- Essandra -

Man sagt Essandra gerne einen Schuß Ashaironiblut in ihren Adern nach und wer die Wirtin der Schwarzen Katze schon einmal in einer ungnädigen Verfassung erlebt hat, ist nur zu gerne bereit, dies auch zu glauben. Allerdings handelt es sich bei ihr tatsächlich um eine reinblütige Edelelfe, die allerdings ihren Namen und ihre Familie schon vor langer Zeit aufgegeben hat und niemals über diese Dinge redet. Über die Gründe kann lediglich spekuliert werden und man munkelt, sie sei eine Ausgestoßene, doch wer Essandras lederne Peitsche an ihrer wohlgeformten Hüfte hängen sieht, stellt ohnehin keine Fragen mehr.
Die düstere Edelelfe, deren glattes, schwarzes Haar ungebunden bis zu ihrer Hüfte hinabhängt und die sich stets in enges, schwarzes Leder kleidet, ist sicherlich für viele Männer ein reizvoller Anblick. Dennoch ist es angeraten, Essandra niemals gegen ihre Willen zu berühren, wenn man keinen schneidenden Blick aus ihren dunklen Augen riskieren möchte - und den möglichen Verlust der abgewanderten Finger.
Essandras Auftreten ist jederzeit selbstsicher und furchtlos. Nichts scheint die Elfe aus der Ruhe zu bringen und man hat es durchaus schon erleben dürfen, daß sie auch vor Auseinandersetzungen nicht zurückgeschreckt ist, in die Männer involviert waren, die sie an Gewicht um das Dreifache übertrafen. Eine dunkle Aura geht von der Wirtin der schwarzen Katze aus und es ist seltsam, daß ein Lächeln ihr Gesicht überzieht. Selbst wenn dieser seltene Zustand eintrifft, erreicht es allerdings niemals ihre kalten Augen und so mancher ist der Überzeugung, daß Essandra kein Herz besitzt. Sie selbst lacht lediglich über eine solche Annahme und bestätigt sie normalerweise damit, daß Shirashai selbst es aus ihrer Brust gerissen und durch einen Stein ersetzt habe. Was genau sie damit meint, erwähnt sie jedoch nie.
Essandra ist eine Quelle der scheinbar niemals versiegenden Information und niemand mag besser über die Vorgänge in der Stadt auf dem Laufenden sein als sie - allerdings muss man sich bewusst sein, daß es teuer werden kann, ihr etwas zu entlocken. Essandra verkauft sich niemals unter Wert.
Warum sie sich für ein Leben als Wirtin einer Hafentaverne entschieden hat, ist unbekannt. Allerdings ist sicher, daß sie die Schwarze Katze bei einer Partie ‚Bartloser Elf' von dem früheren Besitzer gewonnen hat, der ihr seitdem nicht wohl gesonnen ist. Ohnehin sollte man es sich mehrmals überlegen, ob man in einem Karten- oder Würfelspiel gegen Essandra antreten möchte - die Wirtin der Katze steht in dem Ruf, noch kein einziges Spiel verloren zu haben und wer sie herausfordert, muss ich darüber im Klaren sein, daß er die Taverne mit einem leerem Goldbeutel verlassen wird. Trotzdem mangelt es ihr selten an Spielpartnern, die ihr Glück versuchen möchten.

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