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Die Valisar sind weniger ein eigenständiges Volk, das sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat, als eher von den Göttern erschaffene Wesen. Einst dienten sie Lilliande und Yanariel, den beiden Göttinnen der Liebe als ihre Boten und Vertrauten und verbreiteten ihre Botschaft unter den anderen Wesen Niel'anors.
Doch keiner hatte damit gerechnet, daß Narion Missfallen an diesen grazilen, schönen Wesen finden könnte und so geschah es, während des Kriegs der Götter, daß er die Valisar zu dem machte, was sie heute sind - er verfluchte sie bis in alle Ewigkeit und nahm ihnen damit das, was ihnen am meisten bedeutete, das Feuer ihrer tiefen und wahrhaftigen Gefühle. So wurden aus den Boten der Göttinnen also die Valisar - die Verdammten, jene, die keine Gefühle mehr besitzen. Aussehen Ihre Augen strahlen schon lange kein Gefühl mehr aus, ist ihre Iris doch nun von einem kühlen, blassen Blau, das schon von vornherein einen kühlen Blick bedeuten muss. Mit dem Feuer ist beinahe jede Farbe aus ihnen gewichen und so mag ihre Schönheit in den ebenmäßigen Gesichtern und den fein gebauten Körpern geblieben sein, doch die Kühle, die sie ausstrahlen ist nur schwer erträglich und erstickt positive Gefühle für sie zumeist schon im Keim. Die Valisar besitzen noch immer einen Sinn für Schönheit, wenn dieser auch eher auf einer Art analytischem Denken und bestimmten Mustern basiert und so kleiden sie sich modisch und stets dem Anlass entsprechend, ohne jedoch selbst Gefallen an ihrem Äußeren zu finden oder einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden. Verhalten / Vorlieben Die Valisar legen für gewöhnlich ein unterkühltes Auftreten an den Tag und haben sich selbst dazu verpflichtet, sich an einen strengen Kodex zu halten, der ihre Taten bestimmt und ihnen zumindest eine gewisse Sicherheit gibt, nichts Falsches zu tun oder gar zu Monstern zu werden. Sie imitieren Gefühle bis zu einem gewissen Grad in dem Maße, wie sie es bei anderen Wesen sehen und analysieren können und erwecken so den Anschein, nicht vollkommen kalt zu sein, doch dieser Schein trügt. Eine gewisse Melancholie umgibt diese Wesen, eine Traurigkeit, die sie nicht mehr empfinden können, denn ihnen wurde die Schönheit des Lebens vollkommen genommen. Sie können nicht einmal mehr Gefallen an gutem Essen oder wohlklingender Musik empfinden, denn die Welt ist für sie nur noch grau und dies schließt jeden Duft und jeden Geschmack mit ein. Trotzdem gibt es noch Hoffnung für die Valisar, denn Lilliande und Yanariel haben ihre Kinder nicht vollkommen dem Fluch des Feuergottes überlassen. Wenn es ihnen gelingt, ein Wesen zu finden, das sie wahrhaftig und vollkommen selbstlos liebt, sogar bereit wäre, für sie zu sterben, dann wird der Fluch für den Einzelnen gebrochen werden. Doch wer könnte ein Wesen lieben, das selbst nichts empfinden kann und keine Liebe gibt? Beziehungen zur Umwelt Die Valisar stören sich kaum daran, fühlen sie doch kaum etwas dabei, wenn sie gemieden werden, oder wenn man einen großen Bogen um sie herum macht, gar mit Fingern auf sie zeigt, sobald erkannt wird, wer sie sind. Ihr Fluch ist gut bekannt auf Niel'Anor, doch was nutzt es ihnen, wenn dies nur dazu führt, dass so mancher es als persönliche Herausforderung nimmt, ihn zu brechen und dabei doch keine Gefühle für einen Valisar empfinden kann. Doch dies ist nur die eine Seite, denn die Valisar üben in ihrer Tragik und Unnahbarkeit noch immer eine sehr starke Faszination auf andere Wesen aus, die einiges auf sich nehmen, um einen kühlen Kuss zu erlangen und vielleicht sogar mehr. Denn auch wenn die körperliche Liebe keine Gefühle auszulösen vermag, ist es durchaus üblich, dass sich die Valisar diesen Dingen hingeben oder gar zu lieben vorgeben - denn ihr Kodex treibt sie dazu. |