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Selurian, der Gott des Windes und der Stürme, wird als Gott des Wetters verehrt und ist der Gatte der Alaria, der an ihrer Seite das Reich Salay'idan bewohnt und von dort aus Niel'Anor den Lebenshauch gegeben hat.
Er besitzt das Temperament des Windes und kann sanft wie eine warme Sommerbrise, jedoch auch unbeherrscht und wütend wie ein heulender Sturm sein. Allein Alaria vermag es, seinen Zorn zu bändigen und mit ihrer Sanftmut sein Temperament im Zaum zu halten. Selurian ist derjenige, der über das Wetter herrscht und der auch als Gott der Reise angebetet wird, der den Reisenden und den Wanderern seinen Schutz schenkt und auf ihren Wegen über sie wacht. Dies resultiert aus Selurians eigener Reiselust, die immer dann zutage tritt, wenn er über das Land wandert, um das Wetter über die Bewohner Niel'Anors zu bringen. Ruhelosigkeit und die Eigenschaft, nicht lange an einem Ort verweilen zu können, sind zwei von Selurians hervorstechendsten Charaktereigenschaften. Selurians geliebte Kinder sind die Sylphen, die seinem Wesen am nächsten kommen, doch auch die Wesen des Meeres liegen ihm besonders am Herzen, da er sich ihnen durch Alaria verbunden fühlt. Da Selurian als Gott des Wetters gilt, sagt man ihm nach, dass er das Wetter nach seiner Laune gestaltet, was auch nicht ganz abwegig ist, wobei Stürme als Selurians Zorn gelten und meist einem Vergehen zugeschrieben werden, das ihn erzürnt hat. Sonnenschein gilt entsprechend als Selurians Gunst und wird mit dem genauen Gegenteil erklärt. In Gegenden, in denen das Wetter sehr rau ist, neigen die Einwohner dazu, Selurian Opfer zu bringen, um ihn zu besänftigen, wobei es in heißen Gegenden jedoch allerlei seltsame Rituale gibt, um Regen herbeizuführen. Selurian erscheint ähnlich einem hoch gewachsenen Sylphen mit einem langen, weißen Bart und langem Haar, das stets von einer Brise bewegt zu werden erscheint. Seine Haut ist bleich und wirkt beinahe farblos und durchscheinend, während er sich auch gerne nur in einen leichten Schurz kleidet, der kaum etwas von seinem muskulösen Körper bedeckt. In seinen Augen spiegeln sich wirbelnde Farbstrudel wieder, die sich je nach seiner Laune verändern und niemals für lange Zeit gleich erscheinen. Die Priesterschaft des Selurian wird auch sehr oft als Wettermacher bezeichnet, da man sie gerne darum bittet, für einen Wetterumschwung zu beten und sie aufsucht, wenn die Gegend von Stürmen geplagt und heimgesucht wird, um eine Besserung herbeizuführen. Sie sind bei dem einfachen Volk sehr beliebt und man wird relativ oft in einem kleinen Dorf auf einen Selurianschrein stoßen, der von einem Priester betreut und in hohen Ehren gehalten wird. Schließlich erhofft man sich davon, dass der Priester bei seinem Gott ein gutes Wort einlegen wird. Normalerweise weht im Inneren eines Seluriantempels stets eine leichte Brise, die Kleider und Haar in Bewegung versetzt und dem Besucher ein ausgesprochen seltsames Bild bieten, jedoch auch so manchen Neugierigen in diese Hallen locken, in der Hoffnung, neue Einblicke in die Priesterschaft dieses Gottes zu erlangen. |