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Das Adelsviertel von Nir'alenar ist ein prachtvoller Ort, an dem die Bewohner der Stadt gerne und oft zeigen, was sie haben. Die Adeligen haben die begabtesten Künstler damit beschäftigt, ihr Viertel zu einem wahren Blickfang zu machen und sie versuchen sich zu jeder Zeit gegenseitig im Prunk und der Schönheit ihrer Bälle zu übertreffen. Nirgendwo kann ein Arbeiter mehr verdienen als im Viertel der Adeligen, wo die Seesterne wie das Wasser des Sternenmeers in ihre Taschen fließen. Beinahe jede Gottheit hat hier ihren eigenen Tempel und ihre eigene Priesterschaft, die denjenigen im Palastviertel kaum nachstehen.
Die feinen Strukturen der elfischen Adelshäuser stehen hier neben den Villen der Menschen und so mancher Händler, der zu Reichtum gekommen ist, versucht sich hier seine eigene Nische zu schaffen und den Prunk des Adels nachzuahmen. In diesem Viertel wird ein feines Leben geführt und den ganzen Tag hasten Dienstboten hindurch, um Nachrichten zu überbringen oder andere Aufträge zu erledigen. Große Festhallen laden diejenigen, die es sich leisten können dazu ein, ihre Feiern zu veranstalten, während wagemutige Adelige sich in den Tavernen und Gasthäusern nach den schönen Schankmaiden und einem guten Gegner für das nächste Duell umsehen. Besonders beliebt ist hier das Gasthaus zum Korallenriff, in dem auch die wichtigen Persönlichkeiten Nir'alenars des Abends verkehren. In der Nacht beginnt das am Tage eher ruhige Adelsviertel zu leben und die Abenteuer nehmen ihren Lauf. Sei es ein Spion, der über die Dächer springt, um der Verfolgung einer Wache zu entgehen oder eine Kurtisane, die ihrer Kutsche entsteigt um heimlich zu ihrem Liebhaber zu gelangen und bei ihm ihre Aufträge zu erfüllen. Das Adelsviertel vibriert ständig vor Gerüchten und Intrigen. Die Adeligen belauern sich gegenseitig auf jedem Schritt und so manche Familie hat eine tiefe Abneigung gegen eine andere, sei es aus Konkurrenzdenken oder aus einem anderen Grund. Die Rivalitäten sind so vielfältig wie die Familien selbst, die dieses Viertel ihr Zuhause nennen. Es ist natürlich auch für viele Diebe ein einladender Ort, denn der Reichtum des Adels verspricht einen guten Gewinn, zumindest dann, wenn man ungeschoren an den Leibwachen vorbeikommt und schon oft hat ein geschickter Lebenskünstler versucht sich hier als Adeliger seinen Lebenstraum zu erfüllen. In der Mitte des Adelsviertels bildet der große Park zusammen mit dem Mondenteich einen Platz der Ruhe und des Friedens. Er ist wie eine grüne Oase mitten in der Hektik des Stadtlebens, in dem alle Bürger der Stadt Ruhe und Frieden finden und aufeinander treffen. Ein merkwürdiger Ort inmitten eines so hektischen Ortes. |