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- Tua'tanai -

Es gibt keine Zeit, in der die Tua'Tanai nicht die Wälder Niel'Anors besiedelt haben. Schon immer hüten die Gestaltwandler die großen Wälder dieser Welt und sorgen dafür, daß ihre Bewohner in Frieden und Sicherheit ihr Leben verbringen können. Nur selten sieht man die Tua'Tanai deswegen in einer Stadt und so mancher Stadtbewohner mag gar noch niemals einen Vertreter dieses Volkes zu Gesicht bekommen haben.
Allerdings durfte schon so mancher Adelige, der im Gebiet der Tua'Tanai gejagt hat leidvoll feststellen, daß nicht jedes Tier das ist, was es zu sein scheint. Denn wie oft hat sich der vermeintliche gejagte Fuchs schon in wütendes, humanoides Wesen verwandelt, das mit Pfeil und Bogen oder mit dem Schwert durchaus versiert war und die Jagdgesellschaft anschließend das Fürchten lehrte.

Aussehen

Der typische Tua'Tanai hat zumeist annähernd bronzefarbene Haut, was davon herrührt, daß sie die meiste Zeit im Freien verbringen und sich dabei eine gesunde Bräune zugelegt haben. Dabei wirkt ihre Haut in jungen Jahren zart, kann in sehr hohem Alter jedoch das Aussehen von wettergegerbtem Leder annehmen.
Ihr Haar besitzt in den meisten Fällen die Farben eines Herbstwaldes, kann also jegliche Brauntönung oder ein leuchtendes Kupfer annehmen - allerdings gibt es auch schwarzes, blondes oder gar weißes Haar, was sehr eng mit der Färbung ihres Patentieres verwurzelt ist.
Die meisten Tua'Tanai weisen deutliche Züge des Patentieres auf, das nach der Geburt an ihre Wiege gekommen ist, um den neugeborenen Wandler zu zeichnen und ihm fortan die Fähigkeit zu geben, diese Tiergestalt anzunehmen, wenn er es wünscht.
Die Augen eines Tua'Tanai sind oft braun oder grün wie gesundes Laub, selten nehmen sie eine andere Farbe an - dies liegt aber durchaus im Bereich des Möglichen.
Der Körperbau der Gestaltwandler ist meist schlank und geschmeidig, sie wirken jedoch bei aller Schlankheit stets muskulös und gut gebaut, ohne jedoch viel Fett aufzuweisen. Es hat sicherlich schon kräftigere Tua'Tanai gegeben, aber ihr Lebensstil im Wald ist nicht dazu angetan, allzu viel Fett anzusammeln.
Die Mode ist den Tua'Tanai stets gleichgültig gewesen. Sie kleiden sich in die Materialien, die ihr Lebensraum ihnen gewährt und tragen somit selten feine Stoffe. Man wird einen Tua'Tanai stets nur in Leder und Fell gekleidet finden - dabei können diese Kleider sicherlich kunstvoll hergestellt worden sein, sind aber dennoch weit von dem Begriff Ballgarderobe entfernt.
Auch was Schmuck betrifft mögen Tua'Tanai die Dinge, die die Natur ihnen gewährt und tragen lieber schöne Blätter oder Blumen in ihrem Haar oder fertigen Schmuck aus schönen Steinen und Holz, die sie an irgendeinem Ort gefunden haben. Nicht selten besitzt dieser Schmuck dann eine Bedeutung für denjenigen, der ihn hergestellt hat.

Verhalten / Vorlieben

Die Tua'Tanai leben über die Wälder verstreut und betrachten sie als ihr ureigenstes Gebiet. Durch diese Wälder ziehen sich weit über dem Waldboden Geflechte von Brücken, die die Baumhäuser ihrer Bewohner miteinander verbinden und somit die Heimat der Wandler darstellen.
Die Tua'Tanai bewegen sich spurlos und tonlos durch den Wald und über die Bäume und niemand kommt ihrem Geschick darin gleich. Sie verehren Kireala als die Mutter, die ihnen das Leben gegeben hat und lehnen die Städte meist von vornherein ab, auch wenn eine gewisse Neugier daran besteht, die den ein oder anderen Tua'Tanai aus seiner Heimat treibt. Die städtischen Wesen halten die Wandler nicht selten für primitiv und einfältig, was jedoch ganz und gar nicht stimmt. Die Tua'Tanai haben ein großes Talent, was die Pflege und kunstvolle Verschönerung der Natur betrifft, weigern sich jedoch einfach, etwas in eine Form zu bringen, die für sie nicht natürlich ist. Dies rührt schon allein von ihrer Philosophie her, in der alles seinen ganz besonderen Platz hat. Für einen Tua'Tanai gibt es nichts, was nicht schon von der Natur seine perfekte Form bekommen hat. Es gibt für einen Tua'Tanai keine Hässlichkeit, wenn etwas auf natürlichem Wege entstanden ist, wohl aber bei widernatürlichen Dingen, die sie grundsätzlich ablehnen.
Die Tua'Tanai sind ein zähes, kämpferisches Volk, das seine Heimat verteidigt und es nicht zulässt, wenn ihr Schaden zugefügt wird. Dabei flößt ihnen insbesondere Feuer eine Art instinktive Urangst ein, da es schnell all das zerstören kann, was sie lieben.
Es ist überflüssig zu sagen, daß kein Tua'Tanai eine besonders große Zuneigung zu Narion empfindet und der Kriegsgott bei diesem Volk schon immer einen besonders schlechten Stand hatte.

Beziehung zur Umwelt

Die Tua'tanai führen ein recht zurückgezogenes Leben. Sie bleiben am liebsten unter sich und misstrauen anderen Völkern für gewöhnlich. Schließlich kann man niemandem trauen, der in einer dieser monströsen, von Intrigen verseuchten Städte lebt und der sich dabei auch noch wohl fühlt.
Sie lieben die Natur und besitzen eine eigene Philosophie im Umgang mit ihr. So sehen die Tua'Tanai das ganze Leben als einen ewig währenden Kreislauf an, in dem jedes Wesen eine bestimmte Aufgabe besitzt. Dies kann der Hase sein, der die Aufgabe besitzt, seinen Jäger zu ernähren oder auch etwas weitaus komplexeres, das nicht so einfach zu begreifen ist.
Einmal in ihrem Leben verlassen sie ihre Familien und Freunde für Monate und streifen dann allein durch die Natur, wobei sie oft für längere Zeit die Gestalt des Patentieres annehmen, das bei einem Ritual nach ihrer Geburt als das ihre bestimmt worden ist. Jeder Tua'Tanai wird folglich sein ganzes Leben lang dieser Tierart besonders verbunden sein und wird es nicht einfach stumm ertragen, wenn ihr Schaden zugefügt wird.
Nach solchen einsamen Zeiten des Rückzugs, kehren die Tua'Tanai oft verändert zurück und haben noch deutlichere Züge ihrer Patentierart angenommen.

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