Beiträge von Shiya

    Huhu :) Ich melde mich mal wieder vorsichtig zurück - bin wieder im kalten Deutschland gelandet - brrrr. Teneriffa mit 26 Grad war mir da doch eindeutig lieber :D


    Jetzt muss ich mich erstmal durch drei Seiten ungelesener Beiträge durcharbeiten... Da habt ihr ja ganze Arbeit geleistet ;)

    Geduldig beobachtete die Priesterin, wie Zeciass das lang ersehnte Wasser hinunter stürzte. Er musste wahrhaftig ausgetrocknet sein, schoss es ihr durch den Kopf. Und gleichzeitig beschäftigte sie die Frage, wie es wohl wäre, ein Geschöpf des Meeres zu sein – ewig gebunden an das nasse Element.


    Sie kam nicht dazu, weiter darüber nachzusinnen, da ihr Gegenüber plötzlich Schwierigkeiten zu haben schien. Der plötzliche Husten riss sie unweigerlich aus ihren Gedanken und ließ sie zusammenfahren. Als Zeciass sich zudem zu krümmen begann und sogar den Krug fallen ließ, begann die Priesterin sich Sorgen zu machen. Was sollte sie tun? Was konnte sie tun? Sie hatte Erfahrung im Heilen, doch keinerlei Erfahrung mit Meeresgeschöpfen. Was nutzten ihre Kräuter und Tränke, wenn sie nicht wusste, was es zu heilen gab? Kyreia kam sich seltsam nutzlos und gleichermaßen hilflos vor.


    Noch während die Nordelfe darüber nachdachte, wie sie Zeciass helfen konnte, beruhigte er sich. Also zwang auch sie sich zur Entspannung, doch der Schrecken musste ihr deutlich anzusehen sein. Es war das Wissen, dass ihr Begleiter litt und sie nichts tun konnte, um zu helfen. Kyreia hoffte, das Zittern aus ihrer Stimme fernhalten zu können, als sie vorsichtig fragte: „Geht es dir gut? Kann ich etwas tun?“ Als ihr bewusst wurde, dass sie nichts tun konnte, schloss sie die Augen und fügte kopfschüttelnd hinzu: „Tut mir leid. Eigentlich weiß ich nicht, was ich tun könnte. Meeresgeschöpfe sind mir fremd.“


    Als sie die Augen wieder öffnete, nahm sie zum ersten Mal die Veränderung in seinem Blick wahr. War er wütend? Hatte er Schmerzen? Unruhig bewegte sie die Füße hin und her und trat schließlich auf etwas Hartes. Dankbar nahm sie die Ablenkung an und tastete nach dem unbekannten Gegenstand. Als sie ihn unter dem Tisch hervor holte, konnte auch Zeciass erkennen, dass es sich um einen silbernen Ring handelte. „Ich liebe dich“, las Kyreia den eingravierten Satz vor.

    Ihr Herz schlug heftig gegen ihre Brust, als er seine Hand auf die ihre legte. Sie musste sich eingestehen, dass sie tatsächlich begann sich wohlzufühlen in der Gesellschaft ihres dunklen Begleiters… und wirkliches Vertrauen zu fassen. Er wollte ihre Lehren hören. Dies war ihr Beweis genug. Seine charmante – und zudem geheimnisvolle Art – taten ihr übriges dazu bei, dass die Priesterin sich zu Zeciass hingezogen fühlte. Also genoss sie die Berührung und zog ihre Hände nicht zurück.


    Bei seinen Worten musste sie leicht lächeln. Hätte sie die Kontrolle ihrer Gefühle nicht seit ihrer Geburt erlernt, wäre sie wahrscheinlich errötet. Nun war sie dankbar über die Selbstbeherrschung ihres Volkes. Dass ihr Herz noch schneller schlug, konnte sie jedoch nicht verhindern. Kyreia konnte nur hoffen, dass Zeciass es nicht bemerken würde. Die kurze Unterbrechung gab ihr Zeit, ihren Atem und auch ihr pochendes Herz etwas zu beruhigen.


