ab. Seine Aufmerksamkeit war aber mittlerweile viel mehr auf seine Tanzpartnerin und ihr Gespräch gerichtet, denn auf die Musik an sich. Dennoch nahm er Änderungen wahr und passte seine Tanzschritte und Führung entsprechend an. “Wie wäre es in den nächsten Tagen? Soweit ich gehört habe, soll das gute Wetter halten”, machte er einen Vorschlag für ein Treffen, ehe er sich dem nächsten Thema widmete: “Ihr nehmt die Straße, die nach Wiesenfeld führt und folgt dieser für ein die halb länger einer Stundenkerze…”, begann der Braunhaarige mit der Beschreibung des Weges zu dem Hof und gab noch weitere Abzweigungen und Gabelungen der Wege hinzu, die zu ihm und ihrem Wettkampf führen würde. “Denkt Ihr, Ihr findet den Hof?”

    “Danke für die Warnung. Aber die Erfahrung habe ich auch schon gemacht, dass das Seeviertel mit Vorsicht zu durchwandern ist. Ich muss mir die anderen Viertel wirklich mal bei Zeiten ansehen.” Navaron lächelte fröhlich und nahm sich dieses tatsächlich fest vor, obwohl er wusste, wie groß diese Stadt war.

    Der Braunhaarige hob die Augenbrauen etwas an und nickte, als es um seinen Ehrgeiz ging. “Ein wenig”, gestand er ein. Aber er wäre auch nicht an dem Punkt, an dem er heute war, wenn er nicht ehrgeizig und gut auch verbissen bis sturköpfig gewesen wäre. Der Brünette lachte leise, ob Elayas Feststellung, dass ihr Mund etwas zu schnell gewesen war. Aber er war froh darum, sonst hätte es seine Herausforderung an sie vielleicht nicht gegeben. Sobald die junge Frau sich von ihm löste, ließ er sie los und ergriff die ausgestreckte Hand, um ihre Abmachung zu besiegeln. Er fasste fest, aber nicht zu fest zu und passte seinen Druck dem der Blonden an. “Abgemacht”, entgegnete er mit einem offenen und warmen Lächeln, was in ein fröhliches Lachen überging. “Nun, dann bin ich sehr auf Euer Urteil gespannt.” Er nutzte die noch verbundenen Hände und die Bewegung von Elaya in den nächsten Tanz zu gleiten. Er war locker und fröhlich, weniger steif und mehr frei. “Dann müssen wir nur noch vereinbaren, wann wir uns für unser Kräftemessen treffen wollen? Und soll ich Euch abholen und das Pferd, welches Ihr reiten werdet, bestimmen, oder wollt Ihr auf meinen Hof kommen und es Euch selbst aussuchen?”

    “Gut, ertappt. Ich habe ein wenig übertrieben. Aber es wäre auch verwunderlich, wenn ich, als einfacher Mann, mich leichtfüßiger als eine Akrobatin über die Tanzfläche bewegen würde.” Nicht, dass Navaron nicht auch leichtfüßig und geschickt war, dennoch war er größer und auch schwerer als Elaya in ihrer schlanken Gestalt. Und dann war da noch sein Bein, das früher oder später Probleme machen konnte. Doch er nahm sich selbst nicht sonderlich ernst und daher störte es ihn auch nicht. Er wollte immerhin nicht mit tänzerischen Auftritten sein Geld verdienen. Er lächelte die junge Frau warm an und lachte dann leise. “Und wie sind die anderen Ecken so? Also die nicht so vergnüglich sind?” Sicherlich gab es auch im Künstlerviertel Ecken, die man lieber nicht allein besuchen sollte. Aber es klang etwas sicherer als andere Viertel. Elaya bewegte sich elegant in den Drehungen und immer wieder fand ihre Hand, einer Feder gleich, auf seine Schulter zurück. Auf ihre Frage hin wog er seinen Kopf etwas hin und her. “Es kommt auf meine Gegner an und auch auf das Pferd. Aber ich würde schon sagen, dass wenn ich ein Wettrennen eingehe, dass ich dann gewinnen möchte”, gab er offen zu. Er wollte schon ein Angebot anfügen, doch dann sprach Elaya von den Herausforderungen, welchen sie sich gern stellte. Ihr lag also das Glücksspiel mehr. “Nun, ich hätte Euch nun zu einem kleinen Wettreiten herausgefordert, damit Ihr Euch selbst ein Bild von meinem Können machen könnt. Die Pferde würde sich über einen gemeinsamen Ausritt sicherlich auch freuen. Aber da Ihr nun meintet, Ihr hättet keine große Chance… wollt Ihr es dennoch einmal versuchen? Im Anschluss dürft Ihr eine Herausforderung wählen, die Euch liegt?” Er lächelte Elaya munter an. Ein Ausritt ins Grüne, mit einem kleinen Wettrennen, vielleicht auch ein Picknick?

