![]() Die Meisterbardin der Stadt Nir'alenar, Valea Onoris aus dem alten, edelelfischen Geschlecht der Onoris, ist eine Persönlichkeit, die niemand nach einem Treffen so schnell wieder vergisst.
Die Edelelfe mit dem goldenen, welligen Haar, das ihren Rücken herabfließt und den tief Goldbraun glänzenden Augen, die von langen Wimpern überschattet werden ist eine der schönsten Frauen Beleriars und besitzt eine mindestens ebenso außergewöhnliche Ausstrahlung.Normalerweise ist sie sehr fröhlich, wirkt lebendig und ein klein wenig geheimnisvoll, da sie darauf achtet, nie zuviel von sich preiszugeben. Manchmal liebt sie es auch, das naive, dumme Elfenmädchen zu spielen, um in Erfahrung zu bringen, was sie zu wissen begehrt und dies gelingt ihr trotz ihrer über 500 Lebensjahre auch immer noch sehr gut. Valea war schon immer eine sehr geschickte, wenn auch nicht intrigant zu nennende Ränkeschmiedin, der mehr daran liegt, ein hübsches Paar zu verkuppeln, als wirklichen Schaden anzurichten oder ihren eigenen Vorteil zu suchen. Nicht umsonst blickt sie zu Lilliande und Yanariel auf, wenn sie göttliche Unterstützung sucht. Valea ist nicht nur die Leiterin der Hallen der Künste, nein, sie ist auch die treibende Kraft hinter den Bemühungen im Künstlerviertel, Nir'alenar wieder zu dem zu machen, was es einst war und hat zu diesem Zweck die geheime Organisation der Traumweber ins Leben gerufen, die sich explizit diesem Ziel widmet. Dazu nutzt sie die Kräfte der Fee Iriel Corashai, die der Leiterin der Akademie treu zur Seite steht, obgleich Valea keine Magierin ist. Stattdessen nutzt sie die Magie einer Meistersängerin, deren über alle Maßen klare Stimme schon so manchen Fremden aus den anderen Teilen der Insel hervorgelockt hat. Denn Valeas Ruf ist legendär und nicht wenige Adelige oder gut betuchte haben ihr schon hohe Summen für ein einziges Lied geboten. Doch solcherlei Angebote schlägt sie jedes Mal mit einem solch charmanten Lächeln aus, daß ihr der Auftraggeber nicht böse sein kann. Valea ist eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und besitzt eine große Neugier, die sie dazu treibt, nach alten Legenden und neuen Geschehnissen in der Stadt zu forschen, wann immer sie die Zeit dazu erübrigen kann. Doch sie liebt es ebenso sehr, auf einer Bühne oder auch einfach nur im Park aufzutreten und dort eine Vorstellung von ihrer Sangeskunst zu geben - eine Gelegenheit, bei der sie nur zu gerne ihre langen, tief ausgeschnittenen Seidenkleider trägt, die ihre Figur sehr gut erahnen lassen. Trotzdem gibt es sehr oft Gerüchte, die sich um ein dunkles Geheimnis in ihrer Vergangenheit drehen, über das sehr viel spekuliert wird. Allerdings weiß keiner, was es wirklich sein mag und so herrscht eine rege Legendenbildung um ihre Person, die Valea oftmals nur noch den Kopf schütteln lässt. Dennoch schweigt sie eisern, wann immer jemand versucht, mehr darüber in Erfahrung zu bringen. In letzter Zeit häufen sich die Gelegenheiten, bei denen Valea von einer starken Melancholie ergriffen wird, denn Narions Einfluss auf die Stadt verstärkt sich wieder und dies erinnert sie an die Tage des Untergangs, als sie mit ansehen musste, wie alles, was sie liebte, der Zerstörung anheim fiel. Noch immer leidet sie unter dem, was sie seinerzeit erleben musste und sie weigert sich, darüber zu reden. |