Beiträge von Saniya

    Den Hals ihrer Stute tätschelnd ließ Saniya ihre besorgten Blicke umher schweifen. Nach Rechts. Nach Links. In die Ferne. Dass es der jungen Cath'Shyrr an diesem Ort nicht gefiel, stand ihr dabei regelrecht ins Gesicht geschrieben.


    Sie ließ die Männer reden und überprüfte dabei noch einmal ihr weniges Hab und Gut, welches sie mit sich führte. Im Geiste ging sie noch sämtliche Eventualitäten durch, auf die sie vorbereitet sein musste. Bis Khoor sich wieder ihr zuwandte. Ein knappes Lächeln zeigte sich auf ihren vollen Lippen, als sie nickte. Ja. Sie waren beide wohlauf. "Alles Bestens".


    Gewiss hatte es Saniya nicht nötig, im Dreck herum zu wühlen. Aber ein Leben in Prunk und Reichtum sah tatsächlich anders aus. Das bisschen, was sie besaß, musste sich die Akrobatin hart erkämpfen. Und genau das war es, was sie immer tat: Kämpfen! Und wachsam sein. Und nun, wo sie schon einmal hier angekommen waren, würde sie garantiert keinen Rückzieher machen, weshalb ihr Blick dann auch auf besagten Mann fiel, der hier nun wohl das Sagen hatte. Dann wandte sie sich wieder Khoor zu: "Dann lasst uns ihn aufsuchen", schlug sie vor und griff abermals in die Zügel, um Ayla ebenfalls mitzuführen, sollte Khoor einverstanden sein.

    Erst, als Saniya die Worte von Ayla's Retter vernahm, blickte sie auf und widmete ihm ihre Aufmerksamkeit. "Ja. Das Erdbeben hat sie erschreckt", konterte sie ein wenig gereizt. Wie kam der Mann dazu, ihr Vorwürfe zu machen? Als wüsste sie nicht selbst, dass sich Ayla hätte den Hals brechen können. Was ja zum Glück nicht geschehen ist. Zumindest hatte sie seine Worte als einen Vorwurf aufgefasst. Dass er von dem Erdbeben mitunter überhaupt nichts mitbekommen hatte, daran dachte Saniya nicht, erschien es doch für sie und Ayla als sehr heftig, weshalb es für die Cath'Shyrr ganz selbstverständlich war, dass man das mitbekommen haben musste.


    Aufmerksam folgte Saniya's Blick dem Seinen und erkannte den Hünen mit seinem Pferd aus der Dunkelheit auftauchen. Khoor. Er hatte es also ebenfalls überstanden. Und das ganz gut, wie es den Anschein machte. Etwas ruppiger als gedacht, entriss sie Ayla's Zügel den Händen, welche sie ihr ohnehin soeben übergeben wollten. Dann führte sie ihre Stute in Richtung ihres Weggefährten. Bei diesem angekommen, drehte sich Saniya herum und beobachtete den Mann, aus dessen Kragen zwei Knopfaugen heraus lugten. "Danke, dass Ihr Euch um Ayla gekümmert habt". Zwar war sich Saniya nicht sicher, ob sie freundlich sein sollte oder nicht, doch einen Dank hatte sich der Fremde auf jeden Fall verdient.

    Zwischen den Rufen hielt Saniya inne und lauschte, ob sie bekannte Geräusche wie Hufgetrappel oder Ayla's Wiehern hören könnte.

    Und tatsächlich: Aus unbestimmter Ferne klang in der Tat das Geklapper von Hufen auf Steinen an ihre Ohren.

    Das gab der jungen Cath'Shyrr wieder neue Hoffnung und so lief sie schneller und zielstrebig in entsprechende Richtung.

    Wie lange Saniya schlussendlich gelaufen war, wusste sie nicht, als sie schwer nach Atem schöpfend aus einiger Entfernung das weiße Fell Ayla's schimmern sah.

