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Auch wenn die Diebesgilde die meisten fähigen Diebe in ihren Reihen vereint und es nicht zulässt, dass einer ihrem Netz entkommt, so war sie jedoch bisher weder in der Lage, herauszufinden, wer Zarbos Schwarzmaske wirklich ist, noch würden sie sich an diesen verrückten Meisterdieb herantrauen, wenn sie es wüssten. Zarbos ist unter Dieben schon zu Lebzeiten eine Legende, denn er geht bei seinen Einbrüchen unglaubliche Wagnisse ein. Zarbos ist absolut unberechenbar und seine Verkleidungen, die er perfektioniert hat, lassen es nicht zu, dass er so einfach gefasst wird. Man sagt ihm nach, dass er dem Fürsten selbst das Schwert von dem Körper wegstehlen könnte und es besteht kein Zweifel daran, dass er derjenige sein wird, der es auch wirklich versuchen würde, nur um seinen Ruhm noch zu mehren. Dabei ist es beinahe ironisch, dass er kein Interesse an Reichtum besitzt und auch schon Dinge gestohlen hat und sie am nächsten Tag zurückbrachte, nur um zu beweisen, dass er es vermag. Dieses Verhalten hat zu Gerüchten geführt, dass Zarbos ein reicher Mann sein müsse, doch es ist erstaunlich, wie falsch dies ist. Er ist lediglich der Sohn eines einfachen Hufschmiedes aus dem Hafenviertel und hat niemals in seinem Leben viel besessen. Seinen Namen ‚Schwarzmaske' hat der Meisterdieb erlangt, da er bei seinen Einbrüchen stets eine schwarze Maske trägt. Mit seinem kurzen, strohblonden Haar und den stahlblauen Augen hat er schon öfter die ein oder andere Dame in der Verkleidung eines Adeligen schwach gemacht, um ihr so das Geheimnis über die Schatzkammern ihres Mannes zu entlocken und dann für sich zu gewinnen. Es ist erstaunlich, wie samtzüngig dieser Mann aus den einfachen Verhältnissen dann sein kann. |