    Es war so leicht mit der jungen Blonden den Tanz zu genießen, wobei eigentlich die gesamte Zeit, da sie einen ähnlichen Humor teilten und gemeinsam lachen konnten. Das war etwas besonderes, wie Navaron fand, denn oft war dies nicht gegeben. Er lachte daher ob ihrer frechen Anmerkung. “Es kostet mich aber auch wesentlich mehr Anstrengung, nur halb so elegant auszusehen wie Ihr”, gab er belustigt zurück und nickte dann zu ihren Worten. “Das habe ich mir schon gedacht, dass ihr als Artistin eine hervorragende Körperbeherrschung besitzen müsst und das merkt man auch.” Man merkte, dass Elaya wusste ihren Körper zu bewegen, ihre Schritte zu setzen und nicht nur geschmeidig auszusehen, sondern auch geschmeidig und gewandt zu sein. “Nicht das erste Mal”, stimmte er ihr zu und grinste sie fröhlich an und folgte ihren Worten zum Künstlerviertel. “Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, dass es so vergnüglich im Künstlerviertel zugeht”, gestand er dann ein. “Es gibt Feste bei uns ja. Aber eher so wie dieses, anlassbezogen. Feste zum Frühling, zu Sonnenwende, Hochzeiten, solche Dinge. Um die Wette habe ich bislang noch nicht getanzt, aber Armdrücken, Wettrennen zu Pferd oder im Bogenschießen, solche Dinge machen wir schon recht gern. Und Ihr? Messt Ihr Euch auch gern mit anderen?”

    “Selbst wenn ein Ritter sich vor einem Duell oder einem Vergleich fürchtet, gebietet es ihm seine Ehre, sich dem zu stellen, ohne seine Furcht darüber zu offenbaren und sein Bestes zu geben. Also hofft dieser Abklatscht eines Ritters, dass er die werte Dame zumindest ein wenig beeindrucken kann”, meinte Navaron und der Schalk blitzte in seinen Augen und blieb ihm ob der schmerzenden Worte seiner Begleitung erhalten. Es war einfach schön, wenn man mit jemandem scherzen und lachen konnte. “Es ist mir eine große Ehre.” Er nahm die schmale Hand der jungen Frau und gemeinsam enterten sie die Tanzfläche. Sie begannen langsam, damit sie beide sich an die Bewegungen und Schrittlänge des Gegenübers anzupassen. Aber je länger sie miteinander tanzten, umso gelöster wurde auch Navaron, nicht, dass er gehemmt gewesen war. Sie bewegten sich geschmeidig über die Tanzfläche, mal in geschlossener, mal in offener Tanzhaltung. Er lächelte Elaya fröhlich an: “Ihr seid eine gute Tänzerin, Elaya.” Er führte sie in eine Drehung, gefolgt von einer weiteren. “Wird im Künstlerviertel oft gefeiert und getanzt? Also ich meine öfter, als in anderen Vierteln?”

    „Ich glaube fast, dass Eure Abenteuerlust die meine um Meilen übertrifft“, lachte der junge Mann fröhlich. Aber er konnte sich auch sehr gut vorstellen, dass Elaya besonders geschickt darin war, ihre Füße zu setzen und den Gefahren, von denen sie sprach, durchaus ein Schnippchen schlagen konnte. Immerhin war sie nicht nur eine Artistin, sondern gehört auch noch dem Katzenvolk an.

