Beiträge von Keona Saldari

    „ Ja. Dieses Schiff gehört im Anteil meinem Onkel und Hyram.“ murmelte sie leise, war aber garnicht wirklich gedanklich bei diesem Thema.

    „ Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt, aber wenn werden wir jede Hilfe brauchen die wir kriegen können.“ Denn die flüsternde Inkie war wesentlich größer als die Wolkentänzer und vor allem was die Ausrüstung anging um einiges Wehrhafter. Doch dann gab Ipati Entwarnung. Viel zu wenig Information, denn der Windgeist gab lediglich Boreas Worte weiter.

    „ Ich soll euch entwarnung geben..“ meinte sie mit verwirrtem Gesichtsausdruck und starrte einen Moment auf sie Türklinke bevor sie mit einem „ Ich komm gleich wieder.“ aus dem Raum ging.


    Keona traute dem Frieden nicht mehr, und dieses Bedrängnis übertrug sich auf ihre zögerlichen Schritte die sie über das Deck zu Kapitänskajüte führten. Als wartete dort drinn das nächste Unheil, sei es durch Taten oder die grauenvolle Wahrheit über ihren Bruder oder anderen feststehenden Tatsachen. Ipati war hingegen Euphorisch, das alleine ließ sie jedoch nicht stetig einen Schritt vor den anderen Setzen. Es war das Vertrauen in Boreas. Dass er es trotzdem immer Geschafft hatte das Ruder noch herumzureissen, auch wenn ihnen das Wasser bis zum Hals gestanden war. Mit schwerem Herzen drückte die Verwandelte die Klinke herunter und trat zögerlich mit ausweichendem Blick ein.

    Boreas Worte schürten nur die Unruhe in ihrem Innern. Das klang als müsste sie sich jetzt vor ihrem Onkel für die Taten und somit den Grund rechtfertigen, warum ihr Bruder all das nun ausbaden musste, wo sie zu Feige gewesen und geflohen war.

    Ja sie mochten auf ihrer Seite sein, aber die Rüge konnte noch immer kommen.

    Aber stattdessen schritt der Weinhändler schnell auf seine Nichte zu, kaum dass sie durch sie Tür getreten war, schloss er sie erleichtert in seine Arme.

    „ Wir vermuteten schon das schlimmste.“ eröffnete er voller Sorge und schüttelte den Kopf.

    „ Ohne seine Hilfe wäre es auch anders ausgegangen.“ meinte die Geflügelte und suchte über die Schulter ihres Onkels hinweg Boreas Blick.

    „ Warum seid ihr nicht zu Cassiel?!“ fragte Gaveen vorwurfsvoll als er sich von ihr löste.

    „ Wie sollten sie?“ verteidigte sie nun Narean und warf eine Hand ungeduldig in die Luft. Gaveen war nur so im logischen Denken beeinflusst, wenn es um seine Familie ging.

    „ Du kennst Hyram... er wollte dich nicht mit reinziehen und wo hätten sie wohl zuerst gesucht, als bei deiner Frau und ihrer Tante?“ tadelte er ihn und klopfte wieder Boreas auf die Schulter. „ Sie habens schon richtig gemacht.“ er schloss dabei eindeutig alle drei Jungen Leute ein.

    „ Sie waren auch bei Orphelia.. in Rosandrie.“ gab sie die Bestätigung, dass Varin all ihre Verwandten in Betracht gezogen hatte auch wenn sie außerhalb von Yelindea lebten.

    Keona lehnte sich gegen die Hölzerne Verkleidung und schmulte zurück durch den Türspalt in den Vorraum. Die Wärme auf ihrem Kopf und die fordernde Frage Chispas ließ sie jedoch die Türe schließen und zu der Kii sehen. Der Bär wirkte in anbetracht der Situation nurnoch mindergefährlich.

    „ Vielleicht müsst ihr das sogar...“ deutete die Syrenia an und lauschte. Eigentlich wollte sie Boreas nicht dort oben alleine lassen. Was wenn es doch zu einer Auseinandersetzung kam? Aber Ipati war ja auch noch bei ihm... sie würde sie schon rechtzeitig Alarmieren und dem Kapitän der Wolkentänzer beistehen. Chispa der sich scheinbar schon Kampfbereit aufplusterte hielt sie mit einer Ausgestreckten Hand auf abstand und blockierte mit ihrem Körper die Tür.

    „ Entweder es sind Verbündete, oder Feinde... Ich vertraue nicht nocheinmal Blind auf Familiebande.“ eine dürftige Erklärung, das war ihr Momentan und so angespannt noch nicht richtig Bewusst.

    „ Auch wenn Mein Onkel ganz anders ist..... wer weiss..“


    Der Mann nickte zustimmend, seine Lippen waren dabei schlussfolgernd geschürzt. Finger trommelten leicht auf Boreas Schultern bevor sie bekräftigend zudrückten.

    „ Nun.. Das muss in der Familie liegen.“ grinste er und verlor nun den letzten Rest Anspannung. „dann ist ja alles geklärt und wir müssen nichtmehr um den heissen Brei herum reden. Aber du verstehst sicher meine Vorsicht.“ die Schuld von sich weisend breitete er kurz die Arme aus und lehnte sich dann lässig gegen die Reling. Er hatte nun in die Persönlichere Ansprache Gewechselt.

    „ Dann hat mich mein Gefühl nicht im Stich gelassen. Die Phoeniax sind noch eine Familie, denen die alten Werte wichtig sind. Aber ihr tut daran, sie auch weiterhin so zu verbergen. Gaveen!.“ er winkte seinen Partner hinüber und gab dann nickend die Bestätigung. Bisher hatte sich der Weinhändler eher zurückgehalten, doch bei dieser Aussicht, hob er stolzer das Kinn.

    „ Wir hörten nur viele Gerüchte.“ sorge schwang in Gaveen Tumuls Worten mit, als er wieder zurück zur Tür blickte. „ Können wir irgendwo reden? In Ruhe wo uns keiner sieht?“

    Zural Narean strich sich bei Boreas Worten über den Wohl gepflegten Bart. Er wirkte hochkonzentriert, während der Weinhändler und Keonas Onkel noch immer zu der Tür blickte in der die Frau verschwunden war.

    Bis der junge Stoffhändler eine Gegenfrage stellte nickte der Kapitän nur bis sich sein Gesichtsausdruck schließlich in ein überlegenes Lächeln wandelte.

    „ Nun... ihr wisst wie das Schicksal spielt, auch wenn es zu solchen Zufällen kommt.“ begann Narean wie beiläufig und zog sich die Weste straff. „ Ihr sagtet, ihr legt eure Hand ins Feuer für eure Crew...die Ja unter uns gleichermaßen Familie darstellt. Und auch wir sorgen für unsere Familie.“ Der schneidige Windvölkler machte einen Schritt auf den Jüngeren Volksmann zu und legte ihm einen Arm brüderlich auf die Schultern um in in Richtung der abgewandten Reling zu führen.

    „ Nehmen wir an... man erführe von einem Unrecht, dass einem oder Zwei Familienmitgliedern - Beispielsweise einem Neffen und einer Nichte- zuteil würde, würdet ihr euch auch dafür einsetzen, dass dies geklärt würde? Aber ja.“

    Narean nickte überdeutlich. Noch wirkte seine Haltung freundlich, aber unnachgiebig. Zuerst hatte er den Namen nicht zwingend damit in Verbindung gebracht, aber jetzt?

    „ Die Frage ist nur..welche Rolle spielt der junge Spross einer großen Händlerfamilie... in diesem Stück? Auf wessen Seite steht er...“