Träume eines Wahnsinnigen

  • Hiho,


    ich will diesen Thread mal für diverse Kurzgeschichten nutzen. Manchmal habe ich doch so verrückte Träume, dass ich sie aufschreibe. Mal mehr mal weniger ausgestalltet. Ich will diesen Thread also nutzen um den ganzen Wahnsinn mal nieder zu schrieben. Ihr braucht jetzt keine Traumanalyse machen, ich weis selbst, dass ich verrückt bin:yeah:.

    Nun denn, viel Spaß beim lesen und vielleicht lässt sich der ein der andere ja davon inspirieren.

  • Schloss Dracustein, oder so ähnlich


    Wie ich diese Führungen hasse. So wie die Leute bibbern, werden die das Gemäuer eh nicht kaufen. Was haben die Erwartet, das Schloss von Ludwig zum Preis der Fischerhütte. Ich hatte doch beschrieben, dass es aus dem 17. Jahrhundert ist und Renovierungen ausstehen. Da haben die doch nicht wirklich die super-gedämmte-Bude erwartet in der Sie in Ballkleidern rum laufen können. Draußen regnet es und es geht ein ordentlicher Wind. Da haben wir auch hier drinnen nicht mehr als 14 Grad. Kommt mir Stöckelschuhen und Cocktail-Kleid zur Schlossbesichtigung. Na gut, Lächeln behalten und weiter machen. Am Ende des kalten Flures kommt schließlich das Kaminzimmer, da können wir uns aufwärmen. Ich glaube da fühle ich denen auch schonmal auf den Zahn. Wenn’s nix bringt, kann ich die Führung dort beenden.

    Eine Gruppe von 5 Läuten geht durch einen Dunklen und spärlich beleuchteten Flur. Im Sommer wäre dieser Gang mit seinen vielen Fenstern sicherlich schön anzusehen und Lichtdurchflutet. Doch heute, wo die Dunklen Wolken jeden Strahl hartnäckig fernhalten und die Tropfen ununterbrochen ihren trommelnden Angriff auf die Fenster und steinernen Wände fortsetzen kriecht die Kälte siegesgewiss durch jeden noch so kleinen Riss hinein.

    Die Wände sind kaum dekoriert, keine Wandteppiche oder Gemälde. Lediglich an Fackelhaltern wurde nicht gespart, dafür aber an Fackeln.

    „Nun den. Dies ist das Kaminzimmer. Davon gibt es insgesamt vier Stück auf dem Anwesen. Dies ist aber im Moment noch das einzig modernisierte Kaminzimmer. Meint, hier haben Sie Sat Anschluss. Ansonsten sind, wie Sie sich sicherlich bei einem so alten Gemäuer vorstellen könne, die Elektroanschlüsse auf wenige Räume verteilt. Ich denke wir nutzen diesen Raum einen Moment um uns aufzuwärmen und Fragen zu beantworten. Welche Fragen haben Sie denn bis hierher?“

    Die Gruppe trat ein und als das letzte Wort gesprochen war, schlugen die Türen hinter ihnen laut knarrend wie von Geisterhand zu. Ein schweres Atmen war aus einer Ecke des Raums zu hören. Alle blickten sich geschwind dorthin um. Außer einer. Ein Beistelltisch fiel in einer anderen Ecke um und wieder drehten sich die Köpfe, außer einer, der schlug sich eine Hand ins Gesicht. „Nicht jetzt“

    Neben dem Tisch stand ein Körper, die Arme ausgestreckt im halbdunkeln. Langsamen Schrittes kam der Körper näher und wurde mehr und mehr von den tanzenden Lichtern des Kaminfeuers erhellt.

    Ein schlanker Körper, ein kleiner Körper, der eines jungen Mädchens, größtenteils. Die Hände immer noch nach vorn gestreckt wankte der Körper Schritt für Schritt näher und trat gegen einen Sessel. Aus der ersten Ecke erklong ein „AUA“. Nun stand sie im vollen Licht, in fast voller Pracht. Der Kopf fehlte.