    „Ich bin absolut bei Euch und würde mich sehr freuen, wenn wir uns auf die Tanzfläche wagen.“ Damit stand Navaron auf und hielt seiner jungen Begleiterin seine Hand entgegen, um ihr, ganz Galan, von ihrem Sitzplatz aufzuhelfen. Nicht, dass es notwendig war, aber er fand, es passte einfach zu dieser Atmosphäre des Festes. „Ich hoffe nur, ich kann halbwegs mit Eurem vorherigen Tanzpartner mithalten“, scherzte er dann mit ihr. Denn an einem solchen Abend kam es darauf sicher nicht an. Spass und Freude konnte man auch haben, ohne die Schritte zu kennen, Hauptsache war, dass man sich nicht ständig auf die Füße trat. Die Musik war, wie zuvor auch, einladend und ging einem direkt in die Beine. Vor der Tanzfläche blieb Navaron stehen und verneigte sich spielerisch vor seine eleganten Begleiterin. “Wenn ich also um diesen Tanz bitten dürfte, Mylady?”, grinste er vergnügt und bot Elaya seine Hand an, damit sie diese ergreifen konnte.

    Navaron lachte leise, als Elaya auf den Spass einstieg und ihn Ritter Navaron nannte. “Wir sind ja auch gerade erst dabei, einander kennenzulernen, junge Dame”, neckte er sie weiter und lauschte dann ihren Worten zu Valandor. Er nickte bei ihrer Frage. “Da Valandor an Alizâr angrenzt hatte ich das Vergnügen das ein oder andere Mal dorthinzureisen. Aber bislang kam ich über Seeheim und Waldheim nicht groß hinaus. Dennoch kann ich sagen, dass es dort anders ist als in Alizâr. Aber nicht schlechter. Sondern einfach nur anders. Ich habe mich dort recht wohl gefühlt und auch lose Freundschaften geknüpft”, erzählte er frei und offen. “Es gibt noch einiges was ich mir gern ansehen würde, vor allem die Küstenbereiche, dorthin habe ich es meist nicht geschafft, da die Wege ja doch lang werden können, vor allem nach Syranas ist es weit und auch Ni’farea.” Er zuckte mit den Schultern. “Aber ich bin noch jung und denke, dass ich irgendwann auch diesen Fleckchen einen Besuch abgestattet habe.” Er lächelte, dann wischte er sich die Hände und seinen Mund mit einem Einstecktuch ab und fragte: “Jetzt etwas zu trinken oder direkt etwas Süßes, oder wollen wir einfach etwas herumschlendern?” Die Tanzfläche stand natürlich auch noch zur Auswahl, aber das wusste Elaya ja.

    Ein paar andere Streiche behielt Navaron lieber für sich. Denn ja, die beiden Jungen waren kreativ gewesen und er wollte vor Elaya nicht in Verlegenheit geraten. Er lachte leise und erheitert. “Nicht wissentlich, das ist gewiss”, stimmte er seiner Gesprächspartnerin zu, als diese meinte, er würde sich keinen Hausdrachen anlachen. “Aber wer weiß schon, was das Leben so für einen bereithält.”

    Navaron konnte sich sehr gut vorstellen, dass wäre Nir’alenar eine langweilige Stadt Elaya längst weitergezogen wäre. Eine Schaustellerin, Artistin und Zauberin konnte er sich eh nur schwer an einen Ort gebunden vorstellen. Außer eben, wenn jemand oder etwas ihre Faszination erweckte, wie die Stadt bei Elaya. “Ich verstehe Euch gut”, räumte der junge Mann gern ein, denn es war wirklich ein perfekter Abend um neue Bekanntschaften und vielleicht später Freundschaften zu knüpfen. Die Zeit würde es sicherlich zeigen. “Das ist sehr großzügig von Euch, Mylady”, konterte er, als die Blonde seine Begründung anerkannte. Er lächelte sie sonnig an, biss dann noch einmal von seinem Fladenbrot ab und schüttelte dann mit dem Kopf, als sie meinte, dass er nicht über Langeweile klagen konnte. Konnte er auch wirklich nicht, da er sehr viel in Eigenleistung machen musste, da das Geld nunmal nicht auf Bäumen wuchs. Dann lauschte er den Worten der jungen Blonden, die so viel Begeisterung zum Ausdruck brachten, dass sich sogleich ein Bild vor seinem inneren Auge zeichnete und ihn lächeln ließ. “Das würde mich sehr freuen, wenn wir das einmal tun könnten”, stimmte er dem Angebot zu, ohne dies jedoch konkret zu machen. Er würde gern sehen, was Elayas Augen zum Leuchten brachten und ob er sich ebenso begeistern konnte wie sie es tat. Außerdem lernte er gern neue Leute kennen. Neue Leute brachten neue Verbindungen und neue Verbindungen brachten vielleicht ein gutes Geschäft. Auch wenn das nicht im Vordergrund stand. “Wo seid Ihr bislang noch nicht gewesen, Elaya, wo Ihr aber unbedingt in Eurem Leben noch hinwollt?”, fragte er dann interessiert, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass die junge Frau ihr ganzes Leben in dieser Stadt verbringen würde.