    Sanft löste sie eine Hand aus dem Griff des Yassalars und nahm den Saft dankend an sich. Als die Kellnerin sie wieder verlassen hatte, überlegte Kyreia laut: „Für diesen Ort scheint es ungewöhnlich zu sein, dass ein Yassalar den Abend mit einer Elfe verbringt. Wir sollten ihnen beweisen, dass Vorurteile nicht immer der Wahrheit entsprechen müssen. Dafür verbringe ich gerne ein paar Abende mit dir.“ Sie nahm einen Schluck ihres Saftes und fügte hinzu: „Du wurdest unterbrochen. Was wolltest du sagen?“ Mit erneut pochendem Herzen wartete sie die Antwort ab.

    Wetter: Regen :würg:
    Laune: traurig
    Beschäftigung: Fernsehen, im Internet surfen
    Musik: zurzeit keine
    TV: Die Höhle des Löwen... naja, es gibt Besseres :D
    Aktuelles Buch: Buch der Erinnerungen
    Die Panne des Tages: Mein Opa ist gestorben.
    Das Beste des Tages: Leider nichts.
    Planung: Noch etwas Fernsehen, dann lesen bis ich müde bin
    Schule/Beruf: Meine Chefin ist schwanger. D.h. nächstes Jahr bin ich die einzige Vollzeitarbeitende in der Abteilung :rolleyes:
    Spruch des Tages: Hmm, keiner.

    Für mich bitte etwas Hochprozentiges :]


    Hmm, das ist ja wirklich schade, Tilla. Ich gehe so gerne indisch essen. Außerdem haben wir hier einen richtig guten Perser und Afrikaner.
    Aber die Hauptsache ist ja, dass ihr euch einen schönen, gemeinsamen Abend macht - egal wo :)

    Also ich habe vorhin noch gehört, dass nächste Woche wieder um die 25 Grad sein sollen mit Sonnenschein. Hoffen wir es. Hier ist gerade auch ganz furchtbar. Aber eigentlich ganz passend zu meiner Stimmung :rolleyes: *futtert erst mal ein paar pralinen*

    Furcht ergriff Besitz von ihr. Ihr Herz schlug unbarmherzig gegen ihre Brust. Sie versuchte nicht einmal mehr dies zu verbergen. Kyreia wusste, dass sie bei dem Versuch ohnehin kläglich scheitern würde. Also starrte sie Zeciass an, hörte wie er aussprach, was sie so sehr gefürchtet hatte - Ich hasse sie - , zuckte zusammen, als er seine Faust auf den Tisch donnern ließ.


    Währenddessen zog sie sich etwas zurück, nahm ihre Hände vom Tisch und verbarg sie ineinander verschlungen in ihrem Schoß. Doch trotz allem blieb sie sitzen. Sie wollte abwarten, was er ihr noch zu sagen hatte - nun, da er endlich die Wahrheit sprach. Und obwohl sie all ihre übrig gebliebene Beherrschung aufbringen musste, schaffte sie es, nicht vor ihm zurückzuweichen. Überrascht vernahm sie seine Worte, die um ihre Hilfe baten.


    Mit aufgerissenen Augen schaute Kyreia Zeciass an, all ihre Selbstbeherrschung war nun fort. Lange Augenblicke vergingen, in denen sie nicht wagte die Stille zu brechen. Sie war eine Nordelfe und darüber hinaus eine Priesterin der Liaril. Besonnen. Gerecht. Sie versuchte sich daran zu erinnern, was nun von ihr erwartet wurde. Sie sollte ein gerechtes Urteil fällen. Und doch wurde dies erschwert durch ihre eigenen Emotionen. Kyreia war enttäuscht. Obwohl das Gefühl, das etwas nicht stimmte, sie den gesamten Abend begleitet hatte, fühlte sie sich verraten durch die Täuschung Zeciass‘.


    Aber hatte er sie tatsächlich getäuscht? Er hatte sie nicht angelogen… Oder? Kyreia versuchte, ihre Gedanken zu ordnen. Zeciass war ehrlich gewesen, als er ihr gestand die Mira’Tanar zu hassen. Also war er auch ehrlich gewesen, als er sie um Hilfe bat? Kyreia beschloss, auf ihre Gefühle zu hören und dem Yassalar eine Chance zu geben. Er hatte nichts Unrechtes getan und hatte eine zweite Chance verdient. Dies war ihr Urteil als Priesterin.