    "Ja. Das tue ich", rief sie einerseits erleichtert, andererseits misstrauisch dem Mann entgegen, der sie angepsrochen hatte, während sie husten musste, um ihre heftig arbeitenden Lungen von dem eingeatmeten Staub zu befreien.

    Statt zu antworten ob sie wohlauf war, trat Saniya näher heran und ließ es sich nicht nehmen, Ayla's Hals sanft zu täscheln.

    Dass sie einige Schrammen in Gesicht, an Armen und Beinen davon trug, schien sie noch nicht bemerkt zu haben.

    Das war auch alles nicht der Rede wert in Anbetracht dessen, dass sie ihre treue Weggefährtin wieder gefunden hatte.

    Zurück zu laufen wäre Saniya nie im Leben in den Sinn gekommen, wo doch Ayla nach vorne geprescht war.

    Sie musste der Stute auf jeden Fall hinterher. Und das nicht nur, weil sie ihr Reittier war. Ayla war ihr zu

    einer guten Weggefährtin geworden. Eine Freundin, wenn man es denn so wollte. Kurz gesagt: Saniya's

    Herz hing sehr an dem Tier und sie wollte Ayla auf keinen Fall verlieren. Aus diesem Grund gab es für die

    Cath'Shyrr nur Eines: Ayla zu finden und sie wieder zu beruhigen. Und dabei würde sie sich von diesem

    ungnädigen Erdbeben auf keinen Fall aufhalten lassen!


    Wie lange es gedauert hatte, sich vor den herab fallenden Steinen in Sicherheit zu bringen, vermochte Saniya

    nicht einzuschätzen, hatte sie doch vollkommen andere Gedanken, die sie plagten. Wichtig war nur, dass es

    irgendwann aufhörte, Steine zu regnen. Ein kurzer Blick zurück verriet der jungen Cath'Shyrr, dass die Mauer

    hinter ihr schlussendlich nahezu in Schutt und Asche lag. Von ihren männlichen Begleitern war nichts mehr zu sehen. Leider aber auch nichts von Ayla.


    "Ayla", rief sie deswegen so laut es ihr möglcih war, in die fremde Umgebung hinein. "Ayla, wo steckst Du?" Selbstverständlich rechnete Saniya nicht damit, dass die Stute jeden Moment zurück rufen und auf ihre Frage antworten würde. Aber auf irgendein Zeichen hoffte sie dennoch.

    Ayla noch immer neben sich her führend, schritt Saniya langsam dem gelb-rötlich leuchtenden Feuerschein entgegen, während die Stute immer nervöser wurde.


    Mit einem beruhigenden "Schhhhh" strich sie dem Tier über die Nüstern, ließ sich allerdings nicht davon abbringen, weiter und immer weiter zu gehen, bis schließlich in einer steinernen Wand Fackeln jeweils rechts und links eines Tores zu erkennen waren, von denen wohl der Feuerschein herrührte. Leise knisterten die Flammen, zuckten und flackerten und vorsichtig trat die junge Cath'Shyrr näher heran, als Ayla plötzlich durchging, sich auf die Hinterbeine stellte und zwischen dem Torbogen hindurch galoppierte. "Ayla, komm zurück".


    Sehr viel gebracht hatte dieser Ruf allerdings nicht und kurz darauf begann der Boden unter ihren Füßen zu vibrieren. Erst nur schwach, dann aber immer stärker werdend, es der Akrobatin irgendwann schwer fiel, sich noch stabil auf den Beinen zu halten. Steine fielen herab, die Fackeln erloschen und Saniya kroch am Boden ebenfalls durch den Torbogen hindurch, in die ungefähre Richtung, in welcher ihre Stute vor wenigen Momenten davon galoppiert war.


    Bei ihren Bemühungen achtete sie nicht weiter auf ihre Begleiter. Ob diese ihr folgen würden oder nicht war eher zweitranging. Hier galt es wohl eher, sich selbst in Sicherheit zu bringen, denn hier und da drohten die schweren Steine, auf sie zu stürzen und wahrscheinlich war es lediglich großem Glück zu verdanken, dass Saniya mehr oder weniger unbeschadet voran kam. Zumindest wurde sie nicht gänzlich erschlagen.