    „Das ist sie“, bestätigte Navaron Elayas Vermutung, dass seine Mutter eine gute Geschichtenerzählerin war. In seinen Augen war sie die Beste. Dann nickte er zu den Worten seiner Gesprächspartnerin. „Aber es gibt auch jene, die nie zufrieden mit dem sind, was sie erreichen oder haben. Wir können froh sein, dass wir beide Zufriedenheit zu schätzen wissen. Was ja nicht heißt, dass man nicht gewisse Ambitionen haben kann.“ Er lächelte. Denn er war sich sehr sehr sehr sicher, dass Elaya welche hatte. Immerhin war sie Artistin und diese mussten sich immer wieder Neues einfallen lassen. “Für kleine Jungen ist glaube ich das ganze Leben ein Abenteuer, vor allem dann, wenn man Mädchen auch noch Streiche spielen kann. Eine harmlose Schlange in den Kleidern, oder eine Echse in den Schuhen.” Er lachte leise. “In meinem jetzigen Alter muss ich mich ab und an aber mit wahrhaftigen Drachen herumschlagen. Sie sind meist alt, meinen alles zu wissen und besser zu wissen und einem die Preise aufdiktieren zu können. Vor einem Hausdrachen bin ich allerdings bislang noch verschont geblieben. Um bei den Drachen zu bleiben.” Navaron grinste Elaya belustigt an.

    Auch Navaron hatte nun gewartet, nachdem er sich den Mund bereits etwas verbrannt hatte. Aber es hatte nunmal sooo verlockend geduftet. Ob Elayas leisem Kichern, hatte er sie wieder angelächelt, da er wusste, dass sie nicht über ihn lachte. “Fünf Jahre bereits? Die Zeit verrinnt manchmal schneller, als man schauen kann. Was aber auch heißt, dass es Euch in all dieser Zeit noch nicht langweilig hier geworden ist. Nehme ich an?” Er biss nochmal vorsichtig vom Fladenbrot ab, da er es einfach nicht abwarten konnte. Und dieses Mal ging es schon besser. Er schluckte, ehe er antwortete. “Ihr seid eine sehr aufmerksame Beobachterin und Zuhörerin”, gab er seiner Begleiterin zu verstehen. “Ich bin aber wirklich noch nicht lange auf dem Hof und da er etwas heruntergekommen war, bin ich auch viel damit beschäftigt, ihn wieder herzurichten. Noch stehen die Pferde, zum Beispiel, auf den Wiesen, aber sie sollen auch einen Stall bekommen und auch am Haus ist noch einiges zu tun. Immerhin sind die Dächer schon mal dicht.” Er lächelte. “Es sieht fast so aus, als hätte das Künstlerviertel Euch vollkommen in seinen Bann gezogen. Was gefällt Euch dort am Besten?”

