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Minaril, die Herrin über Träume und den Schlaf aller Wesen, die nachts über Niel'Anor wandert und ihren Traumstaub über die Welt verbreitet, ist eine mysteriöse Wesenheit, die sich nicht einfach in die Karten blicken lässt und jede ihrer Taten stets hinter einem Wirbel von Geheimnissen verbirgt. Niemals wird Minaril ohne Gegenwehr Einblick in ihr Tun gewähren und so kann niemand bestimmen, auf welcher Seite sie steht und welche Ziele die rätselhafte Göttin verfolgt.
Die Herrin der Träume wacht über die Schlafenden und bringt ihnen oftmals Einsichten und Visionen, die ihnen von Nutzen sein können, bringt süße Träume und Alpträume, so wie es ihr am besten dient. Wenn Minaril über etwas zornig ist, dann stürzt sie jene, die ihren Zorn hervorgerufen haben in schlechte Träume und nimmt ihnen den Schlaf, wenn sie ihre Gunst zeigen möchte, schenkt sie die süßesten Träume und den ruhigsten, erholsamsten Schlaf. Die Visionen, die sie zu zeigen vermag, sind oftmals verwirrend und es nimmt eine sehr lange Zeit in Anspruch, bis man diese Rätsel gelöst hat, wenn es überhaupt möglich ist. Da Minaril ebenso die Göttin der Hellsichtigkeit ist, schenkt sie insbesondere den Ynari die Fähigkeiten der Seher, die sie allen anderen vorzieht, gibt diese Gabe jedoch auch jenen, die sich ihrer als würdig erweisen und die sie dazu ausersehen hat. Ihre Helfer, die Ashanari, die ihrer Göttin treu ergeben sind und die sie eigenhändig erschaffen hat, stehen ihrer Herrin zur Seite, wenn es darum geht, den Wesen Niel'Anors den Schlaf zu bringen und es ist nur allzu offenbar, dass dies Minaril eine sehr große Macht verleiht. Doch wie sie diese Macht zu nutzen gedenkt, wird sie mit Sicherheit niemandem verraten. Die sinnliche Minaril, die nicht selten selbst durch die Träume eines Schlafenden wandert, besitzt glattes, schwarzes Haar, tiefviolette Augen und einen sinnlichen Mund, mit dem sie so manchen Träumer in den Schlaf geküsst hat. Es gefällt ihr, zu verführen und sie ist nicht darüber erhaben, einen anziehenden Mann selbst zu besuchen und ihm ihre Zuneigung zu schenken, bevor sie ihn einschlafen lässt und sich damit begnügt, ein Nachhall in seinen Träumen zu sein. Ihre Gewänder, die ebenfalls von einem tiefen Violett sind, betonen die Rundungen ihres Körpers und sind zumeist sehr tief dekolletiert. Jeder Priester der Minaril besitzt einen kleinen Beutel, in dem sich die Traumessenz der Göttin befindet und die er einsetzen kann, um ein Wesen sogleich einschlafen zu lassen. Sie ziehen über Niel'Anor und helfen den Schlaflosen, werden jedoch auch gerne aufgesucht, da jeder Tempel der Herrin der Träume über einen fähigen Seher verfügt, der Einblick in die Zukunft bieten kann. Diese Seher werden von der Göttin selbst dazu ausersehen und durchlaufen eine sehr harte Ausbildung, während der ihnen beigebracht wird, diese Gabe niemals zu missbrauchen. Natürlich können diese Seher allerdings auch keine Einsicht in die Zukunft verlangen und müssen darauf hoffen, dass Minaril ihnen diese Gunst gewährt. Diese Schale füllt sich nach einem Gottesdienst zu Beginn jedes Monats mit Minarils Traumstaub, so dass die Priester ihre Vorräte auffüllen können. Es ist dabei nur natürlich, dass zu diesen Zeiten keine Besucher eingelassen werden. Nur die wenigsten werden in diesen dunklen, glühenden Hallen jemals weiter als bis zu dem Altarraum gelangen, denn die Minarilpriester bewahren ihre Geheimnisse gerne, ganz gleich, ob wirklich welche existent sind, oder nicht. Dies führt natürlich dazu, dass man hinter ihren Taten stets Verschwörungen und ähnliche Dinge vermutet und sie öfter mit schiefen Blicken bedenkt. |