![]()
Narion, der Gott des Feuers, der Kampfkunst und des Krieges, der ewige Konkurrent Eriadnes, der ihre Ablehnung niemals verwunden hat, ist ein Wesen voller Widersprüche, das ebenso Leben, wie Zerstörung bringen kann, wie es sein Element, das Feuer, vorgibt.
Ewig darauf aus, Zwietracht zu sähen, kann er eine zerstörerische Macht sein, die launisch jenen ihre Gunst schenkt, die Perfektion mit der Waffe erreichen, sie jedoch sogleich wieder fallen lässt, sobald sie einen Fehler begehen. Noch immer sitzt der Verlust Beleriars ebenso wie ein Stachel in seinem Fleisch, wie der Verlust Eriadnes, die ihn mit Ablehnung und Kälte für seine Kriegslust bestraft und er sucht stetig nach einem Weg, diese beiden Verluste in Siege zu verwandeln. Mittlerweile hat Narion, der von seinem schwarzen Palast im Feuerreich Xiradar aus die Welt überblickt und dort seine Anhänger in seinem großen Schmiedefeuer beobachtet, von dem es heißt, es sei das erste Feuer Niel'Anors gewesen. Dieses Feuer soll nach einer alten Legende das Leben eines jeden Lebewesens bis in die Unendlichkeit verlängern, sofern es sich wagt, in die Flammen zu treten und neu geboren zu werden. Überdies soll es die Macht besitzen jede Wunde und jede Krankheit zu heilen, ist es doch das Feuer des Lebens. Allerdings sollte es schwer werden, an den Shan'vari, Narions persönlichen Helfern vorbeizukommen, 12 Dai'Vaar, die zu perfekten Verführern und ebenso perfekten Klingenkünstlern ausgebildet worden sind und das Feuer bewachen. Narion hat viele Gesichter. So kann er ebenso der mächtige Kriegsführer sein, wie der aufbrausende Gott des Feuers, dessen Temperament ebenso heiß brennt wie die Flammen selbst, der charmante Verführer, der launische Zwietracht Säer, der seine Opfer gegeneinander ausspielt, ebenso wie das überirdische Wesen, das aus den Flammen geboren wurde und durch eine knappe Bewegung ganze Königreiche zum Fall verdammt. Doch in all seinen Gestalten muss stets bedacht werden, dass Narions größte Schwäche seine Gier nach Macht und seine Lust an dem Geräusch aufeinander treffender Klingen ist, obgleich er in den letzten Jahren seine Freude an den neuen Schusswaffen, auch Feuerwaffen genannt, gefunden hat und deren Verbreitung unterstützt. Narion nimmt für gewöhnlich die Gestalt eines muskulösen, gut aussehenden Mannes an, dessen langes, rotes Haar förmlich zu brennen scheint und dessen Augen schwarz wie Kohlstücke sind. Er kleidet sich in schwarzes Leder und führt stets eine Klinge mit sich, die aus purem Feuer zu bestehen scheint und nur von ihm allein geführt werden kann. In seinen Augen tanzen kleine Flammen, wenn er wütend wird. Bei Bedarf kann er sich vollkommen in Flammen hüllen und bietet somit einen Ehrfurchts gebietenden und gefährlichen Anblick. Oftmals von ähnlichem Temperament wie der Gott des Feuers, sind auch die Priester Narions launisch und aufbrausend, wobei dieser Wesenszug jedoch auch öfter von einer kühlen Berechnung abgemildert wird, die jener des Gottes sehr stark ähnelt. |