    Die junge Begleiterin von Navaron hatte scheinbar ebensolches Glück mit ihren Eltern, wie er es hatte. Auch wenn diese sich natürlich dennoch immer gesorgt hatten, wenn sie die Welt selbst entdecken. Aber so waren gute Eltern eben. “Wunderbar”, versicherte er der jungen Künstlerin, als diese zustimmte ihn auf dem Laufenden zu ihren Auftritten zu halten. Er würde sich sicherlich einmal die Zeit nehmen und einen ihrer Auftritte besuchen können. Er war schon mehr als neugierig darauf, wie sie diesen zusammengestellt hatte und mit was sie ihre Zuschauer so verzauberte und faszinierte. “Hätte ich mir wohl denken können, dass eine Künsterlin im Künstlerviertel anzutreffen sein sollte. Dorthin hat es mich zwar noch nicht verschlagen, aber nun habe ich ja immerhin jemanden, den ich für einen netten Schwatz besuchen könnte.” Er lächelte Elaya fröhlich freundlich an und nickte dann ob ihres Einwands. “Ich weiß”, gab er noch immer lächelnd zurück. “Und auch damit habe ich gerechnet. Dann machen wir es so, ich das Essen, Ihr das Trinken?”, schlug er vor.

    “Das könntet Ihr Euch also vorstellen?”, fragte er mit einem Schmunzeln auf den Lippen. “Nun bin ich aber leider doch schon etwas zu alt, um als Knappe zu dienen. Daher bleibe ich auch bei den Pferden. Wie ihr sagt, ich finde es auch eine wunderbare Aufgabe.” Damals hatte es ihm fast so ein bisschen das Herz gebrochen, vor allem, da der Freund, mit dem er sonst jeden Tag verbracht hatte, den Weg gegangen war, den auch er gehen wollte. Aber das waren alte Geschichten und Navaron war mittlerweile froh, mehr oder weniger sein eigener Herr zu sein. “Alle”, versicherte er seiner Gesprächspartnerin und sein Schmunzeln war wieder zu einem Lächeln geworden. “Ob imaginäre Räuber, Wegelagerer, Raubritter oder selbst erdachte Monster und Gefahren. Wir haben sie alle überstanden und besiegt.” Er lachte leise und seine Augen funkelten amüsiert. “Nun ja, dann ist es ja gut, dass die sehr junge Elaya das nicht gehört hat und ich die heutige Elaya nicht klein nennen würde.” Er zwinkerte ihr belustigt zu. “Ich denke, das ist ein tolles Geschenkt, dass das Leben Euch gemacht hat. Zufriedenheit finden die wenigsten. Ich muss gestehen, die Ideen kamen eben aus den Geschichten, die meine Mutter mir am Abend erzählt hatte. Und ich wollte die Welt entdecken, denn als Ritter kommt man ja doch mehr herum, als wenn ich nur auf dem Hof geblieben wäre. Aber mittlerweile bin ich aufgrund des Handels auch schon herumgekommen und habe damit meinen Frieden gemacht, dass der Kleinjungentraum nicht in Erfüllung gegangen ist.” Er schüttelte nun den Kopf. “Was ich sagen will, ich denke, ich bin auch sehr zufrieden damit, wie es gerade ist.” Nun grinste er Elaya an und sie nahmen die Brote entgegen. Er nickte und folgte seiner Gesprächspartnerin zu der Bank, doch er konnte es nicht abwarten und biss auf dem Weg dorthin bereits ins Brot nur um dann “Heiß heiß heiß”, zu murmeln, versuchend das heiße Stück im Mund zu behalten. Er schaffte es gerade so und lächelte etwas gequält. “Seid Ihr eigentlich nur auf der Durchreise, oder habt Ihr Euch für eine Weile in der Stadt niedergelassen?”

