Shizar Bewohner

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Über mich

Über mich

Shizar lächelt selten. Um genau zu sein, zeigt die Elfe aus dem Adelsviertel von Nir’alenar selten eine Gefühlsregung, die über gelangweiltes Desinteresse hinausgeht. Nicht einmal die dunkle Stimme, die sich so perfekt in das Gesamtbild dieser düsteren, jedoch auch gleichermaßen attraktiven Gestalt einfügt, wird von einem Hauch der Emotion verunreinigt.

Nur wer ein wenig unter der Oberfläche zu graben wagt, kann dabei das ein oder andere Geheimnis zu Tage fördern. Da wäre einmal die Tatsache, daß sich leichte Schuppen über ihren Rücken ziehen und an den Außenseiten ihrer Schenkel hinab laufen. Ebenso ihre spitzen Zähne, die ihr seltenes Lächeln überaus gefährlich erscheinen lassen. Ja, ein näherer Blick lässt keinen Zweifel daran, daß die Edelelfe nicht ganz reinblütig sein kann, doch es gibt selten jemanden, der wirklich in die Verlegenheit gerät, diese Tatsache heraus zu finden.


Tatsächlich handelt es sich bei der Elfe aus dem alten Adelsgeschlecht der Lyadar um einen Mischling, der zur Hälfte das Erbe ihres Ashaironi Vaters in sich trägt – wie gut allerdings, daß niemand dies ahnen kann, da Shizar sich stets als Angehörige des alten Edelelfengeschlechts aus Saravia ausgibt und ihr Ashaironierbe gut zu verbergen weiß.


Nur wenig verbindet Shizar mit dem Blut und dem Volk ihres Vaters – nie hat sie das Dasein einer Ashaironi als erstrebenswert empfunden und es erscheint ihr beinahe wie ein Makel, aus zweierlei Welten zu stammen. Bedeutet dies schließlich nicht, daß ihre Mutter aus ihrer eigenen Familie ausgestoßen worden ist? Gezwungen, ein Leben als Verlorene in einer fremden Stadt zu führen, weil sie den Fehler begangen hatte, einen Fremden aus einem anderen Volk zu lieben. Nicht selten schleicht sich die Sehnsucht nach Rache in Shizars Herz, Rache dafür, daß ihr das normale Leben einer Elfenadeligen verwehrt geblieben ist. Doch ebenso wie den leichten Hang zu einer gewissen Grausamkeit, den ihr Ashaironiblut in ihr verwurzelt hat, verdrängt sie auch diesen Gedanken, wann immer er an die Oberfläche dringen möchte.


Stattdessen hat sie sich auf eine andere Art und Weise die Illusion eines Lebens erschaffen, das ihr auf normalem Wege unerreichbar gewesen ist. So wurde aus Shizar eine echte Angehörige der Familie ihrer Mutter – allerdings von jenem Teil, der sich noch heute an der Oberfläche befindet, eine Tarnung, die ihr die Türen der Nir’alenarer Gesellschaft weit geöffnet hat und die dafür sorgt, daß Shizar ihrer Berufung gingen kann - dem Aufspüren und Sammeln von magischen Gegenständen, Büchern und Schriftrollen. Ihre Villa im Adelsviertel ist mittlerweile zu einer Sammelstätte von allerlei uralten Schriften und wunderlichen Gegenständen geworden – eine Kleinigkeit, die Shizar jedoch hinter der Fassade des Haushalts einer allein lebenden Elfenadeligen verbirgt, die ein klein wenig wunderlich ist. Shizar stört sich wenig daran, daß man sie für exzentrisch und unterkühlt hält und zumeist einen großen Bogen um ihre Person macht – schließlich ist sie gezwungen, oftmals Wege zu beschreiten, die außerhalb des Gesetzes liegen und dabei ist es nie falsch, so wenige schnüffelnde Bekannte wie möglich zu besitzen.


Diese Leidenschaft entspringt jedoch nicht der Gier nach Macht, sondern der Tatsache, dass Shizar seit ihrer Kindheit ein Mal auf der Schulter trägt, das sie nur zu gern für alle Zeit von ihrer Haut tilgen würde. Der kleine silberne Stern ist wie ein Makel, der sich in ihr Leben gebrannt hat - das Zeichen Shirashais, das sie zur Auserwählten der Göttin der Nacht macht, dazu ausersehen, in ihrer Priesterschaft zu dienen. Bereits ihre Eltern, keineswegs der Göttin der Nacht treu ergeben, sondern im Glauben an Liaril und Eriadne verwurzelt, haben dafür Sorge getragen, ihre Tochter vor den Augen der Göttin zu verbergen und auch Shizar selbst wünscht sich nichts mehr, als sich weiterhin dem Schicksal zu entziehen, das sie fraglos zu einer Zielscheibe für Shirashai Priesterschaft machen würde. Niemand entzieht sich dem Willen der Göttin der Nacht und kommt ungestraft davon. Shizar weiß dies nur zu gut und sie wünscht weder, ein Leben als Priesterin eingesperrt hinter Tempelmauern führen zu müssen, noch sich als treibende Leiche im Flusswasser wiederzufinden. Die jetzige Stimme der Nacht, Sharinoe Daranday, weiß darum, dass sie die zweite Wahl gewesen ist und gewiss wird sie nichts unversucht lassen, um diese Schmach, diese Bedrohung ihrer Stellung, für alle Zeit aus der Welt zu schaffen.


