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Nir'alenar war einst eine große Stadt, die auf einer Insel namens Beleriar gegründet wurde. Die Stadtväter waren Wanderer aller Völker, Flüchtlinge eines jahrhunderte andauernden Krieges, die jedoch eines miteinander teilten - die Vision eines Ortes der Kunst und der Schönheit, an dem alle Rassen ohne Krieg miteinander leben sollten. Sie alle hatten genug Leid in ihrem Leben gesehen und wollten an einem Ort leben, an dem es keine Kriege und keinen Hass geben würde.
Bald schon war eine Insel gefunden, die den Wünschen der Wanderer zusagte und sie entschieden sich, ihre Stadt des Friedens und der Künste hier zu errichten. Einer von ihnen, Fanur Mondenlied, ein elfischer Priester der Göttin Eriadne, Schutzpatronin der Kunst und des Lebens, erlangte die besondere Aufmerksamkeit und Liebe der Göttin, da sein Herz rein war und er von einer großen Vision beseelt war. Er erreichte es mit seinem unerschütterlichen Glauben und seiner Arbeit, dass die Göttin der Stadt ihren besonderen Segen gab. So wurde schließlich ihr zu Ehren ein großer Tempel errichtet, in den die Gläubigen strömten, um ihr zu huldigen. Mit der Zeit kamen noch viele andere, die ebenfalls von dem Krieg vertrieben worden waren auf die Insel Beleriar und halfen die dort Stadt zu errichten und sie zu wahrer Größe zu führen. So entstand also Nir'alenar, auch die Schöne genannt, denn niemals hatte man eine schönere Stadt auf Niel'anor gesehen. Alle Völker setzten ihre besonderen Fähigkeiten und ihre Kunstfertigkeit ein, um die Schöne zu etwas besonderem zu machen denn in Nir'alenar fanden alle ihren Platz. Bald blühten Kunst, Philosophie und Gelehrsamkeit in der Stadt und die Künstler und Philosophen waren überall gern gesehen und prägten die Geisteshaltung der Stadtbewohner. Großes wurde geschaffen und bald kamen die Völker von überall her, um in Nir'alenar Wissen zu erlangen und die großen Philosophen anzuhören. Es war eine prächtige Zeit voller Frieden und Schönheit. Die Bewohner von Nir'alenar sahen alle Völker als gleichwertig an und hielten Wissen für das höchste Gut, das für alle Zeiten gewahrt werden musste. So verging die Zeit in Nir'alenar in Frieden und keiner sah die Sturmwolken, die am Horizont aufzogen, als sich das eifersüchtige Auge eines anderen Gottes auf die Stadt richtete. Das Zeitalter des Priesters Deron predigte von dem Ruhm des Krieges und wiegelte die Bewohner der Stadt gegeneinander auf, säte Wut, Angst, Hass und Zwietracht. So herrschte keine Schönheit mehr in Nir'alenar. Fanur Mondenlied hatte, versunken in seiner eigenen Arbeit, die Gefahr nicht kommen sehen und stand nun hilflos da, als er sah, dass immer mehr Bewohner der Stadt Eriadne entsagten und Narion die Treue schworen, der ihnen alles zu versprechen vermochte, wie es schien und sich in dem besten Licht darstellte. Schon bald hatte der Gott des Krieges sein Ziel erreicht und konnte sich zurücklehnen, um zu beobachten, wie Eifersucht, Neid und Habgier die Bewohner der Insel dazu trieben, sich untereinander zu bekriegen. Nun gab es keine Bälle mehr und kein Kinderlachen hallte durch die Straßen. Die Künstler mussten sich verstecken und sahen hilflos mit an, wie ihre Werke zerstört wurden, als andere sie ihn ihrem religiösen Wahn und mit den von Narion vergifteten Herzen als Werk des Bösen verdammten. Einige schlossen sich Narion sogar selbst an und übergaben ihre Werke dem Feuer. Es begab sich nun also, dass Fanur Mondenlied zu seiner Göttin sprach und sie um ihre Hilfe anflehte. Doch Eriadne war sehr wütend auf die Bewohner von Beleriar. Diese Insel hatte unter ihrem Segen gestanden und nun verrieten ihre Anhänger sie. Eriadne fasste in der Nacht, als Fanur zu ihr sprach, also schweren Herzens einen Entschluss. Der Fluch der Göttin Die Bewohner der Stadt fielen nun vor Eriadne auf die Knie und baten sie um Verzeihung dafür, sie verlassen zu haben, doch das Herz der Göttin war nicht zu erweichen. Sie stieg in die Luft hinauf und nahm Fanur Mondenlied, ihren treuen Diener mit sich. Dann beschwor sie die Wellen, die hoch über der Stadt zusammenschlugen und sie mit sich in die Tiefe rissen. Die Bewohner der Insel schrieen in Todesangst auf, als sie von den Wellen verschluckt wurden, aber umso erstaunter waren sie, als sie nicht von den Wassermassen getötet wurden, sondern sich bald auf dem Boden des Meeres wieder fanden. Eriadne hatte einen Pakt mit den Göttern des Meeres, Alaria und Selurian, geschlossen, so dass Nir'alenar zwar unter den Wellen gefangen sein würde, dabei jedoch niemand getötet wurde. Dies war ihre Strafe für ihre untreuen Anhänger, die sie damit jedoch auch vor der Wiederkehr Narions schützen wollte. Fanur Mondenlied blieb an ihrer Seite in Dol'Shanor, dem Reich der Götter. Er sollte von nun an der Schutzpatron der Stadt sein, die er aufgebaut hatte. Arion Falkenauge wurde der Streiter an seiner Seite, der ihm dabei half und so vor Narions Rache verschont blieb. Eriadne hatte ein Herz für die, die ihr treu geblieben waren und die Liebe zu ihrem Volk hatte sie selbst nach dem Verrat nicht verlassen. Doch dies bedeutete nun vor allem eines - die Bewohner von Beleriar würden die Insel niemals mehr verlassen können, bis der Fluch gebrochen würde. Das Zeitalter des Aufbaus So gelangte Nir'alenar wieder zu einer neuen Schönheit, die zwar nicht so strahlend war, wie zuvor, jedoch wieder dazu werden sollte. Die Bewohner Beleriars fanden Wege des Handels mit anderen Bewohnern des Meeresbodens, denn bald fanden sie heraus, dass diese die Insel durch Portale betreten und wieder verlassen konnten, auch wenn sie sie nicht verlassen können würden. Nach drei Jahrhunderten setzte Eleria einen Nachkommen des Arion Falkenauge, Aranil Falkenauge als Fürsten der Stadt ein und zog sich in ihrem gläsernen Turm zurück. Gläsern war er, um die Bewohner der Stadt daran zu erinnern, dass sie immer über sie wachte und ihre Absichten erkannte. Aranil führte den Aufbau fort und ist nun der Fürst der Stadt, die als Hauptstadt der Insel gilt. Dabei wird er von zehn Weisen beraten, die Eriadne und ihren verbündeten Göttern treu ergeben sein sollten. Die Zeit der zweiten Blüte |