    „Die Pferderennen also“, lächelte Navaron und hatte sofort diverse Erinnerungen zu Pferderennen in seinem Kopf, an denen er selbst teilgenommen, aber auch jene, die er nur besucht hatte. Selbst das kleinste Rennen war ein Spektakel, wie er fand und er liebte es, die Pferde sich miteinander messen zu sehen und noch mehr, wenn eines aus dem eigenen Stall gewann. „Ich hoffe Eure Familie hat es Euch nachgesehen, dass Ihr Euch vor der Arbeit gedrückt habt. Aber ein neugieriges Kätzchen muss eben die Welt mit den eigenen Augen entdecken, nicht warh?“ Er grinste Elaya wissend an, denn das galt so gut für jede junge Person. „Das werde ich sehr gern tun, wenn Ihr mich vielleicht wissen lasst, wann Euer nächster Auftritt ist, werde ich mir gern die Zeit dafür nehmen“, versicherte er der jungen Frau aufrichtig. Er konnte sehen, dass seine Anerkennung ihr etwas bedeutete. Aber er konnte sich durchaus vorstellen, dass Elaya noch so viel mehr zeigen konnte, immerhin lockte man die Zuschauer nicht mit den besten Tricks. „Wenn Ihr liebt, was Ihr tut, dann hat es das Schicksal gut mit Euch gemeint mit Eurer Familie. Und Ihr habt mehr gesehen, als die meisten Leute.“ Er klang bewundernd, denn auch wenn er selbst etwas gereist war, war er sicherlich nicht überall gewesen und er hatte nicht mal annähernd so viel gesehen, wie seine Gesprächspartnerin. Die Bestellung war schnell gemacht, er hatte sich ein Fladenbrot mit Speck und Käse bestellt. Und nun warteten sie, dass sie dies erhalten sollten. Navaron hatte bereits bezahlt und grinste Elaya belustigt an, als sie ihn nun neugierig nannte. „Ich bin auf einem dem kleinen Pferdehof meiner Eltern geboren, neben den eigenen Tieren hat meine Familie auch noch Arbeit auf dem größten Gutshof in unserer Gegend, daher war es wohl mehr oder weniger vorherbestimmt, wohin sich mein Leben entwickelt. Wobei ich als kleiner Junge sehr gern Ritter geworden wäre.“ Er lachte, ob seines Eingeständnisses. „Der Sohn des Gutshofes und ich sind im gleichen Alter gewesen und haben uns, wenn es die Zeit erlaubte, mit Holzschwertern über den Hof getobt und nun ja… haben die Bewohner vor schrecklichen Gefahren beschützt.“ Er grinste noch immer und meinte dann: „Ein Kindertraum, der nie wahr geworden ist.“ Nun zuckte er mit den Schultern. „Wie steht es mit Euch? Was war Euer Kleinmädchentraum?“

    „Eine ganz ganz kleine“, meinte Navaron grinsend, als Elaya nach der Pferdezucht fragte. „Sie ist im Aufbau. Aber ja, an Arbeit mangelt es nicht, zumal ich noch dabei bin, den Hof etwas zu verbessern. Aber ich habe einen Stallburschen, den ich für ein paar Tage beschäftige, er ist fleißig und wissbegierig und eine großartige Unterstützung", erzähle der Braunhaarige frei von der Leber weg, dann nickte er und lächelte ob dem Schluss, den seine Begleitung zog. „Richtig. Dort geboren und aufgewachsen. Seid ihr schon einmal dort gewesen? Und nun kommt natürlich die Frage, mit der Ihr nicht gerechnet habt. Woher stammt Ihr, Elaya?“, fragte er dann zurück, da er es nicht sagen konnte. Im Anschluss lauschte er den Worten der Cath‘shyrr und wunderte sich nicht über das, was sie ihm erzählte. „Eine Artistin und Zauberin also?“ Er lächelte sie offen an. Natürlich hatte Navaron schon solche Tricks gesehen, dennoch faszinierte ihn diese Fingerfertigkeit, die Elaya an den Tag legte und die Illusion, die sie damit erschaffen konnte. Er war fasziniert und: „Beeindruckend, was so zarte Finger alles vermögen! Und ich bin mir sicher, dass mich Euer Auftritt sehr in den Bann schlagen würde", sagte er offen und ohne jegliche Anzüglichkeit. „Stammt Ihr aus einer Artistenfamilie?“, fragte er dann aus Interesse an seiner Gesprächspartnerin und besah sich im Anschluss das Angebot des Stands. „Was darf ich Euch bestellen? Also was hättet Ihr gern auf Euer Flammbrot drauf.“ Navanor lachte leise: „Fragen über Fragen, nicht wahr?“

