Beiträge von Seoul

    Seoul trat durch den Vorhang in den Geschäftsraum des Hauses. Eine Kundin schrie gerade erschrocken auf und eilte dann aus dem Geschäft. Er sah seine neue Angestellte missbilligend an.

    "Was hast du jetzt schon wieder angestellt?"

    Die Feenelfe machte ein unschuldiges Gesicht und ließ das Schmuckkästchen wieder an seinen Platz schweben. Als sie merkte, dass von ihr immer noch eine Reaktion erwartet wurde, antwortete sie: "Wenn ihr so ein hübsches Kästchen nicht gefällt, braucht sie es auch nicht in die Hand zunehmen... und den Finger reinzuhalten..."

    Es war nicht das erste Mal, dass er überlegte, ob es ein Fehler gewesen war die Feenelfe bei sich arbeiten zu lassen. Er seufzte:"Das Sagen Kunden oft nur, um den Preis senken zu können." Er sah sofort, dass sie es noch nicht verstanden hatte, aber er war zu müde, um das Jetzt zu erklären, denn das wäre nicht in 10 Minuten erledigt. Kopfschüttelnd verschwand er wieder hinter dem Vorhang, um sich hinzulegen.

    Am besten nicht in Blumenvase sondern für Valea n ganzen Eimer. ;)
    Danke


    Ich dachte, dass wir mal n Thread hatten mit den Avataren die man schon so hatte... nicht gefunden. Gab es den nur in meiner Fantasie oder..? Bin gerade so nostalgisch aufgelegt. *sich von mehreren sc endgültig verabschiedet hat*

    Einst prangte das Schild Valeas exotische Importe. Doch nun stand dort Seouls Name. Außer den Namen hatte der Nachtelf nicht viel geändert.


    Sobald man den Laden betritt, taucht man in eine andere Welt ein. Auch wenn einem die meisten Dinge bekannt vorkommen, so entsprechen sie nicht dem Standard in Nir’alenar. In der einen Ecke hängen Teppiche aus fremdartigen Materialien und seltenen Mustern. Kleider hängen auf der anderen Seite in ungewöhnlichen Schnitten. In den Regalen stehen Dekoartikel aus den verschiedensten Ländern.


    Hinter einem Vorhang warten weitere Schätze magischer Herkunft. Ein fliegender Teppich und ein Beutel, der niemals voll wird sind nur Beispiele. Ein weiterer Vorhang verbirgt die Treppe zu den privaten Gemächern

    Einen Moment zögerte Seoul noch. Doch er konnte keine der Frauen entdecken und irgendwie hatte er auch nicht mehr die richtige Stimmung. So sehr er sich freute die Nymphe wieder zu sehen, so sehrsehrärgerte ihn es auch. Gemählich verließ er das Fest und machte sich auf den Heimweg.

    Seoul näherte sich den Akrobaten, denn er hatte die Richtung eingeschlagen, in der er Kaera zu letzt gesehen hatte. Doch bis jetzt hatte er weder sie noch eine der anderen entdecken können. So ruhte sein Blick abwechselnd auf den Akrobaten und schweifte durch die Menge.

    Obwohl es angenehm war mal nicht mit Vorurteilen konfrontiert zu werden, befremdete ihn der vertrauensvolle Umgang der Fremden etwas. Und das sie anscheinend wie in einem Buch in ihm lesen konnte...Er verbarg seine Gefühle hinter einer Maske. Als er sich umsah, waren alle drei Frauen aus seinem Blickfeld verrschwunden. Ein Zeichen der Götter sich von Frauen fernzuhalten? Trotzdem wanderte sein Blick hin und her auf der Suche nach einer der Frauen während er sich an Fremden vorbeischob.

    Eigentlich hätte der Nachtelf lieber gehört, was die Nymphe zu sagen hatte. Doch dass Kaera ihn so bereitwillig mit einer anderen Frau bereit war zu teilen...das rührte an seinem Stolz. Gleichzeitig wunderte er sich über die Fremde, die so gar keine Scheu zu haben schien.
    Er zögerte kurz, musterte beide Frauen.
    Schließlich wandte er sich Kaera zu. "Du musst das Fest nicht verlassen. Vielleicht sehen wir uns noch...?" Trotz seiner Wortwahl war es weniger einer Frage als eine schlichte Aussage.
    "Nun der formhalber....darf ich um diesen Tanz bitten?" sagte er dann in einem ruhigen, etwas gefühlsärmeren Ton.

    Seoul wäre vielleicht geflüchtet. Doch als er sich nach den wartenden Damen umsah, stellte er fest, dass sie nicht gewartet hatten. Sie waren einfach zusammen mit seiner Ausrede fortgegangen.
    Er seufzte, sah Kaera an und wusste, dass er sie so oder so nicht hätte stehen lassen.
    "Okay," mehr sagte er nicht, zeigte auf den Stand. "Möchtest du auch noch etwas?" Etwas Wein würde ihm gut tun.
    Dann wurde er umrundet, was nicht ganz ohne eine Berührung geschah. Irritiert sah er die Frau, da er nicht gleich den Zusammenhang zwischen ihren Worten und der Berührung erkannte.

    Ach man kann sich auch wegen jedem Kram einmachen....;) ich mein das kann man doch gar nicht ernst nehmen.....naja wenn man so empfindsam ist....ist ja schon fast wieder bedauernswert.

    Seine Augen verengten sich und er hatte das Gefühl jeder seiner Muskeln war angespannt. Er schwankte zwischen Wut und Verletztheit.
    "Ich bin alleine hergekommen....," er machte eine Pause, fragte sich warum er sich rechtfertigte. Einen Moment ließ seine Deckung nach. Dann straffte er die Schultern. "So, ERST seit ein paar Tagen..." Sein Blick war düster. "Nun, wenn du bereit bist mit mir zu reden, du weißt, wo du mich finden kannst." Er wandte sich ab, wollte weiter gehen. Dann blieb er doch stehen. Sah sie an, doch dieses mal weicher.

    Seoul fühlte sich einer Begegnung mit Kaera nicht gewachsen. Doch sie hatte ihn entdeckt und er musste an ihr vorbei zum Trinkstand.
    Ohne einen Schritt getan zu haben, winkte er zurück. Seine Gedanken und Gefühle hatten sich in einem wilden Strudel verheddert. Seine Beine fühlten sich merkwürdig schwer an als er endlich seinen Weg fortsetzte. Das Gewicht seiner Beine nahm noch weiter zu, je mehr er sich dem Standort der Nymphe näherte. Zögerlich blieb er zwei Personen von ihr getrennt stehen. Es kam aber nur ein schlichtes Hallo über seine Lippen. Und obwohl es ruhig klang, sprach seine geballte Faust eine andere Sprache.

    Seoul war erleichtert, dass sie das Angebot der Frau so einfach annahm. Sein Blick blieb an Amelie hängen und zwei widersprüchliche Regungen erfassten ihn. Der Wunsch sie zu berühren und gleichzeitig zu flüchten.
    "Eine Freude euch wieder zu sehen,"sagte er an sie gewandt. "Darf ich den beiden Damen dazu etwas zu trinken holen?" fragte er mit einer Verbeugung und einem spitzbübischen Grinsen.
    Ohne eine Antwort abzuwarten wandte er sich ab und blieb nach drei Schritten stehen als wäre er erstarrt. Er konnte seinen Augen nicht trauen und starrte Kaera an.