Und so sucht Shizar nach einem Weg, den Silberstern von ihrer Haut zu verbannen. Von der Sehnsucht nach einem freien Leben getrieben, fern vom dem Versteckspiel, das ihr Leben bestimmt, solange sie denken kann. Sie hasst die Göttin der Nacht dafür, sie in diesen Käfig gesperrt zu haben, und meidet ihre Anhänger, so gut es in ihrer Macht steht.


Ihre Neigung zur Schattenmagie hat ihr die Synergie mit ihrer Fee Dandara eingetragen, die sie bei ihrer Suche unterstützt. Gefährliche Situationen sind die Folge und nicht selten hat Shizar sich in Angelegenheiten verfangen, die sich als bedrohlich entpuppt haben. Allerdings haben sich ihre Talente immer wieder als hilfreich erwiesen, wenn es darum ging, den Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen – seien dies eine Stimme wie dunkler Samt oder ihre geheimnisvolle Ausstrahlung, die so manchen Angehörigen des männlichen Geschlechts in ihren Bann gezogen haben. Dies ist die andere Seite der Schattenmagierin, die stets dann erwacht, wenn die Nacht über Nir’alenar hereinbricht – dann wird aus Shizar eine geborene Verführerin, die die Zungen der Männer mit einem kurzen Augenaufschlag zu lösen vermag und die ihnen alles verspricht, wenn sie ihr nur dieses kleine Geheimnis verraten, nach dem sie sucht. Oder ihr dabei helfen, ihren Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen, wenn diese zu eng geworden ist, ihr wieder aus eigener Kraft zu entkommen.


Im Licht des Tages jedoch, trägt Shizar stets ihre kühle Fassade zur Schau, die von dem ablenkt, was sich hinter der Maske der kultivierten Frau aus dem Adel verbirgt. Auch die Selbstzweifel und die ständige Angst, daß ihr Geheimnis entdeckt wird, sind dahinter gut verborgen. Schließlich leidet Shizar darunter, ein Leben in Einsamkeit führen zu müssen, stets hinter einer Maske verborgen – auch wenn sie dies niemals offenbaren würde.


Shizar ist eine hoch gewachsene Elfe mit einer silbrig schimmernden Hautfarbe und glattem, schwarzem Haar, das bis zu ihrem Becken hinab fließt. Ihre Augen besitzen die Farbe von silbrigem Nebel und wirken ebenso undurchdringlich, während sich zarte Schuppen ihren Rücken hinab und über ihre Oberschenkel winden.

Die Zähne einer Ashaironi sind nur schwach ausgeprägt und fallen für gewöhnlich kaum auf, allerdings sind sie ebenso giftig wie die einer vollblütigen Ashaironifrau, was Shizar jedoch bisher nicht zur Kenntnis genommen hat. Schließlich ist sie bisher nie in die Verlegenheit gekommen, ein anderes Lebewesen beißen zu müssen.

Shizar kleidet sich stets in dunkle Gewänder, meist aus schwarzer Seide, die ihre wohl gerundete, schlanke Figur umschmeicheln und erahnen lassen, was sich darunter verbirgt. Allerdings achtet sie stets darauf, daß die Schuppen und das Mal an ihrer Schulter unter dem Stoff verborgen bleiben. Schmuck findet man an dieser Frau nur selten und zudem nur in geringem Maße – sie interessiert sich auch kaum dafür, ihren Körper mit Metall oder Edelsteinen zu schmücken, insofern es sich nicht um ein Schmuckstück von magischer Herkunft handelt.

Shizar spricht in einem kühlen Tonfall, der an dunklen Samt erinnert und wählt ihre Worte mit Bedacht – einmal schneidend, ein anderes mal lediglich förmlich und den gesellschaftlichen Konventionen entsprechend.

Die Halb-Ashaironi bewegt sich mit einer Grazie, die den Ashaironi ebenso wie den Elfen angeboren ist und die ihr eine geschmeidige Art der Fortbewegung garantiert. Dandara, ihre Schattenfee ist dabei stets an ihrer Seite und lässt sich häufig auf Shizars zarten Schultern nieder.

Charakterinformation

Hauptcharakter
Valea
Volk
Mischwesen
Mischwesen
Elfe / Ashaironi
Beruf / Rang
Schattenmagierin
Weitere Charaktere
Jasrin Dalvar Corielle Asharai
Verfügbarkeit im Spiel
Ich bin ausgelastet, momentan keine Anfragen bitte.

Persönliche Informationen

Geschlecht
Weiblich