- Sarandor -

Stark und unbezwingbar, so erscheinen die Städte und Mauern des Königreiches Sarandor, das von den geschickten Sâramai, den Seezwergen bevölkert wird. Beinahe erscheint es, als ob dieses von Mauern umgebene Reich eigentlich an das Licht der Sonne gehören würde, unterscheidet es sich doch auf bedeutende Art und Weise von den Bauwerken der anderen Völker, die das Sternenmeer ihr Zuhause nennen. Vielleicht mag dies daran liegen, dass die Sâramai sich auch im Licht der Sonne auf der Oberwelt bewegen können, ohne bedeutenden Schaden zu nehmen. Durch ihre Vorliebe für das Wasser der Ozeane, ziehen sie jedoch das Leben unter Wasser vor, für das sie geboren wurden.
Sarandor wird seit Jahrhunderten von der Dynastie der Dûn Sarash beherrscht, der auch der amtierende König Saramar entsprungen ist. Er regiert Sarandor nun schon seit vielen Jahren mit seiner Königin Alasta an seiner Seite. Das Königspaar hat zwei starke Söhne herangezogen und somit sieht es ganz so aus, als würde das Geschlecht der Dûn Sarash noch lange auf dem Thron Sarandors herrschen.
Sarandor wird von starken Mauern aus schwarzem Obsidian mit magischen, goldenen Runen geschützt, die von starken Kriegern der Sâramai bemannt worden sind. Kein Feind wird es leicht haben hier einzudringen, denn die Sâramai kontrollieren in ihrem Mistrauen gegen die Yassalar jeden, der in das Reich hinein und wieder hinaus möchte und schrecken nicht vor strengen Maßnahmen gegen Verräter zurück. Die Sâramai mögen kein großes Reich besitzen, dafür sind sie jedoch unbestritten stark und entschlossen es zu verteidigen.
Über das ganze Reich sind die Höhlen der Sâramai verteilt, die oft so hoch gelegen sind, dass sie aus dem Wasser herausreichen, grenzt Sarandor doch an ein unterirdisches Gebirge, in dem sich jene befinden. Dies ist schon allein deswegen notwendig, damit sie überhaupt der Kunst des Schmiedens nachgehen können, die unter Wasser nicht durchführbar ist.

Tarrestro

Massiv und dunkel schimmernd, von vielen goldenen Schutzrunen besetzt, ragen die Bauwerke Tarrestros in die Höhe. Hier lebt König Saramar in seinem großen Palast am Fuße des Gebirges, aus dem man bei Tag und bei Nacht die unermüdlichen Hammerschläge der Sâramai vernehmen kann.
Tarrestro ist eine lebendige Stadt, in der die Arbeit und die Suche nach der Perfektion im Vordergrund stehen. Nirgendwo wird man mehr handwerkliche Meister finden als hier. Viele der immer belebten Werkstätten stehen miteinander im Wettstreit und die Seezwerge haben auch einen magischen Weg gefunden, das Wasser aus manchen Gebäuden herauszuhalten und sie so auf dem Trockenen zu belassen. Dies ist für so manche handwerkliche Arbeit notwendig.
Das Stadtbild von Tarrestro wird von seinen Handwerkern geprägt, die auf den Straßen der Stadt oftmals ihre Erfahrungen austauschen und gemütlich für eine Weile plauschen, während sie in den Läden ihrer Konkurrenten stöbern, um vielleicht die fehlende Anregung für ein eigenes Werk zu finden.
Auch das Familienleben wird hier groß geschrieben, die meisten Sâramai entstammen ihrer alten Dynastie, die für einen bestimmten handwerklichen Zweig berühmt geworden ist und mit den Angehörigen anderer Familien, die das gleiche Handwerk betreiben meist in einem uralten Wettstreit steht. Tarrestro ist auf alten Traditionen begründet, die bis heute eingehalten werden und die für die sehr familiär geprägten Zwerge in ihren großen Häusern voller Kinderlachen sehr wichtig sind.
Jede Dynastie besitzt ein großes Stammhaus, in dem ihr Handwerk gelehrt wird und die ihr ureigenes Wappen trägt. Diese Dynastien besitzen in der Sâramai - Gesellschaft eine unterschiedlich große Bedeutung, manche von ihnen stehen dem Königshaus durch Blutsver-wandtschaft sehr nahe und werden hoch geschätzt, neuer müssen erst noch einen Weg finden, um sich einen Namen zu machen.
Zu den wichtigsten Gebäuden in der Stadt gehören die Tempel für die Zwergengötter, dabei steht natürlich Kharad für sie im Vordergrund, dem ein großer, wie eine Spitzhacke geformter Tempel erbaut worden ist. Kharad selbst wacht alle Zeit über seine Kinder und taucht oft in seinem Tempel auf, um sich von hier aus auf den Weg durch das Reich Sarandor zu machen und die Arbeiten seiner Schützlinge zu bewundern.
Die Sâramai lieben Geselligkeit untereinander und dies mag der Grund dafür sein, dass Tarrestro sehr viele Tavernen besitzt, in denen sich die Seezwerge am Abend nach der täglichen Arbeit treffen. Kein Sâramai würde sich diese erholsamen Stunden nehmen lassen, sofern er kein ausgeprägter Einzelgänger ist oder sein Meisterwerk schaffen möchte.
Auch die Kampfeskunst wird von dem ansonsten friedlichen Volk hochgeschätzt und so findet man hier, wie in jeder großen Sâramaistadt, die große Kampfakademie, die die für ihre Tapferkeit und ihre Wildheit berühmten Sâramaikrieger ausbildet, die dann das Reich mit ihrem Leben schützen. Besonders der Kampf mit der Knochenaxt ist die Disziplin, die von hochgeschätzt wird und die diesem Volk am besten liegt. Große Waffenmachenwerkstätten liegen vor der Akademie und stellen bei Tag und bei Nacht Nachschub her - denn die Sâramai wollen nur ungern unvorbereitet auf die Yassalar treffen, die ein Auge auf die reiche Stadt und ihre großen Schätze geworfen haben.

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