    “Da stimmen wir überein”, gestand Navaron dann ein, als Elaya verkündete, dass ihr das Fest wichtiger war, als Fremden nachzuspionieren. Ihm ging es genauso, aber er fand es dennoch als überaus angenehm, dass man mit seiner netten Gesprächspartnerin auch durchaus scherzen konnte. Das ging nicht mit jedem. “Lieber ein Fladenbrot im Bauch, als ein fremdes Geheimnis auf der Seele”, grinste er belustigt und sah sich kurz um, orientierte sich und deutete in die Richtung. “Dort entlang, werte Elaya.” Sie hielten auf eine kleine Bude zu, die bunt zusammengewürfelt aussah, da sie verschiedene Arten von Bretter verwendete. Aber sie war dem Anlass entsprechend mit Blumen und Blüten dekoriert. Auf einem Schild stand das Wort Fladenbrote, aber es gab auch eine Kreidezeichnung dazu, für jene, die nicht lesen konnten. Mit jedem Schritt roch es köstlicher nach Teig, der in einem Ofen zubereitet wurde. “Ich wohne etwas außerhalb der Stadt, auf einem noch eher kleinen Hof. Und biete Pferde aus eigener Zucht und aus einem Gut Alizars an. Das aber auch noch nicht sonderlich lang. Somit ist mein Alltag geprägt von Stallarbeiten und der Umgang mit den Tieren. Aber auch sind immer wieder Gespräche mit Interessenten und Käufern zu führen”, erzählte er seiner Begleitung. “Und Ihr? Was treibt Ihr, wenn der Alltag Euch wieder eingeholt hat?”

    An der Nasenspitze konnte Navaron ansehen, dass sie Gefallen an seinen Vorhaben hatte und auch, dass sie den Tanz nicht vergessen hatte. Natürlich würde er auf nichts bestehen und alles offen halten, denn der Abend sollte für keinen in einen Zwang enden, sondern Spass und Freude bereiten, da das reguläre Leben schon hart genug war. Da durfte man hier und da auch mal ausbrechen. Zumindest in einem gewissen Rahmen. “Genau der”, zwinkerte Navaron belustigt, als sie auf den besagten Tanz antwortete und nickte, als es um die Vergnüglichkeit ging. War es auch gewesen. “Ohho”, meinte er dann. “Zwei Leute auf dem gleichen Fest, die etwas Dringliches zu erledigen haben? Da möchte man doch fast Mäuschen spielen und herausfinden, ob es tatsächlich Euer Tanzpartner war, der nach Amelie verlangte. Und wenn ja, worum es wohl geht?” Er schmunzelte. Denn er würde den Teufel tun und spionieren, selbst wenn die Neugier nun etwas drückte. “Das freut mich zu hören, also, dass ich auf den Tanz mit Euch nicht verzichten muss. Und was das Essen betrifft. Dann sollten wir uns mal etwas umsehen. Reichlich Süßspeisen habe ich bereits entdeckt. Aber es hat sicherlich auch etwas deftiges. Wonach steht Euch dabei denn der Sinn? Es gibt einen Stand, bei dem Eintopf im Brot ausgegeben wird. Oder lieber ein belegtes Fladenbrot?”

