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- Satyrn -

Wo es Nymphen gibt, muss es auch Satyrn geben, denn jene beiden Völker wären ohne ihren Gegenpart einfach nicht komplett. Zudem könnten sie sich allein schlecht fortpflanzen, was die Existenz des jeweils anderen dringend notwendig macht.
Ebenso wie die Nymphen, sind die Satyrn Waldwesen, die man aber mittlerweile ebenso in der Stadt findet und die sich gerne in den dortigen Künstlervierteln herumtreiben und ihren Lebensunterhalt verdienen, denn wo sonst findet man solch begnadete Sänger wie unter den Satyrn? Nun, vielleicht unter den Syreniae, doch dies ist eine Sache, die den Satyrn ohnehin sauer aufstößt.

Aussehen

Sieht man einen Satyrn, wird sich zunächst ein jeder wundern, warum diese merkwürdigen Gesellen einen solchen Eindruck bei der Damenwelt hinterlassen, denn Ziegenbeine und Hörner sind alles andere als wirklich schön anzusehen und auch die fein gepflegten Bärte, die diese Gesellen so hingebungsvoll kultivieren, können nicht wirklich von diesen deutlich sichtbaren Attributen ablenken. Dennoch mag es an ihrem charmanten Lächeln oder dem Glitzern in ihren dunklen Augen liegen, dass man ihnen so schnell verfällt, ohne es wirklich zu wollen.
Satyrn verfügen zumeist über sonnengebräunte Haut und dunkles Haar und auch ihre Beine sind von dichten Haaren in der gleichen Farbe bedeckt wie Kopf und Bart.Normalerweise sind Satyrn sehr modebewusst und mögen es, auffällige Hüte mit einer langen Feder daran zu tragen, die ihre Hörner ein wenig bedecken. Sie kleiden sich gerne in leuchtende Seide und passende Kontrastfarben, denn sie mögen es aufzufallen und hüllen sich in weite Umhänge, die ihre Bewegungen und Erzählungen dramatisch untermalen.

Verhalten / Vorlieben

Es gibt zwei wichtige Dinge im Leben eines jeden Satyrs und zumindest eines davon, sorgt immer wieder und wieder für ernste Gefahren und Schwierigkeiten - die Leidenschaft für die Musik und ebenso die Leidenschaft für schöne Frauen, auch wenn es nicht die eigenen sind. So kann es durchaus sehr schnell vorkommen, dass ein Satyr in seinem Leben stets auf der Flucht vor wütenden Ehemännern ist und leider nur schwerlich eine Gelegenheit bekommt, für eine längere Zeit sesshaft zu werden.
Dennoch haben sich diejenigen unter ihnen, die Gefallen an einem Ort gefunden haben, zu wahrhaftigen Verkleidungs- künstlern entwickelt, die sich entweder mit der Hilfe von Magie oder anderen Talenten, sehr oft ein anderes Aussehen verschaffen können, um die Verfolger abzuhängen.
Doch trotz all dieser Probleme ist schon des Öfteren der ein oder andere Satyr zu echtem Ruhm gelangt, denn niemand kommt der Singstimme eines Satyrn wirklich jemals gleich und so sind sie jederzeit als Barden oder Sänger bei Hofe beliebt, ebenso wie als echtes Erlebnis in einer Oper oder auch ‚nur' als Autoren vieler der beliebtesten Musikstücke Niel'Anors. Oft sagt man den Satyrn nach, dass sie bereits mit einem Instrument in der Hand und einem kräftigen Lied auf den Lippen geboren worden seien. Wobei die Mutter selbstverständlich eine Nymphe war, den es gibt keine Satyrfrauen.
Doch diese lebensfrohen Gesellen, die so leichtlebig und den guten Genüssen des Lebens zugetan erscheinen, Feste und Wein in Mengen genießen, haben noch ein anderes Geheimnis, denn mit ihrem Gesang und einem Lied auf einer einfachen Flöte, können sie in anderen Wesen wahre Stürme der Leidenschaft erwecken und noch den Kühlsten zu einer Nacht voller träumerischer Hingabe verführen.
Es ist also weder ein Wunder, dass die Satyrn bei den Damen so beliebt sind, noch ein großes Wunder, dass ihre Musik so perfekt erscheint, wenn sie unter einem nächtlichen Fenster ein Ständchen für ihre Geliebte bringen, die dann sogleich willig die Balkontür öffnen wird.

Beziehungen zur Umwelt

Es ist nicht schwer, sich die Beliebtheit eines Satyrn in der Männerwelt auszurechnen, denn diese tendiert gegen Null. Man begegnet ihnen mit einem ständigen Mistrauen, das noch besonders durch die kleinen Hörner auf ihrer Stirn angeschürt wird, gibt ihnen jenes doch einen gewissen dämonischen Anschein, der alles andere als Vertrauens erweckend wirkt.
Wenn sie bei den Männern in Verruf stehen, so schaut jedoch so manche Dame heimlich zu einem Satyrn herüber, denn schließlich genießen sie einen ungetrübten Ruf als wundervolle Liebhaber, die so manches Frauenherz haben höher schlagen lassen - sei es mit raffinierten Geschenken oder auch mit anderen Aufmerksamkeit, denn kein Mann weiß so gut, was Frauen wollen, wie ein Satyr. Ansonsten genießen Satyrn einen wohlverdienten Ruf als geniale Musiker, an dem sie sich jederzeit erfreuen können, auch wenn ihr Liebesleben einmal unerfreulich verlaufen sollte.

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