    „Lucy Frankenstein!“ Schrie ich, während vier weitere Stimmen kreischten und aus dem Raum rannten. Dieses Mädchen. „Ich bin keine Frankenstein“ ertönte es wieder aus der ersten Ecke, wo ich dann auch ihren Kopf auf dem Boden liegen sah. „hey Onkel Gregory. Bin grad irgendwie Kopflos. Hab ich was verpasst“ Grinste der Kopf eines Mädchens mit zwei roten Zöpfen nach oben. „Was sollte das eben. So kauft niemand das Schloss“ „Ich weis nicht was du meinst. Ich hatte OWhl eine Schraube locker, da bin ich runter gefallen. Und du weist doch wie ich so kopflos drauf bin, da läuft der dumme Körper einfach weg“ Sie versuchte wohl ihren unschuldigsten Blick auf zu setzen, oder zumindest Mtileid für das Malheur zu bekommen. „Hilfst du mir bitte, Onkel Gregory“

    Ich nahm ihren Kopf und setze ihn auf ihre Schultern. Rechts die Schraube war wieder fest, aber wo war die Linke? „Lucy, wo ist die Zweite Schraube?“ Da kam auch schon eine Fledermaus angeflogen und ließ die Schraube aus ihrem Maul fallen. „Lass mich raten, du hast die Tür so knarren lassen. Ich muss das Ding echt mal wieder ölen.“

    Unter einen kurzen zischen verwandelte sich die Fledermaus in einer pupertierenden Bängel der von Ohr zu Ohr grinste. „Hey Onkel Gregory, war was. Ich habe ein kreischen gehört, da bin ich gleich hergeflogen“

    „Wer‘s glaubt wird selig“

    Lucy: „Och komm schon, die kannst du doch nicht wirklich hier haben wollen. Sei froh dass die weg sind“

    Gregory: „die sind nicht weg, die renne jetzt planlos umher im Schloss.

    Ein älterer Herr betrat den Raum. „Na los ihr zwei, fangt die Gäste ein und führt sie zum Ausgang, bevor sie die Teppiche beschmutzen, oder Gott behüte, die Bete der Hausherren zertrampeln. Los los.

    Die Kids rannten los und verließen das Zimmer.

    Gregory: „Du redest dann aber nochmal mit den beiden?“

    „ja ja, selbstverständlich. Und nun setzt dich doch erstmal und gönn dir etwas ruhe, nach der … Langeweile.“

    Gregory: „haha, und falls du es nicht bemerkt haben solltest, das war Sarkasmus. Du weist genau, dass ich verkaufen muss und so wird das nichts. Und ihr braucht auch die neuen Eigentümer. Jemand muss das hier doch instand halten. Und ich kann das nicht mehr.“

    „Diese Gäste wären doch eh nicht die richtigen gewesen. Die hätten doch gar nicht gewusst, wie Sie mit einem echten Dracular umgehen soll. Diese Banausen hätten unsere Feste doch nur gestört. Die Feste voll Prunk und Glanz und Musik.“

    Gregory: „hahaha, ok diesmal habe ich echt gelacht. Ein echter Dracular, der war gut. Du bist nicht Dracular, du bist Petr.“

    Petr: „Ich bin ein echter Dracular und habe solche berauschenden Feste sehr wohl gefeiert“

    Gregory: „du bist sein Urenkel und als es dieses Feste noch gab, warst du doch selbst ein Kind. Seit ich hier lebe hatten wir nie solche Feste. Wir hatten Kindergeburtstage“

    Petr: „Das stimmt mein Freund, hach wie ich diese tage vermisse. Weist du noch, wie unsere zwei da oben am Kronleuchter geturnt habe.“

    Gregory: „Ach hör mir auf, ich erinnere mich noch an der Ärger den mir Christine danach gemacht hat. Die Hölle hat sie mir heis gemacht. Für einen Menschen wäre so ein Sturz eben tödlich gewesen. Die beiden waren so wie so eine miese kombi. Meiner hatte die dummen Ideen und deiner die magischen Fähigkeiten das ganze auch noch umzusetzen. Ich will besser gar nicht wissen, wie oft Christine schon so nah am Herzinfarkt war. Das waren Zeiten.“

    Petr: „ Dann bleibt doch hier und wir verlängern diese Zeiten, wieso wollt ihr auch verkaufen?“

    Gregory: „Weil die Zeiten schon vergangen ist, Petr. Wir sind keine Vampiere oder zusammengestückelte Körper nach Frankensteins Anleitungen. Wir sind Menschen und unsere Kids inzwischen erwachsen. Sie wohnen in der Stadt, dass weist du doch genau. Und jetzt, wo wir bald Großeltern werden, wollen wir ihnen eben näher ziehen, auch in die Stadt. Und die ist teuer, deshalb muss ich verkaufen.

