- Emular -

Eine Gottheit, die sich ähnlicher Dinge erfreut wie Askalar und sich mit diesem jene riesenhafte Schatzkammer teilt, ist sein eigener Bruder, Emular, der Gott der Händler, des Geldes und des Profits. Emular erfreut sich einer großen Anhängerschar unter den Kaufleuten, die sich davon noch mehr Reichtum erhoffen, wenn sie ihn anbeten, wie auch unter den anderen Reichen, die danach trachten, eben diesen Reichtum zu vermehren, den sie angesammelt haben. Mit der Zeit hat dieser launische Gott, der nichts lieber sieht, als eine Anhäufung goldener Münzen und für den ihr Klimpern die süßeste Musik ist, den Beinamen ‚Der Herr der Münzen' erlangt und ist bekannt dafür, dass er jenen seinen Segen gibt, die ihm dafür im Gegenzug einen Anteil ihres Gewinns anbieten oder ihm andere Opfer in der harten Münzform anbieten. Meistens wird Emular bei Vertragsabschlüssen angerufen und ist dabei absolut egoistisch und käuflich.

Emular wird normalerweise als gut genährter Mann mit dunklem Haar und einem dunklen Bart dargestellt, der sich stets in die feinsten Stoffe kleidet und sein Leben genießt, sofern dieser Genuss mit Münzen zu finanzieren ist.
Sein Symbol ist dabei eine vor Goldmünzen überquellende Schatztruhe, die zumeist golden auf schwarzem Grund dargestellt wird.

Die Priester des Emular werden oftmals von jenen aufgesucht, die sich Profit versprechen oder die einen geschäftlichen Vertrag in einem seiner Tempel abgeben möchten. Die Priesterschaft des Emular bewahrt nur allzu gerne jegliche Art von Geschäftsverträgen hinter seinen Mauern auf und man sucht sie bei Rechtsstreitigkeiten oft auf, um einen Streitfall zu klären, da die Integrität dieser neutralen Priester nicht angezweifelt wird.
Wer kurz vor einer wichtigen, geschäftlichen Entscheidung oder der Gründung eines Geschäftes steht, kommt gerne bei einem der Emulartempel vorbei, um ein Opfer abzugeben oder ein kurzes Gebet zu dem Gott zu sprechen, um ihn günstig zu stimmen. So mancher hat sich hier auch schon das passende Kapital geliehen, wenn er etwas gebraucht hatte, musste sich jedoch hinterher sehr über die Summe wundern, die zurückzuzahlen war - oder aber auch über die Methoden mit denen diese Zahlung eingefordert werden.
Die Priester des Emular kommen zumeist aus reichen Elternhäusern, die sich Gewinn davon versprechen, einen ihrer Abkömmlinge in die Dienste dieses Gottes zu stellen und sie kleiden sich in seidene Gewänder in den Farben schwarz und weiß, die sie mit goldenem Schmuck aufwerten und im Winter mit Pelz versehen. Zumeist sind diese Priester geschäftsorientiert und sie sind sehr bekannt dafür, dass sie stets gründlich abwägen und alle Seiten in einem Streit anhören, bevor sie ihre Meinung dazu abgeben.

Die Tempel des Emular sind stets besonders prächtig und man baut sie nur aus den allerbesten Materialien, wie Marmor mit goldenen Verzierungen und Juwelenbesatz. Im Inneren sind diese Tempel, deren goldene Dächer schon weithin zu sehen sind, mit wertvollen Teppichen und Tapeten ausgestattet, die es eher nach einem Palast als nach einem Gotteshaus aussehen lassen. Die Priester leben hier mit ihren vollen Schatzkammern und warten darauf, bis ihre Dienste gebraucht werden, ganz gleich welcher Art diese Dienste sein mögen.

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