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Eigentlich waren Die Schatzsucher einstmals nicht viel mehr als jene Zwerge, die in den Minen Alizar Dûstans arbeiteten und dort das Erz zutage förderten, doch dann geschah etwas, dass dem ehemaligen Spitznamen eine ganz neue und weitaus interessantere Bedeutung gab - Thurbas Streithammer, der König der Zwerge, fand seine Berufung darin, sein Volk auf abenteuerliche Schatzsuchen zu senden, um ihnen eine Art Freizeit von ihrer harten Arbeit in den Minen und der Schmiede zu gönnen.
Nun mag dies für die meisten Nichtzwerge eher ein Grund zur Belustigung sein - eine Gesellschaft von Zwergen, die auf Abenteuer auszieht, um alte Schätze zu entdecken und diese ihrem König in einer Art Wettstreit auszuliefern, doch die Schatzsucher nehmen ihre Berufung sehr ernst. Dies mag allerdings eher daran liegen, dass die Schatzsucher im Grunde nicht mehr als ein Vorwand sind - schließlich sind sie sozusagen der Geheimdienst seiner Majestät, Spione des Zwergenkönigs, die sich außerhalb seines Reiches umsehen, ob dem Reich von Azâd Karun möglicherweise eine Gefahr droht. Zu diesem Zweck werden die Schatzsucher, die normalerweise an dem Abzeichen eines goldenen Hammeranhängers an einer schweren Goldkette zu erkennen sind, sehr gut ausgebildet - besser, als man es von einem Zwerg üblicherweise erwarten sollte. Die Schatzsucher haben sowohl perfekte Manieren, als auch Kenntnisse im Umgang mit allerlei Waffen, die man ihnen normalerweise nicht unbedingt zuschreiben würde. Zudem besitzen diese munteren und normalerweise lustigen Gesellen noch zwei weitere, kleine Besonderheiten - sie sind allesamt gegen die Auswirkungen von Alkohol immun und können auf einige mechanische Spielereien, bzw. Hilfsmittel zurückgreifen, die ihnen der gnomische Erfinder Saldur Aranas zur freien Verfügung stellt. Es mag das bestgehütete Geheimnis der Zwerge sein, doch die Schatzsucher sind in der Tat eine ganz kleine Macht, mit der man rechnen muss. Der Schwur beinhaltet unter anderem, dass kein Wort über die Existenz ihres Ordens die Minen jemals verlassen wird und bisher gab es noch keinen Verräter unter den Schatzsuchern, der sich nicht daran gehalten hätte. Potentielle Verräter werden schließlich recht schnell davon überzeugt, ihre Pläne besser zu unterlassen, da die Arbeit in den Minen unter den richtigen Umständen, ohnehin alle Gedanken an solcherlei Dinge zu vertreiben vermag. Außerdem ist es eher unwahrscheinlich, dass sich irgendjemand wirklich so sehr dafür interessieren würde, dass er in diesem Zeitvertreib mehr als nur eine merkwürdige Freizeitbeschäftigung der Zwerge sehen würde. Die Schatzsucher teilen eine ganz besondere Kameradschaft, die an jedem Tag bei einem gemütlichen Bier in einer der Tavernen des Zwergenreiches gefördert und gepflegt wird und der sich keiner wirklich entziehen kann. Natürlich gibt es allerdings auch eine harte Ausbildung, bei der die unfähigen Zwerge aussortiert und die Verräter sondiert werden - zwar bauen die Zwerge auf das Vertrauen untereinander, doch sie sind noch lange nicht blind. Zudem müssen sie in die Benutzung von Saldurs Hilfsmitteln gründlich eingewiesen werden, um sie auch wirklich nutzen zu können. Die Taverne wird von der resoluten Zwergendame Tarindara Feueraxt geführt und ist seit vielen Jahren in dem Besitz ihrer Familie. Tarindara ist der gute Geist der Schatzsucher und wird von allen ‚ihren' Zwergen verehrt, für deren Wohl sie an jedem Tag mit deftigen Speisen und starken Getränken zu sorgen vermag. Der Maulwurf ist ein gemütlicher Ort mit einer Theke, die aus dem Stein Azad Karûns herausgehauen und dann poliert worden ist, bis sie wie ein Edelstein glänzte. Auch die Tische sind auf die gleiche Art hergestellt worden und bieten gemeinsam mit den gemütlichen Holzstühlen und Bänken einen angenehmen Anblick, der von dem Flackern des Kaminfeuers stetig mit einer anheimelnden Atmosphäre umfangen wird. Es duftet hier jederzeit nach den Speisen, die in Tarindaras Küche bereitet werden und nach den frischen Kräutern, die sie dazu verwendet. Wenn Die Schatzsucher zusammenkommen, nehmen sie auch oftmals ihre Frauen mit und dann ist die Taverne von lautem Lachen, Gesang und sogar Tanz erfüllt, der bis nach draußen hallt und noch weithin durch die Zwergenwohnungen gehört werden kann - Geheimhaltung ist innerhalb dieses Ortes einfach nicht notwenig. Dafür sorgen schon einige magische Hilfsmittel, die nur Tarindara als Thurbas Vertraute (und heimliche Geliebte) selbst wirklich kennt. Sie besitzt ein ansteckendes Lachen, das ihre braunen Augen fröhlich funkeln lässt und ist immer für ein kleines Schwätzchen zu haben, während sie bis zu 10 der gut gefüllten Krüge durch die Taverne trägt. Doch die Zwergin ist nicht nur für ihr einnehmendes Wesen berühmt, sondern auch für die kleine Axt, die sie stets an ihrer Seite trägt und die sie sehr zielsicher zu werfen versteht. Schon so mancher Zechpreller hat mit dieser Waffe eine beängstigend enge Bekanntschaft geschlossen, wenn sie zur Belustigung aller Anwesenden durch die Luft auf ihn zugesaust ist und ihn mit seinem Hemd an die Wand genagelt hat. Bei diesen Gelegenheiten zieht Tarindara die kleine Axt unter ihrem Rock aus ihrem Strumpfband hervor und gewährt damit den johlenden Gästen freie Sicht auf ihre gut gebauten Beine und die Stiefel, die sie darunter trägt. Doch nicht nur ihre flinken Finger sind das besondere an dieser Zwergenfrau, sondern auch ihre volle Singstimme, die sie gerne nutzt, wenn in der Taverne gesungen wird. Tarindara hat schon als kleines Mädchen davon geträumt, eines Tages die Hallen der Künste zu besuchen und dort das Handwerk eines Zaubersängers zu erlernen, seitdem sie einmal einen Edelelfen mit dieser Fähigkeit gehört hat, doch es sieht ganz so aus, als müsse dies ein Wunschtraum bleiben, da ihre Arbeit für Die Schatzsucher sie zu sehr einnimmt und sie sich nicht von ihren Zwergen trennen kann. Die Schatzsucher gehorchen den Anordnungen ihres Königs und vertrauen ihm dabei bedingungslos. Ohnehin führen die Zwerge ein sehr offenes Leben miteinander und sind eher eine große Familie, was ihre Kräfte natürlich zu einer Macht vereint, mit der man ganz einfach rechnen muss. Eine Armee mag ihrem Anführer treu ergeben sein, doch die Zwerge sind eine Familie und ganz gleich, was sie am Ende mit ihren Bemühungen erreichen - sie werden auf jeden Fall schaffen, was sie sich vorgenommen haben. |