  • Höllischer Himmel I


    Heute ist es mal wieder arschkalt. Der Wind zieht wie Hechtsuppe.
    Und diese Verdammte Wintersonne steht selbst jetzt Mittags noch so tief, dass
    sie mich blendet. Aber was beschwere ich mich, besser als der Büromuff ist es
    doch alle male und ohne diesen Spaziergang würde ich doch in den Nachmittagsrunden
    nur so vor mich hin dösen.


    Gedanken können echt verdammt belanglos sein. Anders kann ich es mir zumindest
    nicht erklären, wieso mir nix gescheiteres einfällt, als ich ausrutsche. Ja im
    Winter auf einen Steg zu gehen ist nicht immer die beste Idee, der ist halt
    glatt. Tja, an sich nix neues und nun doch so wichtig und schon wieder egal.
    Der Fuß rutsch, das Bein zieht nach oben weg und der Körper fällt nach hinten.
    Klingt nach einer echten Slapstick Einlage und doch bringt es mich zum Tod. Da
    liegt er nun, mein regloser Körper, tot. Echt komisch so neben sich zu stehen.
    So klischeehaft. Doch wirklich viel Zeit sich darüber Gedanken zu machen, hatte
    ich auch nicht. Denn so einen Zentauren sieht man doch nicht alle Tage. Doch jetzt
    am letzten Tag ist eben doch einiges anders. Meine Güte der grinst ja wie ein
    Honigkuchenpferd.


    Er freut sich mich endlich zu sehen. Was soll dass denn bedeuten. Na egal. Da die
    herum Laufenden und Stehenden keine Notiz von ihm, wie von mir nehmen, gehört
    er wohl ebenso wenig hierher, wie ich. Ich folge ihm mal. Ist schon komisch,
    wie man beim gerade aus laufen nach oben kommt.

    Also dass ist der Himmel. Sehr weiß, viele Wolken. Himmel eben. Sieht nicht viel
    anders aus, als aus dem Flugzeug, wo sind die eigentlich? Hätte nicht gedacht,
    als Atheist in den Himmel zu kommen, aber schön, dass es wohl auch nicht zur
    Hölle gereicht hat.


    Ob ich hier wohl auch irgendwann so einen Pferdearsch bekomme, wie der. Kurzer
    Blick, nur um auf Nummer sicher zu gehen, alles beim Alten. Ich sollte ihm wohl
    besser zuhören.

    Wir sollen Freunde sein, woher will der das wissen. Wir kennen uns doch erst
    seit ein paar Minuten. Ich muss schon zugeben, für einen „Himmel“ schaut es
    hier recht trübselig aus. Langweilig irgendwie, Wolkengebilde über
    Wolkengebilde und dazwischen lungernde Seelen. Wieso lungern die hier so rum?
    Ach das ist nicht der Himmel, nur so eine Art Vorhof. Dort hinten geht es also
    weiter, aber ohne zurück. Heist das die hier alle sind nie weiter gegangen? Hmm
    verstehe, keiner weis was hinter den Türen ist. Nur dass das Böse wohl schmerzlich
    beim durchschreiten verbrennt und der Rest kam nie zurück, also weis keiner was
    nach diesem Tor kommt. Ist ja wie als Lebender mit dem Tod, da hat ja auch
    keine eine Ahnung von. Geht der Schlamassel also einfach weiter, egal ob Lebend
    oder Tod, die Zukunft ist immer ungewiss.


    Irgendwie wirkt es so als wären hier verdammt viele Bettler und Penner. Die
    Ewigkeit ohne Aufgabe und ohne Gewissheit weiter zu können ist wohl doch auch
    eine Art Hölle. Manche finden ihren Weg, andere bleiben stehen, oder besser
    liegen, lungern in der Ecke.

    Einer springt, stirbt man wenn man von den Wolken runter fällt? Kommt er
    zurück? So viele Fragen und der Zentaur hat keine Antworten. Könnte ich zurück,
    wenn ich springe, quasi wieder ins Leben zurück hüpfen? Wie, keiner Kommt
    zurück. Auch die Springer nicht. Ha, so ist das. Wer springt ist einfach weg.