    Dann warte ich mal auf den Schlachtplan und rüste mich.

    *ärmel aufkrempel*


    Und ich finde, Ihr beide könnt da Euren Ehrgeiz auch gut ein wenig zurück schrauben. Wir wissen doch alle, dass Ihr das ohnehin super macht/gemacht habt bisher. Perfektionismus ist was Tolles. Aber zu viel davon kann einem auch die Motivation für etwas rauben.

    :knuddel:


    Ja sag ihm mal, er soll uns hier mal einheizen. Der Winter naht und es wird kalt.

    Also mich juckt es.

    ;)


    Und ich könnte für das Meer mal wieder Daz anwerfen, wenn Du magst und wenn das hilft.

    Ansonsten könnte ich mich auch textmäßig versuchen.


    Musst nur verraten, was, wo, wie genau.

    :)


    Und sag dem Oberteufel mal liebe Grüße.

    Meine Avas würde ich dann einfach selbst übernehmen und neu machen.


    Ansonsten kann ich mich auch wieder anbieten, für die, die bisher noch ohne Ava herum laufen oder sie neu möchten, welche zu rendern.


    Dann würde das Dir diese Arbeit schonmal ersparen.

    :)

    Ah gut

    Am PC wirkt es dann doch wieder anders.

    Man kann sich durchaus reinfinden.


    Und der Style ist genial. Gefällt mir sehr gut.

    :)


    Du hast eine PN.

    ;)


    Und ich finde diesen cChat nun auch nicht so zwingend wichtig, so lange wir die Möglichkeit der PN haben. War ne nette Sache, um mal eben schnell zu kommunizieren. Aber dazu kann man auch genauso gut wie früher auch wieder Skype-Kontakte austauschen oder eben die PNs nutzen.

    Saniya hörte der Erzählung Khoors zu, während sie immer weiter geradeaus ritt, den Blick konzentriert nach vorne gerichtet.
    Nachdem Khorr geendet hatte, erklärte Klavius, dass er geschäftlich unterwegs war. Womöglich würde ihm das Abenteuer mit der versunkenen Stadt erspart bleiben. Wie langweilig.
    Aber auf Saniyas Gesicht zeigte sich ein Lächeln, als sie dann wieder Khoor reden hörte. Er sprach von einem 'Wir', womit er sie mit einbezog. Nun gehörte sie wohl also ganz offiziell zu seinem Team. Ob sich ihr Weg dann mit dem von Klavius trennen würde, würde sich dann wohl noch herausstellen.


    Die Bedenken von Klavius waren durchaus berechtigt. Aber fürchtete sich Saniya? Nein. Sie war aufgeregt und gespannt darauf, was sie wohl erwarten würde, ja. Doch Furcht verspürte sie trotz der Gefahren in welche sie sich wohl begeben würden, nicht. Es war endlcih an der Zeit, Abenteuer zu erleben und was hatte sie schon zu verlieren? Ihre Truppe, ihre Familie hatte sie verloren, ihren Vater seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und Freundschaften? Die hatte sie seit ihrer unfreiwilligen Ankunft auf Nir'Alenar nie geschlossen. Um so mehr genoss sie nun die Anwesenheit ihres neuen Gefährten Khoor. Und vielleicht auch die von Klavius.


    Der Feuerschein vor ihnen erweckte dann allerdings Saniyas Aufmerksamkeit und führte sie ins Hier und Jetzt zurück. "Wir sollten absteigen", beschloss sie und tat dies dann auch sogleich.
    Mit beiden Füßen auf dem weichen Boden unter ihr stehend griff Saniya dann in die Zügel und ging mit ihrer Stute zu Fuß weiter. Langsam, immer darauf achtend, ob die beiden anderen ihr auch folgen würden.