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Selten hat Beleriar einen Mann hervorgebracht, der sich an Grausamkeit und Skrupellosigkeit mit Madran Csariban messen kann und dieser Umstand gefällt dem Dai'Vaar nur allzu gut. Madran ist Vanathors rechte Hand und in den Kreisen der Anhänger Narions gilt er als ein Nachfahre des Derion Arieth, was ihn noch weitaus interessanter für sie macht. Das Flammenherz, dessen Seele so schwarz ist wie sein Haar und seine Augen, führt nach außen hin das Leben eines gewöhnlichen Adeligen, der mit seiner Frau Selira, jenem bedauernswerten, labilen Geschöpf, dessen Familie für Madran der Schlüssel zu seinem Reichtum war, in einer Villa des Adelsviertels lebt und sie wie eine Marionette lenkt. Selira, die an der Grausamkeit ihres Mannes zerbrochen ist, sitzt nur noch Tag für Tag in ihrem Gemach und schaut von ihrem Fenster aus über den Park, nimmt kaum noch Nahrung zu sich und wartet, bis Madran sich ihrer für einen seiner Zwecke bedient. In dem Keller der Villa Csariban befindet sich ein Schrein, der Narion geweiht ist und der dem Kult des eisernen Schwertes als Versammlungspunkt dient. Hier werden die Pläne des Kultes ausgearbeitet, die dann stolz Vanathor selbst präsentiert werden, der entweder seinen Segen gibt, oder aber den Kult an ihrer Ausführung hindert. Es ist jedoch schon oft geschehen, dass Madran sich Vanathor widersetzt hat und dennoch versucht hat, seine Pläne durchzuführen, was ihm jedoch einige Narben beschert hat. Diese Entwicklung macht Vanathor Sorgen, denn Madran war früher sein zuverlässigster Diener und er fragt sich, was diese Veränderung in ihm bewirkt haben mag. Madran Csariban ist ein brutaler, gewissenloser Mann, der sich oft in den Bordellen der Stadt herumtreibt und durch die Tavernen des Hafenviertels zieht. Er tötet andere, die ihm im Weg stehen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden und weiht das vergossene Blut Narion, nachdem er die Zeugen mit seinen Seesternen zum schweigen gebracht hat - doch wie lange wird Narion diesem sinnlosen Töten noch seinen Segen geben? Selbst der Gott des Krieges hat einen Funken von Ehre in seinem Leib, was auf Madran nicht mehr zutrifft. |