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Alte, versunkene Kulturen müssen noch lange nicht tot sein und jeder, der Asrallea einmal erblickt hat, weiß wie lebendig diese noch sein können. Asrallea ist eines dieser alten versunkenen Reiche, die durch ihren Untergang noch lebendiger geworden sind und heute von den Nixen bevölkert werden, die Gefallen an den alten Gebäuden und ihren Geschichten gefunden haben.
Die Nixen bevölkern Asrallea erst seit etwa 500 Jahren und gehören damit zu den neueren Bewohnern der Reiche in den Gewässern des Sternenmeeres. Asrallea wird von der Königin Seruana regiert, die ihrem Volk eine gerechte, wenn auch sehr aufbrausende Königin ist, die lieber selbst zur Tat schreitet, als andere lange reden zu lassen. Das lässt sie für viele als zu impulsiv und unberechenbar und deswegen als zu gefährlich erscheinen. Man nimmt die Nixen zwar durch ihr lebhaftes, verspieltes Wesen nicht als zu große Gefahr wahr, behält sie aber stark im Auge, da keiner ahnen kann, was in Seruanas Kopf vorgeht. Dies ist noch ein wenig schlimmer geworden, seitdem ihr undurchschaubarer Sohn Meruan heranwächst und von vielen nicht richtig eingeschätzt werden kann. Asrallea umfasst das Gebiet des vor Jahrtausenden versunkenen Reiches Alonadar und wird von den Nixen eigentlich als für ihre Bedürfnisse vollkommen ausreichend angesehen. Von Kriegen halten diese verspielten Wesen ohnehin nicht viel und so verteilen sie sich eher in kleineren Siedlungen auf dem Meeresboden, wenn überhaupt neue gegründet werden. Da man sie für eine eher kleine Bedrohung hält und die Nixen nicht viel von großen Reichtümern und angehäuftem Besitz halten und über keine nennenswerte Streitmacht verfügen, sind sie für die Yassalar von geringem Interesse und werden größtenteils in Ruhe gelassen. Das dies aber nicht für immer so bleiben wird, ist abzusehen. Aléuna Beinahe wirkt es geisterhaft, wenn man die uralten, umgestürzten Säulen sieht, die hier zerbrochen wie feines Porzellan am Boden liegen. Jeder Stein, jedes Haus, jeder Durchgang zwischen den sanft gleitenden Meerespflanzen scheint beinahe zu sprechen, erzählt Geschichten davon, wie es früher einmal war, als noch andere Wesen durch die Straßen dieser Stadt gewandert sind. Aber es gibt auch neue Dinge, Gebilde, die an große Muscheln und Seesterne denken lassen und die von den Nixen nun ebenso bewohnt werden die die offenen, antik wirkenden, alten Gebäude aus dem weißen Marmor, den vor ewigen Zeiten das Licht der Sonne gestreichelt hat. Die Vergangenheit ist hier nicht vergessen, sie ist erneut lebendig geworden, als die Nixen hier Einzug gehalten haben, die nun Aléuna wieder mit Lachen und Leben erfüllen. Sie haben die Pflanzen des Meeres hier aufgezogen in den uralten Ruinen und ihnen somit eine wehmütige Schönheit verliehen, zwischen alten Säulen und Durchgängen, die wie ein Portal in eine andere Welt wirken. Unzählige Geheimnisse warten darauf hier entdeckt zu werden, wer weiß, wo er suchen muss, wird die alten Geschichten und Erinnerungen finden und so ist das Leben in Aléuna ein ewig währendes Abenteuer, dem sich die Nixen jeden Tag erneut hingeben auf den Spuren der alten Zeit und den alten Schätzen. Die Tempel uralter, längst vergessener Götter warten noch immer hier und so mancher birgt vielleicht noch seinen eigenen Schrecken und seine alte Macht, die darauf wartet wieder entdeckt zu werden. Die Stadt Aléuna scheint beinahe nicht wirklich eine zu sein, so gibt es zwar den großen, alten Palast mit den vielen Säulen aus dem leuchtend weißen Marmor, hinter dessen Mauern Königin Seruana das Reich regiert aber ansonsten scheinen auf den ersten Blick andere offizielle Gebäude zu fehlen, die in anderen Reichen an der Tagesordnung sind. Es gibt keine Akademien, obgleich es sie in der Stadt, die Aléuna einst war sicher gegeben hat, ebenso wie die großen Bibliotheken, die nun eher Festhallen sind. Aléuna wirkt wie ein großes, offenes Abenteuer für seine Bewohner und das ist es auch. Es ist ein Platz, der zwischen dem ewigen Abenteuer und dem lauschen auf die Geschichten der Vergangenheit besteht und damit die Zukunft mit der Vergangenheit zu einer Einheit verschmelzen lässt. |