    „Ob Zufall oder die Götter, wir müssen einfach das Beste aus der Situation machen, die sich uns bietet“, grinste Navaron die junge Frau mit den ungewöhnlichen Augen an. „Och, ich wollte mir mal ansehen, was es neben den vielen Trinkbuden noch so gibt. Über Kurz oder Lang könnte ich etwas zu essen vertragen, aber ich habe die Leute reden hören, dass es auch allerlei Handwerkskunst zu bestaunen gibt. Und Schlussendlich würde ich wohl noch den Tanz einlösen wollen, den ihr mir mehr oder weniger versprochen habt. Wonach steht Euch also der Sinn, werte Elaya?“ Er grinste sie belustigt und gut gelaunt an, sah sie dann aber auch neugierig an, als sie sich umdrehte und nach jemanden Ausschau hielt. Er hob fragend die Augenbrauen, bekam dann aber die Antwort auf seine Frage und es freute ihn sehr zu hören, dass Elayas Tanzpartner und sie so ein gutes Tanzpaar gebildet hatten. Wieder sah sich seine Gesprächspartnerin suchend um und nun, da sie erklärte, wonach sie Ausschau hielt, streckte auch er sich etwas und suchte nach dem blonden Schopf, der zuvor gesungen hatte, aber er sah sie nicht. Oder vielleicht doch? Nein, das war ein anderer Blondschopf. Ob ihrer Frage grinste Navaron. „Blendend. Die Damen, die sich nicht an den unterschiedlichen Nuancen unserer Farben haben stören lassen, irgendwie ist Lila dann doch immer Lila, waren sehr begabte Tänzerinnen. Es war etwas ungewohnt zu dritt, aber sie haben es so elegant gelöst, dass ich es jederzeit ein weiteres Mal wagen würde mit ihnen die Tanzfläche zu betreten. Aber wie ihr seht… die eine braucht eine kleine Pause und die andere ist mir aufgrund von einer Erledigung entschlüpft, die sehr dringlich zu sein schien.“ Er tat etwas theatralisch, doch seine belustigte Mine straften seine Art lügen. „Es war wirklich ein schöner erster Tanz. Wenn auch ungewöhnlich“, sagte er dann ernster und lächelte warm. „So genug aber von anderen Frauen. Sagt mir, was wollt Ihr nun tun? Auf Die Bardin warten? Oder?“

    Beide seiner Tanzdamen wirkten mit ihren Gedanken anders zu verweilen, was ihn nicht sonderlich störte, denn solche Dinge nahm er eben wie sie kamen, so auch die etwas schroffe Antwort der Dunkelhaarigen. Er lächelte nur leicht und zeigte Verständnis, als sie sich ihm erklärte. Ob dies mit der Nachricht von zuvor zu tun hatte? Wer hatte auf einem solchen Fest nichts Besseres zu tun, als den Gästen den Abend etwas zu verderben? So wirkte es zumindest für den Moment, denn Amelie sah nicht besonders erfreut aus, über das was sie nun als nächstes erwarten sollte.

    Navaron lächelte leicht. „Natürlich. Gutes Gelingen für Eure Erledigung, Amelie. Vielleicht begegnet man sich wieder“, stimmte er ihr zu und ließ Amelie dann ohne jegliche Verärgerung oder gar Szene ziehen, denn in diesem Zuge verabschiedete er sich auch von der Rothaarigen, denn er wollte noch etwas umsehen, was Daishanee gerade nicht sonderlich gelegen kam. Er wünschte dem hübschen Feuerschopf einen schönen Abend und noch ehe er sich von seiner vorherigen Tanzpartnerin verabschieden konnte, prallte jemand gegen ihn.

    „Eindeutig, denn der untere Fuß war der meine“, entgegnete Navaron mit einem belustigten Lächeln und musste verhindern, dass ihm ein Lachen entkam. Seine Hand hatte er bereits erhoben, sollte die Person, die gegen ihn gerannt und ihm auf den Fuß gestiegen war, noch weiter ins Straucheln geraten. Doch sie fing sich selbst wieder und er grinste Elaya fröhlich belustigt an. „Das bezaubernde Fräulein von neben der Tanzfläche", meinte er. „Elaya.“ Er neigte den Kopf leicht und legte diesen dann schief. „Als könnte so ein zartes Persönchen mich über den Haufen rennen. Aber die Götter, sofern sie über uns wachen, scheinen es gut mit mir zu meinen, wenn sie Eure Aufmerksamkeit nun auf mich lenken. Vor allem dann, wenn Ihr mir nun sagt, dass Ihr Euch gern ein wenig die Beine vertreten wollt?“ Er bot ihr seinen Arm an, damit sie sich bei ihm unterhaken konnte, wenn sie dies wollte. „Wie war der Abend für Euch bislang so? Habt Ihr interessante Leute kennengelernt? Ist Euer Tanzpartner gut zu Euch gewesen?“, viele Fragen, aber er war eben neugierig und plauderte gern, doch dann merkte er auf. „Ich entreiße Euch doch nicht nun gerade der Aufmerksamkeit eines anderen Teilnehmers des Festes?“ Denn er wollte Elaya sicherlich nicht in eine Zwickmühle bringen, sodass sie sich zwischen ihm und jemand anderem entscheiden musste.