- Kireala -

Kireala, oftmals auch als Mutter der Natur oder Spenderin des Lebens bekannt, ist jene Göttin, die sich dem Schutz der Natur und aller Lebewesen verschrieben hat. Sie wird als Göttin der Natur, der Sonne, des Lebens an sich und der Fruchtbarkeit angebetet. Die sanfte, warmherzige Kireala verabscheut Gewalt in Form von Krieg und Zerstörung, ist jedoch nicht darüber erhaben, jene hart zu bestrafen, die die Natur schädigen und akzeptiert Taten, die den natürlichen Lauf der Natur nicht unterbrechen.
Normalerweise wird Kireala von Bauern und jenen verehrt, die von der Natur abhängig sind, oder ihr in irgendeiner Weise nahe stehen. Trotzdem ist es bekannt, dass sie oftmals die Wesen Niel'Anors über dem Schutz der Natur vergisst und sie weitaus weniger beachtet als eine Pflanze oder ein Tier. So ist sie also eine Göttin, die eher eine kleinere Anhängerschaft unter den Wesen dieser Welt besitzt, sofern jene sich nicht den gleichen Zielen verschrieben haben, wie die Göttin der Natur.
Obgleich Kireala eine der sechs hohen Götter Niel'Anors ist, nimmt sie selbst unter ihresgleichen eher die Stellung einer Einzelgängerin ein, die von unterschiedlicher Gestalt sein kann, obgleich sie oft in der Begleitung ihrer aufbrausenden Tochter Shevaré gesehen wird, die als Herrin der Jagd verehrt wird und ihrer Mutter stets zur Seite steht.

In ihrer natürlichen Form als Mutter der Natur, wird sie zumeist als eine schöne, zarte Frau dargestellt, deren grüne Augen alle Schattierungen des Laubes aufweisen können und die sich mit jeder Jahreszeit verändert. So ist sie im Frühling ein junges Mädchen mit leuchtend roten Locken, im Sommer eine junge Frau in ihrer vollen Blüte, die der Sonne gleich leuchtet, im Herbst eine Frau in den späten Jahren ihres Lebens, die jedoch noch immer einen besonderen Glanz besitzt und im Winter eine Greisin mit weißem Haar, die von dem Hauch des Eises berührt worden ist.
Das Symbol Kirealas ist eine goldene Ähre, die von ihren Priestern gerne in Form einer Kette oder einer Brosche getragen wird und in deren Hintergrund eine ebenso goldene Sonne leuchtet.

Kireala besitzt keine organisierte Priesterschaft, die in Tempeln lebt und dort ihren Tätigkeiten nachgehen, wird jedoch von einer sehr großen Zahl Natur liebender Wesen verehrt, die sich lose zusammenschließen und in der freien Natur in ihrem Namen wirken und leben. Ihre Priester neigen dazu, sich ganz dem Schutz der Natur zu verschreiben und sehr wenig auf andere humanoide Wesen zu geben, die nicht ihrer Gemeinschaft angehören. Sie haben sich vollkommen dem Glauben verschrieben, dass alles auf der Welt seinen natürlichen, vorgegebenen Lauf gehen muss, der von dem Schicksal dafür vorgesehen worden ist. Sie kleiden sich in natürlich gefärbte Stoffe aus grobem Leinen, Leder und Pelze und kümmern sich nicht um Modeersscheinungen.
Lediglich jene in ihren Reihen, die Shevaré verehren und der Tochter der großen Mutter zugetan sind, sind weniger weltfremd, wenn auch nicht weniger ihren Zielen verschrieben. Shevaré wird insbesondere bei den Tua'Tanai verehrt, die sie als ihre liebsten Kinder ansieht und deren Jagdglück und Geschick im Umgang mit Pfeil und Bogen sie noch durch ihre Gunst verstärkt.

Normalerweise werden für Kireala keine Tempel aus Stein in der Stadt errichtet, wohl aber Schreine aus natürlich gewachsenen Stoffen wie Holz in der freien Natur erbaut, das aufwendig in Form geschnitzt und verziert wird. Pflanzen ranken sich an diesen Schreinen empor, bilden oftmals ein dichtes Blätterdach und geben ihnen ein natürliches und bezaubernd wildes Aussehen. Die Schreine dienen jenen als schützende Unterkunft, die sich in der Wildnis verlaufen haben und Hilfe suchen, sofern sie die Natur nicht schädigen und beinhalten stets eine Truhe mit Nahrungsmitteln, die von den Priestern der Kireala aufgefüllt werden und sich nur für jene öffnen, die die darin enthaltenen Speisen wirklich benötigen. Heilende Pflanzen werden um den Schrein herum angepflanzt und können für die Heilung von Verwundeten eingesetzt werden. Zudem ist stets ein Priester als Hüter des Schreines in seiner Nähe und kann sowohl helfen, als auch für ein Vergehen bestrafen.

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