    Also nicht zurück ins Leben hüpfen. Schade. Aber ein Wunsch beim Tod frei. Echt
    es gibt den Gevatter, ist ja cool. War auch immer mein Lieblingsmärchen. Wie
    der wohl ausschaut. Und wo ist der?


    Ja ja los. Los, wir gehen da mal hin. Selbst wenn der mich nicht wieder
    lebendig machen kann, dann doch vielleicht wenigstens ein paar Fragen
    beantworten.


    Wird wohl ein längerer Marsch, ich sollte mal so heraus finden, was der Zentaur
    noch alles so weis, wieso er eigentlich ein Zentaur ist, oder wieso er noch
    hier ist und nicht weiter gegangen. Böse wirkt er ja nicht.


    Ok, was die Definition des Tores von Böse ist kennt keiner, Päpste sind
    Verbrannt und nen bestechlicher Profisportler durch gekommen. Naja, Nobody is
    perfekt. Aha nicht der Körper ist hier entscheidend, den haben wir ja zurück
    gelassen. Tod eben. Der Verstand formt hier unser Abbild und unsere Kraft. Ach
    dann dreht sich hier wohl die Schulhofregel, nach der der Sportfatzke die
    Brillenschlange von Streber in die Mangel nimmt, wohl um. Hier schlägt die
    Stunde der Brillenschlangen. Wenn das keine Ironie des Lebens ist, oder des Todes.


    Noch ein Tor, ach es gibt mehr als eines um weiter zu kommen. Schau mal da
    versucht es einer. Uh, das klingt nicht gut. Autsch. Ok, ich glaube ich geh da
    besser nicht durch. Besser weiter zum Tod.


    Was ist das für ein Krach? Warum verstecken wir uns? Hinter einer Wolke,
    wohinter auch sonst hier. Tarnfarbe weiß ist hier echt vom Vorteil. Was sind
    das denn für Gestallten. Minotaurus, Alien, meine Güte das müssen echte Nerds
    gewesen sein, zu Lebzeiten, wie kann man nur auf solche Körperformen kommen.
    Was machen die da mit der Frau. Wieso schlagen sie die. Die misbrauchen also
    ihre Kräfte die sie hier haben. Das sind echte Monster. Oh der Zentaur stürmt
    los. Ok ich helfe auch. Das alte Fluchtmuster beim Gebrüll scheint der ein oder
    andere wohl doch noch tiefer verwurzelt zu haben. Oh wo kommt der denn her.
    Mist. Hey das ist aber unfair. Nein mach das nicht. Nein.


    Da stürzen sie. Er hat sich geopfert. Er hat den anderen mit runter genommen. Stirbt
    er dort, ist dort der Tod endgültig. Verdammt, wieso hat er das getan? Wir
    kannten uns doch kaum. Scheiß Tod. Tod, dass ist es. Der kann mir helfen. Wo ist
    er, der Tod?


    Echt groß so ein Wolkengebilde. Wie lang laufe ich nun schon umher. Geht die Sonne
    hier überhaupt mal unter? Echt komischer Ort. Was ist das dort hinten? Eine
    Gewitterwolke. Das muss ich mir näher anschauen.


    Da ist auch ein Tor. Aber es sieht anders aus. Ob es das vom Tod ist. Ich geh
    rein. Was hab‘ ich zu verlieren?! Verdammt Dunkel hier drin. Hallo. Ist hier
    jemand. Dahinten, da steht doch wer. Ich erkenn da doch was.

  • Höllischer Himmel II


    Oh Shit. Das ist nicht wer, das ist ein Fuß. Ist der riesig. Oh. Hi du. Ähm. Ja du, äh Sie sind dann wohl der Tod. Hi?!? Was mach ich hier nur? Achja, der Wunsch, ich wollte was. Ich wollte… . Beugt der sich jetzt echt runter. Ich will den Zentaur zurück. Halt nein, was sag ich da, ich wollte doch leben… oder nicht. Shit der kommt ja noch näher. Was für ein Schädel. So leere Knochen. Bloß nicht weg rennen, bleib stehen.

