- Lilliande & Yanariel -

Etwas besonderes sind die Zwillingsgöttinnen Lilliande und Yanariel, die stets gemeinsam verehrt werden und von denen die eine für die Liebe steht, die andere jedoch für die Schönheit. Beide Schwestern, die der kurzen Verbindung zwischen Eriadne und Narion entsprungen sind, sich jedoch von ihrem Vater abgewendet haben, besitzen die besten Wesenszüge ihrer Eltern, wobei das Feuer Narions nun das Feuer der Leidenschaft verkörpert und das Licht und die Güte Eriadnes sich in all ihren Taten widerspiegeln.
Die guten Göttinnen sind stets darauf bedacht, Liebe und Schönheit zu fördern, wo auch immer sie gehen und so verwundert es nicht, dass sie sich persönlich um die Liebenden kümmern, wenn deren Herz rein und von ehrlichen Gefühlen erfüllt ist. Sie geben ihren Segen so manchen hübschen Kind, das dann zu einer wahren, anziehenden Schönheit heranwächst, fördern Künste und mischen sich so manches Mal in die Geschicke der Wesen Niel'Anors ein, schmieden Partnerschaften und wecken Gefühle, wenn es ihnen angemessen erscheint. Schließlich hat die Liebe schon so manches Mal den Krieg besiegen können und so verwundert das gespaltene Verhältnis Narions zu seinen Töchtern nicht mehr allzu sehr, haben sie doch schon zwischen den Herrschern oder den Kindern so mancher Lande, die im Zwist lagen, Liebe erwachen lassen und somit seine Pläne durchkreuzt.
Beide Göttinnen haben eine ausgesprochen frivole, freizügige Ader und lieben es zu feiern, was besonders die Nymphen und die Satyrn zu ihren geliebten Kindern macht. Oftmals mischen sie sich unter die Wesen der Welt und verbringen eine angenehme Zeit mit ihnen, bevor sie sich wieder nach Dol'Shanor aufmachen und ihre Arbeit fortführen. Die beiden sind normalerweise fröhlich, ein wenig eitel und launisch, jedoch immer gutherzig und von den besten Wünschen erfüllt.

Keine Schönheit dieser Welt kann der Schönheit der Zwillingsgöttinnen gleichkommen. Yanariel, die Göttin der Schönheit, gleicht einer wunderschönen Elfen- oder Nymphenfrau mit spitzen Ohren, goldblondem Haar und smaragdfarbenen Augen, während Lilliande, die Göttin der Liebe, blauschwarzes Haar und saphirblaue Augen besitzt und eher einem Menschenwesen gleicht. Sie hüllen sich stets in durchscheinende Gewänder - die eine in Grün und Gold, die andere in Blau und Silber und schmücken ihren Körper mit den Edelsteinen, die den Farben ihrer Augen gleichkommen.
Beide Göttinnen besitzen ein ähnliches Symbol - Lilliande einen herzförmigen Saphirring und Yanariel einen ebenso geformten Ring aus Smaragd, die beide Hände ihrer Anhänger schmücken. Diese Steine sind allgemein als Augen der Göttinnen bekannt und sollen ihren Trägern Glück in der Liebe verleihen.

Die Priesterschaft der beiden Göttinnen, besteht aus schön anzusehenden Individuen mit ansprechenden Körperformen, die sich nach dem Vorbild ihrer Göttinnen kleiden und dabei einiges an Aufsehen erregen, wenn sie durch die Straßen gehen. Auf allen Festen sehr gerne gesehen, sind sie stets der Mittelpunkt des Geschehens und halten nicht viel von festgelegten Ritualen, sondern geben ihren Segen, wann immer er gebraucht wird. Das einzige wirklich festgelegte Ritual, das ein jeder von ihnen sehr genau verfolgt, ist ein starker Hang zur Körperpflege und ein ausgedehntes Bad vor jedem Gottesdienst, der mit Gesang, Tanz und anderen Ritualen gespickt ist, der einigen Wesen die Röte auf die Wangen zu treiben vermag.
Die Priester und Priesterinnen der Zwillingsgöttinnen nehmen jedoch bei allen Freiheiten ihre Pflichten sehr ernst und fördern Liebe und Schönheit, so gut sie dies vermögen, helfen Liebenden, denen Steine in den Weg gelegt werden und geben so manchem potentiellen Paar den letzten Schubs, den sie brauchen, um ihre Beziehung zu beginnen, machen auch aus so manchem hässlichen Entlein einen schönen Schwan.

So wie man es von Göttinnen der Liebe und der Schönheit erwarten sollte, sind auch die Tempel zu Lilliande und Yanariels Ehren besonders schön anzusehende Bauwerke, die mit allerlei Komfort ausgestattet werden und oftmals neben eigenen Bädern auch Räume für Massagen und anderweitige Entspannung beinhalten. Eine dichte Wolke aus feinen Düften, vornehmlich aus Rosen, schwebt in diesen Bauwerken beständig durch die Luft und diese Blumen blühen in allen Farben auch oftmals an den Außenbereichen des Tempels. Ansonsten gibt es natürlich in jedem dieser Tempel Statuen der beiden Göttinnen, in deren Augen jeweils Saphire und Smaragde eingelassen sind.
Balkone, Pavillons, Gärten voller Blumen mit Springbrunnen und anderen Annehmlichkeiten sind hier auch stets zu finden und wirken besonders romantisch durch das allgegenwärtige Vogelzwitschern und die leisen Harfenklänge, die in dem Wind mitschweben. Diese Gärten sind häufig für Besucher geöffnet und dienen insbesondere Verliebten als bevorzugter Aufenthaltsort, an dem sie ungestört sein können, bis auf die Augen der beiden Göttinnen, die wohlwollend auf ihnen ruhen.

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