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- Nymphen -

Sind Nymphen für gewöhnlich als Wald- oder Naturwesen bekannt, so beheimatet Beleriar doch eine ganz andere Art dieser schönen, ätherischen Wesen, die sich zwar im Wald ausgesprochen wohl fühlen, doch ebenso auch in der Stadt zuhause sind.
Es gibt vielerlei Nymphenarten und keine ist so wie die anderen, denn eine Nereide wird stets das Wasser bevorzugen und sich am Meer heimisch fühlen, während man an so mancher Quelle oder so manchem See eher eine Najade antrifft. Schließlich kann man ebenso die Oreaden in den Wäldern oder auf den Gebirgen antreffen oder eben die stilleren Dryaden, die sich an die Bäume gebunden fühlen und von all ihren Geschwistern den Wald am seltensten verlassen.

Aussehen

Nymphen können vielerlei Erscheinungsbilder haben und lieben Farben, die ihrem Naturell entsprechen. So haben Dryaden oft rötliches oder braunes Haar und grüne Augen, während Nereiden oder Najaden silbernes, welliges Haar und blaue Augen besitzen können und Oreaden oft goldfarbenes Haar und dunkle oder blaue Augen an den Tag legen.
Stets haben sie jedoch ihre schlanke, ätherische Gestalt und die helle, porzellanzarte Haut gemein und sind mit reizvollen Formen und überaus schönen Gesichtern ausgestattet, die alle Blicke auf sich ziehen. Wer jemals in die wunderschönen Augen einer Nymphe geblickt hat, die so tief wie das Meer oder so leuchtend wie Herbstlaub in der Sonne wirken können, ist ihr sofort verfallen und so wenden Männer oftmals den Blick von ihren Gesichtern ab, sobald sie an einer Nymphe vorübergehen - wenn es dazu noch nicht zu spät ist. Aber selbst wenn ihre Augen nicht schon ausreichen würden, so würde dies der betörende Duft der Nymphen ausreichend bewerkstelligen, können sie doch, je nach Laune, wie die Blumen oder das Meer riechen, wie der Wald oder die Luft auf dem Gipfel eines Berges - und eine Nymphe, die sich wahrlich verliebt hat, wird ihr Leben lang wie eine feine, rote Rose duften, solange ihre Liebe andauert. Wer eine Nymphe gut kennt, wird ihre Stimmung stets an ihrem Duft erkennen, auch wenn ihr Gesicht etwas anderes spricht.
Beinahe jede Nymphe hat eine deutliche Schwäche für modische Strömungen, bevorzugt jedoch zarte, durchscheinende Stoffarten, die ihre Körper nur allzu gut erahnen lassen, dabei jedoch noch lange nicht alles enthüllen. Jede, die es sich leisten kann, wird aber einen eigenen Schneider und eigene Entwürfe bevorzugen, wenn es um die Bekleidung geht, die dann auch auf eindrucksvolle Art und Weise ihre Persönlichkeit unterstreicht und ihre Lieblingsfarben in der Natur widerspiegelt.
Trotzdem lieben Nymphen nur wenig Schmuck, der fein sein muss und oftmals nur die langen, schimmernden Haare ziert oder die schlanken Hälse und Finger betont.

Verhalten / Vorlieben

Bei einer solchen Vielfalt dieser schönen Wesen verwundert es kaum, wenn sie sich auch in ihrem Verhalten recht deutlich unterscheiden und eine Oreade etwas aufbrausender sein kann, als beispielsweise eine Nereide. Trotzdem kann man allen Nymphen einige Wesenszüge zuordnen, die allgemeingültig sind - so lieben sie die männliche Gesellschaft und körperliche Freuden über alles und begeistern sich, sofern sie in der Stadt leben, sehr für modische Strömungen und Feste, deren Ausrichtung eine ihrer Spezialitäten ist.
Nymphen interessieren sich sehr für die schönen Künste, lieben Musik und Tanz über alle Maßen und leben deshalb mit Vorliebe in den Künstlervierteln der Städte, besonders in dem von Nir'alenar, das sie ebenso wie die lange Geschichte dieser Stadt als ein Hafen der Künste, beinahe magisch anzieht und aus ihrem natürlichen Lebensraum herauslockt. Oft hält man sie für oberflächlich, doch wie falsch dies ist, merkt man spätestens dann, wenn sie die Festlaune gegen die Ernsthaftigkeit eintauschen und ihre Weisheit deutlich zutage tritt.
Keine Nymphe ist gerne allein und so kommt ihnen die intime Abgeschlossenheit der Insel unter dem Meer doch sehr entgegen, auch wenn sie unter dem Verlust des Sonnenlichtes leiden, wie alle anderen Naturwesen auch. Hier sind sie jedoch aus ihren Schlupfwinkeln hervor gekrochen und obgleich Nymphen immer wieder in ihre natürliche Umgebung zurückkehren und so für eine Weile in der Wildnis verschwinden, um alleine die Freuden der Natur zu genießen, kommen sie doch stets wieder zu ihrem Zuhause zurück.

Beziehungen zur Umwelt

Das Leben als Nymphe ist alle andere als einfach, hält man die schönen Frauengestalten doch immer noch sehr oft für männerfressende Ungeheuer, die ihren Geliebten mit sich in ihren Lebensraum locken und niemals wieder daraus hervorkommen lassen.
Jede Nymphe hat sehr stark mit diesen Ansichten und der Ablehnung anderer Frauen zu kämpfen, die sich darum sorgen, dass ihre Männer den Reizen eines dieser Wesen erliegen könnte. So kämpft eine Nymphe Zeit ihres Lebens gegen diese Vorurteile an, ebenso wie gegen den Fluch ihres eigenen Blutes, das sie niemals nur einem Mann treu sein lässt und sie beständig zwingt, weiterzuwandern und den nächsten Geliebten zu suchen, der ihre körperlichen Gelüste stillt, jedoch nie bis zu ihrer Seele hervordringt.
Insgeheim leiden die Nymphen unter dieser Tatsache und wünschen sich nichts sehnlicher, als einen Mann, der diesen Fluch brechen kann und sie für alle Zeiten glücklich macht. Aber wer würde ihnen das schon glauben?

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