    Ein Deal, ja klar ein Deal ist gut, puh. Welch Erleichterung, nicht gefressen werden. Ein Deal, ja. Der Zentaur kommt wieder und ich, was muss ich machen? Achso, Seelen finden. Ach deshalb war der Zentaur da, das war auch sein Job. Ja klar verstehe ich irgendwie, verdammt viele Tote in so einer Welt, da hat selbst der Tod nicht genug Zeit. Wow, das ist doch an sich nen guter Deal. Hab schlimmeres erwartet. Und so Ende ich bestimmt nicht in der Ecke liegend wie die Typen die ich draußen gesehen habe. Okey, einverstanden, ich mach es.

    Der Zentaur er ist wieder da.

    Irgendwas ist anders, er erkennt mich nicht.

    Unser erster Job…

    … Verstehe. Hier zwischen den lebenden sind wir nur ein Windhauch. Sie sehen uns nicht, oder spüren. Für die Diesseitigen sind wir nur Luft. Obwohl, ich habe ja jetzt die Seiten ins Jenseits gewechselt, ist also dies jetzt das Diesseits und die Lebenden das Jenseits? Echt komplizierte Begrifflichkeit. Belassen wir es lieber bei Lebenden und Toten, oder besser Seelen. Wir wollen ja nicht den Tod verärgern in dem wir jede daher gelaufene Seele Tod nennen.

    Wieso müssen einige Seelen eigentlich abgeholt werden und andere finden von allein ins Wolken(kuckucks)heim? Achso, wer als Lebender schon nie wahrgenommen wurde, der merkt den Unterschied zum Tod vielleicht gar nicht. Meine Fresse, dass man so gefangen in seinen Routinen sein kann. Nun gut, dann suchen wir mal unsere erste Seele, hier irgendwo muss ja eine sein. …

    … Manchmal ist der Job echt leicht. Mit einem Zentaur an deiner Seite ist dir die Aufmerksamkeit der Verstorbenen sicher, und wenn sie dich sehen, weist du, dass sie tot sind. Aber diese Kopfhängenlaser sind echt schwer. Es gibt eben selbst Lebende, die von Lebenden nicht gesehen werden, nicht beachtet werden. Einfach unscheinbare Lebenden. Dann ist es echt schwer heraus zu finden, ob sie schon verstorben sind, oder nur nicht wahrgenommen werden. Da hilft nur anfassen. Ja klingt banal hilft aber. Eine Seele kann eine Seele berühren, die Lebenden bekommen davon nur einen kalten Schauer mit.

    Hat der Typ da bei der Schlange im Bäcker uns eben angeschaut. Komm Freund, wir probieren es aus. …

    … Eigenartig, mein Freund der Zentaur kann sich an nichts erinnern, was vor seiner Widerbelebung war. Na gut, aber Freunde sind wir trotzdem geworden. So mal schauen, wo uns der Tod als nächstes hinschickt. Vielleicht ja nach Japan, ich war noch nie in Japan. …

    … W O W. Meine Fresse, ich wusste gar nicht, dass er uns auch durch die Zeit schicken kann. Hüpsches Schloss. Na Mensch dass das früher so viel Farbe an den Wänden war. So und du musst wohl unser Ziel sein. Na dann komm mal mit. …

    … Neuer Job neues Glück. Mal schauen wen wir diesmal holen müssen. Hmm eigentlich schaut hier alles normal aus. Hey, die Gegend kenn ich doch. Schau mal da hinten am Steg haben wir beide uns das erstmal getroffen. Ja das war vor der Geschichte mit dem Tod. Ok, weiter geht’s.

    Wir teilen uns am besten auf, du gehst hier lang und ich dort. Mal schauen wen wir finden.

    Kalt ne. Tja dann pass halt auf, dass du keine Seele streifst, dann bekommst du auch keinen Zug. Hat dich wohl echt erschreckt, wenn du zu Seite springst. Das bin ja ich. Hey nein das geht doch nicht. Nein der Typ darf doch seinen Weg nicht ändern. Verdammt er geht weiter, vorbei am Eis. Nein, ich gehe weiter. Hätte ich hier nicht sterben müssen. Also der da, mein vergangenes Ich. Mist. Sterbe ich noch, als der da. Verdammt ist das verwirrend. Er muss sterben, sonst komme ich doch nicht rüber. Verdammt. Da kommt der Zentaur. Mist sollte mein Freund etwa hier mein eben-doch-nicht-verstorbenes-Ich abholen? Hat der Tod ihn nur aus der Vergangenheit zu mir geholt? Was ist jetzt mit mir, werde ich leben, oder sterbe ich noch?