    Also löste sie ihre Hände voneinander und hob sie wieder, legte sie zunächst zaghaft, dann bestimmt auf seine Faust, die noch immer auf dem Tisch ruhte. Als sie ihm antwortete, schaute sie ihm fest in die Augen: „Ich verurteile dich nicht.“ Ein aufrichtiges Lächeln. „Und ich möchte dir helfen. Gerne möchte ich dir etwas von mir und Liaril erzählen. Aber dir muss bewusst sein, dass sich Liarils Lehren nicht an einem Abend erzählen oder gar verstehen lassen. Ich habe dafür ein ganzes Leben gebraucht.“ Kyreia zuckte leicht mit den Achseln und fügte dann hinzu: „Also was möchtest du zuerst wissen?“

    Hatte sie sich doch geirrt? Kyreia zweifelte einmal mehr, denn ihr entging der Blick Zeciass‘ keineswegs. Sie hatte die kurze Veränderung in ihm bemerkt, deren Ursprung sie nicht kannte. Doch nun sah sie, was seine Erregung wohl ausgelöst haben mochte. Ein Mira’Tanar.


    Ihre Aufmerksamkeit wurde jedoch sogleich auf die Musiker gelenkt. Kyreia genoss die eingekehrte Stille, die zarten Töne, die sie in ihren Bann zogen. Am Morgen noch hätte sie nie erwartet, dass dieser Abend so verlaufen würde. Wie in einem Traum gefangen, dachte sie und griff aus Gewohnheit erneut ihren Anhänger. Nie hätte sie angenommen, jemals mit einem Yassalar an einem Tisch zu sitzen. Im Grunde wusste sie nicht, was sie tat. Aber wie häufig hatte sie heute bereits darüber nachgedacht? Und war jedes Mal zu dem Schluss gekommen, dass sie den Abend genoss. Und ebenso fürchtete. Immer wieder dieselben Fragen. Warum konnte ihr Verstand nicht schweigen? Ihr Herz wusste bereits, dass sie nicht gehen würde. Gesellschaft und anregende Gespräche fehlten ihr mehr, als sie sich eingestehen wollte.


    Um sich zu beruhigen, ließ die Nordelfe den Blick durch den Raum schweifen, während Zeciass ebenfalls seine Bestellung aufgab. Sie erblickte nichts Interessantes. Gewiss, ein paar interessante Geschöpfe waren anwesend. In ebendiesem Augenblick war sogar eine Cath’shyrr eingetreten. Doch niemand hier war so faszinierend wie Zeciass. Also wandte sie sich wieder ihm zu.


    Täuschte sie sich oder hatte er nun einen anderen Gesichtsausdruck? Sie verwarf diesen Gedanken und auch die Frage, die sie zuvor stellen wollte. Stattdessen schlug sie ein anderes Thema an, das ihr auf der Seele brannte: „Mir scheint, ihr wolltet euch ändern. Das sagen Eure Taten und Eure Worte. Und Ihr verbringt den Abend mit einer Priesterin der Liaril.“ Kyreia ließ zu, dass ein leichtes Lächeln Ihre Lippen umspielte, bevor sie ernst hinzufügte: „Und doch sagt Ihr, Ihr wollt kämpfen, um Euer Leben zurückzuerhalten. Seid Ihr tatsächlich weiterhin so verbunden mit den Ansichten Eures Volkes?“ Kyreia sammelte Mut und stellte die Frage, die sie stellen musste: „Wie steht Ihr zu anderen Völkern,… wie den Mira’tanar oder dem meinen?“
    Ihre kühlen Augen fixierten ihr dunkles Gegenüber und mit pochendem Herzen wartete sie seine Reaktion ab.

    Oh, da bin ich neidisch auf dich ;) Ich habe so feines Haar, dass es länger als schulterlang immer total doof aussieht... So lange Haare finde ich auch immer toll und würde sie auch nicht abschneiden an deiner Stelle.
    Naja, ich bin gespannt, was mein Freund sagt, wenn er Montag nach Hause kommt 8)

    Guten Abend ihr Lieben :]
    Ich habe mir heute die Haare abschneiden lassen. Was für ein überraschend befreiendes Gefühl :grins: Obwohl ich immernoch an jedem Spiegel anhalte und denke "ups, bin ich das?!"... :hilfe!: